(Leitung: Dipl.-Psych. Arne Weidemann SS 2009 - WS 2009/2010 )
Angesichts der zunehmenden Globalisierung und Internationalisierung nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Hochschulen, scheint die Notwendigkeit zur Ausbildung interkultureller Kompetenz im Rahmen universitärer Bildungsangebote klar auf der Hand zu liegen.
Welche Art von auf interkulturelle Kommunikation und Kompetenz ausgerichteten Studienangeboten dabei als nötig, nützlich oder wünschenswert angesehen wird, hängt dabei allerdings in hohem Maße vom jeweiligen Konzept ‚interkultureller Kompetenz’, den Zielen, Interessen und Möglichkeiten der verschiedenen Akteure wie auch der Hochschulen und deren (aktuellem wie angestrebtem) Internationalisierungsgrad sowie verschiedenen Standortfaktoren ab.
Ohne Analyse der Rahmenbedingungen einerseits und – die verschiedenen Akteure fokussierender – Bedarfsanalyse andererseits laufen universitäre Angebote zur Ausbildung interkultureller Kompetenz Gefahr, am Bedarf vorbei Effektivitäts- wie Effizienzziele zu verfehlen.
Im Rahmen des Lehrforschungsprojektes sollte deshalb eine entsprechende Bedarfsanalyse durchgeführt werden, um aus deren Ergebnissen Vorschläge abzuleiten, welche Maßnahmen an der TU Chemnitz in welcher Form effektiv und effizient sein könnten.
In einem ersten Schritt sollten hierzu relevante Akteure und Standortfaktoren bestimmt werden. In weiteren Schritten wurden Ziele und Vorstellungen ausgewählter Akteursgruppen im Hinblick auf interkulturelle Kompetenz an der TU Chemnitz erhoben und mit Standortfaktoren sowie den unterschiedlichen Verfahren, interkulturelle Kompetenz im Hochschulkontext auszubilden, in Bezug gesetzt.
Zum Einsatz kamen unterschiedliche Verfahren der Datenerhebung (strukturierte und teilstrukturierte Interviews, Beobachtung, Fragebögen etc.), die Auswertung erfolgte im Rahmen der Grounded Theory-Methodologie.
Präsentationen und Publikationen: