Wissenschaftsbildung (euroWiss)
Leitung Prof. Dr. Winfried Thielmann
Das internationale Forschungsprojekt euroWiss wird im Rahmen der Initiative Deutsch plus - Wissenschaft ist mehrsprachig für die Dauer von drei Jahren von der VolkswagenStiftung gefördert. Es wird seit dem 1. März 2011 in Kooperation mit der Universität Hamburg (Prof. Dr. Angelika Redder), der Università degli Studi di Bergamo (Prof. Dr. Dorothee Heller) und der Università degli Studi di Modena e Reggio Emilia (Prof. Dr. Antonie Hornung) durchgeführt.
Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur Komparatistik der wissensvermittelnden Hochschulkommunikation zu leisten. Im Projekt werden hierfür auf der Basis von Ton- und Videoaufzeichnungen, Beobachtungen, Interviews und Befragungen die unterschiedlichen Verfahren der Vermittlung und Prozessierungen wissenschaftlichen Wissens in der Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuchses untersucht.
In einer Querschnittsstudie sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie sich die Realitäten an den Hochschulen in Bezug auf das "diskursive Lernen", das für die deutsche Lerntradition prägend ist, darstellen. Anschließend können dann die Spezifika verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen hinsichtlich der Generierung, Bearbeitung und Vermittlung wissenschaftlichen Wissens durch Sprache rekonstruiert werden.
Das Hauptaugenmerk der Teilprojekts der TU Chemnitz liegt dabei auf natur- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen. Zahlreiche Lehrende und Studierende aus den Fakultäten Mathematik, Maschinenbau, Naturwissenschaften und Philosophie haben sich und ihre Lehrveranstaltungen bereits zur Verfügung gestellt und damit maßgeblich zum Gelingen des Projekts beigetragen.
Die Ergebnisse werden eine Grundlage für Interventions- und Unterstützungsmaßnahmen im Bereich der wissenschaftlichen Lehre unter den veränderten Bedingungen von Mehrsprachigkeit und Multikultuturalität im europäischen Hochschulraum bilden.
Die Mitarbeit im Projekt leisten Franziska Süß (SHK) und Arne Krause (WMA).
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Projekts.
