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Was Sie Erwartet

Studienabschlüsse: Bachelor; Master; Magister Artium

Grundlagen, Qualifikationen, Zielvorstellungen

Den Absolventen des Studiengangs Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit steht ein breitgefächertes Berufsfeld offen, für das sie mit den von ihnen erworbenen Fachkenntnissen und methodischen Grundlagen bestens gerüstet sind. Neben einer traditionellen Beschäftigung als Lehrer, Dozenten und Kursleiter im schulischen und außerschulischen Bildungs– und Weiterbildungssystem werden Absolventen des Studiengangs bevorzugt im Bereich wissenschaftlicher Dienstleistungen eingesetzt, d.h. als Mitarbeiter in Archiven, historischen Museen, in der kommunalen Kulturarbeit oder als Redaktionsmitarbeiter von Zeitungen, Radio– und Fernsehstationen sowie im wachsenden Maß auch von Internetdienstanbietern. Das Studium der Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit vermittelt darüber hinaus die wissenschaftlichen Grundlagen für die Weiterqualifikation im Bereich historischer Forschung. Es bietet eine Einstiegsmöglichkeit in eine akademische Karriere. Absolventen historischer Studiengänge an deutschen Universitäten genießen seit Jahrzehnten im In– und Ausland ein hohes Ansehen, insbesondere aufgrund ihrer fundierten Ausbildung und dem hohen Professionalisierungsgrad. Damit verfügen sie auch auf dem sich rasch ausdehnenden europäischen Arbeitsmarkt über beste Voraussetzungen.


Ausbildungsprofil

Das Ausbildungsprofil der Studierenden der Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit umfasst im wesentlichen drei Kompetenzbereiche:
  • Befähigung zur methodengeleiteten wissenschaftlichen Analyse: Auswahl von geeigneten Gegenstandbereichen und Quellenmaterialien; methodengeleitete Analyse von schriftlichen und bildlichen Zeugnissen der mittelalterlichen Vergangenheit; Erstellung von Expertisen; Einrichten von EDV-gestützten Datenbanken. Wichtige Voraussetzungen bilden hierbei fundierte sprachliche Kenntnisse (Latein, optional: romanische bzw. slawische Sprachen, Griechisch, Hebräisch, Altsprachen), Handschriftenkunde, historische Bildkunde (Ikonographie).
     
  • Erarbeitung eigenständiger kritischer Urteile und Problemlösungen: Grundlage hierfür sind die vorgenannten Basisfähigkeiten. Hinzu tritt der sichere Umgang mit vorhandenen Forschungsbeiträgen und die konstruktive Auseinandersetzung mit ihnen; Sensibilisierung für das geschichtliche Gewordensein der landeseigenen Kultur inmitten einer wandlungsintensiven Industrie– und Informationsgesellschaft; Befähigung zur Mitarbeit bei der Bewahrung und Sicherung des kulturellen Erbes, insbesondere der mittelalterlichen Hinterlassenschaft.
     
  • Kompetenz in der Wahl geeigneter Präsentationsformen historischer Wissensbestände: Voraussetzungen sind sprachliche Ausdrucksfähigkeit, argumentative Klarheit, Fähigkeit zur Veranschaulichung komplizierter Sachverhalte. Auf dieser Grundlage erproben die Studierenden unterschiedliche Präsentationsformen und erarbeiten individuelle Strategien, eigene Ergebnisse in mündlicher oder schriftlicher Form vorzustellen. Erklärungen »am Objekt« (Architektur, bildende Kunst archeologische Zeugnisse, technische Hinterlassenschaft) spielen hierbei eine ebenso wichtige Rolle, wie das Verfassen von Rezensionen zu wissenschaftlichen Publikationen, die Vorbereitung mündlicher Vorträge für unterschiedliche Adressatenkreise (Bildungsinstitutionen, Museen, Kulturreisen) oder die Entwicklung und Erstellung sachlich / inhaltlich geeigneter Darstellungsformen für den Bereich der Massenmedien.


Themenfelder, Veranstaltungsformen

Das Studium der Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit vermittelt Überblickswissen aus der Zeitspanne zwischen dem 6. und dem 16. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Schwerpunkte bilden hierbei die Rechts– und Verfassungsgeschichte, die Wirtschafts– und Sozialgeschichte sowie die Kirchen– und Frömmigkeitsgeschichte Zentraleuropas. In Proseminaren und Übungen werden den Studierenden außerdem verschiedene methodische Zugangsweise vorgestellt und mit ihnen eingeübt. In Rahmen der Hauptseminare werden regelmäßig forschungsorientierte Vertiefungsthemen angeboten (etwa: Geschichte der Universitäten im Mittelalter; Mönchtum in Sachsen; Urbanisierung im Mittelalter; Technik und Innovation im Mittelalter).Das Studium ist periodenübergreifend angelegt (gemeinsame Veranstaltungen mit Lehrenden der Alten Geschichte, der Regionalgeschichte Sachsens sowie der Technikgeschichte).

Im Rahmen von Exkursionen soll den Studierenden die Alltags– und Sachkultur des Mittelalters nahe gebracht und ihre Befähigung zur konkreten quellen– und objektbezogenen Präsentation vertieft werden.

Unter dem Thema »Neuere Forschungen auf dem Gebiet der Wirtschafts– und Sozialgeschichte sowie der Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit« wurde von den vorgenannten Professuren ein gemeinsames Forum geschaffen, das bereits eine Reihe von in– und ausländischen Gästen für Vorträge aus laufenden Forschungsarbeiten gewinnen konnte, aber auch hiesigen Examens– und Promotionskandidaten Gelegenheit bietet, ihre Arbeiten einem breiteren Publikum vorzustellen.