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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2012

 

Informationen zum Einschreibetool OPAL

Die Einschreibungen zu den meisten Veranstaltungen des Instituts für Europäische Geschichte laufen über die Lernplattform OPAL der sächsischen Hochschulen. Die Links zu den entsprechenden Einschreibemodulen von OPAL finden Sie auf der Webseite der Professuren > Lehrveranstaltungen. Zur Anmeldung auf der Lernplattform OPAL nutzen Sie bitte Ihr URZ Login der TU Chemnitz. Der Einschreibezeitraum wird demnächst bekannt gegeben.

Sollten Sie sich nach erfolgreicher Anmeldung zu einer Veranstaltung doch entscheiden, nicht daran teilzunehmen, dann tragen Sie sich bitte wieder über OPAL aus, damit Studenten auf der Warteliste automatisch nachrücken können.


Das komplette Vorlesungsverzeichnis als pdf-Datei (325 KB).

 


Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll

Vorlesung: Preußen – Eine europäische Geschichte


BEUGE PM 1, PM 2; MEUGE SM 3; MMGE, MNNG, BEUST

Zeit: montags 15.30-17.00 Uhr
Beginn: 2.4.2012
Raum: 4/201

Der 1947 von den alliierten Siegermächten aufgelöste Staat Preußen war stets mehr als eine deutsche Territorialmacht. Zwar bewerkstelligte er 1866/1871 die deutsche Nationaleinheit und dominierte das Bismarck-Reich bis zu dessen Ende 1918 bzw. 1945. Doch Preußen war darüber hinaus stets auch ein europäisch verorteter Geschehensraum – Akteur im Konzert der fünf Großmächte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ebenso wie eine nach Nord-, Ost- und Mitteleuropa ausstrahlende Macht, die an der Formung dieser Geschichtsregionen wesentlichen Anteil hatte. Die Geschichte Preußens wird in der Vorlesung daher nicht unter nationalstaatlicher Perspektive erörtert, sondern als das dargestellt, was sie ihrem Gehalt nach gewesen ist – eine europäische Geschichte. Behandelt wird der gesamte Zeitraum von den Anfängen des Ordensstaates Preußen und Kurbrandenburgs im späten Mittelalter bis zum Ende der Hohenzollernmonarchie 1918.

Literatur:
- Christopher Clark: Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600–1947. München 2007.
- Richard Dietrich: Kleine Geschichte Preußens. Berlin 1966.
- Frank-Lothar Kroll (Hrsg.): Preußens Herrscher. 4. Aufl. München 2009.
- Frank-Lothar Kroll: Die Hohenzollern. München 2008.
- Frank-Lothar Kroll: Das geistige Preußen. Zur Ideengeschichte eines Staates. Paderborn u. a. 2001.
- Wolfgang Neugebauer: Die Geschichte Preußens. Von den Anfängen bis 1947. Neuausgabe München 2006.
- Hans-Joachim Schoeps: Preußen. Geschichte eines Staates. Berlin 1966.




Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll

Hauptseminar: Königtum und Parlament in England (16.–19. Jahrhundert)


BEUGE PM 7; MEUGE SM 3, EM 1 (alt); MNNG, MEI

Zeit: Blockveranstaltung im Juli
Vorbesprechung: 16.4.2012, 17:15 Uhr
Raum: 4/201

Das Wechselspiel von monarchischer Herrschaft und parlamentarischem Anspruch auf Mitwirkung am staatlichen Leben durchzieht die englische Geschichte als ein Grundprinzip seit dem ausgehenden Mittelalter. In strukturgeschichtlichen Längs- und Querschnitten sollen in dieser Veranstaltung die hauptsächlichen Epochen und Themenfelder dieses Entwicklungsgeschehens nachgezeichnet werden: Tudor-Herrschaft im 16. Jahrhundert, Stuart-Absolutismus im 17. Jahrhundert und Herrschaftsausübung der Dynastie Hannover im 18. Jahrhundert werden ebenso eingehend behandelt, wie die Mechanismen und Modalitäten des Übergangs Großbritanniens zur modernen Massendemokratie im 19. Jahrhundert. Darüber hinaus treten organisations-, institutionen- und ideengeschichtliche Aspekte von Parlamentarismus und monarchischer Herrschaft in den Blickpunkt. Ziel der Veranstaltung ist die Schärfung des Bewußtseins für die Verschiedenartigkeit des Weges zu einer demokratischen politischen Kultur in Europa.

Literatur:
- Julius Hatschek: Englische Verfassungsgeschichte. Bis zum Regierungsantritt der Königin Viktoria, 2. Aufl., Aalen 1978.
- David Lindsay Keir: The Constitutional History of Modern Britain 1485-1937, third ed., London 1948.
- Kurt Kluxen (Hrsg.): Parlamentarismus. 2. Aufl., Köln 1969.
- Kurt Kluxen: England in Europa. Studien zur britischen Geschichte und zur politischen Ideengeschichte der Neuzeit. Hrsg. von Frank-Lothar Kroll, Berlin 2003.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt.

ANMELDUNG ÜBER DIE EINSCHREIBESEITE DER PROFESSUR AUF OPAL! Bitte beachten Sie im Vorfeld die notwendigen OPAL Anmeldeformalitäten. Nähere Informationen dazu siehe oben und auf der Einschreibeseite der Professur auf OPAL.




Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll

Hauptseminar: Rußland und Europa


BEUGE PM 7; MEUGE SM 3, SM 5, EM 2; MNNG, MEI

Zeit: dienstags 7:30-9:00 Uhr
Beginn: 3.4.21012
Raum: 4/009

Ob der Zustand Westeuropas für das jeweilige aktuelle und künftige Schicksal Rußlands von vorbildhafter Bedeutung zu sein vermochte, oder ob er eher von abschreckender Wirkung war – diese Frage bildet ein Zentralproblem des russischen Selbstbewußtseins in Vergangenheit und Gegenwart. Das Seminar geht dem Problem auf den Grund. Es behandelt zunächst die altrussische Periode, also das Kiever Reich und den Moskauer Staat; dann das Petersburger Imperium bis 1917, mit Schwerpunkten in der ersten Hälfte des 18. und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Danach tritt die bolschewistische Ära in den Blick, d.h. die Ära der kommunistischen Sowjetmacht. Schließlich werden aktuelle Trends und Tendenzen zum Bestimmungsverhältnis "Rußland – Europa" im politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Leben des postsowjetischen Rußlands erörtert.

Literatur:
- Lew Kopelew u.a. (Hrsg.): West-östliche Spiegelungen. Russen und Russland aus deutscher Sicht / Deutsche und Deutschland aus russischer Sicht. München 1985-2006.
- Frank-Lothar Kroll: Rußland und Europa. Historisch-Politische Probleme und kulturelle Perspektiven. In: Peter Jurzeck und Matthias Niedobitek (Hrsg.): Europäische Forschungsperspektiven. Elemente einer Europawissenschaft. Berlin 2008, S. 13-58.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt.

ANMELDUNG ÜBER DIE EINSCHREIBESEITE DER PROFESSUR AUF OPAL! Bitte beachten Sie im Vorfeld die notwendigen OPAL Anmeldeformalitäten. Nähere Informationen dazu siehe oben und auf der Einschreibeseite der Professur auf OPAL.




Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll

Kolloquium für Masterstudenten und Doktoranden


Zeit: montags 17.15-18.45 Uhr
Beginn: 23.4.2012
Raum: 4/203

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende des Masterstudienganges "Europäische Geschichte" aller fünf Professuren des Instituts , die mit einer Abschlußarbeit beschäftigt und gehalten sind, ihre Ergebnisse in einem Kolloquiumsvortrag zur Diskussion zu stellen. Interessenten und Aspiranten werden zur Vorbesprechung (siehe oben) gebeten.




Dr. Hendrik Thoß

Proseminar: Deutsche Verfassungsgeschichte von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert


BEUGE PM2, BPOW

Zeit: montags 17.15-18.45 Uhr
Beginn: 16.04.2012
Raum: 2/N006

Die deutsche Verfassungsgeschichte von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert wurde vor allem von dem Verhältnis zwischen Reich und Territorien, zwischen Zentralismus und Partikularismus dominiert. Die einschlägige Forschung kann nicht wie die englische oder französische die allmähliche Entwicklung vom spätmittelalterlichen zum neuzeitlichen Staat mit seinen spezifischen Kennzeichen, wie beispielsweise der starken mit dem monarchischen Absolutismus verbundenen Staatsgewalt einschließlich Heer und Beamtenschaft als wichtigsten Werkzeugen, nachzeichnen. Vielmehr galt und gilt es, die Wechselwirkung von Zentralstaat und Territorien, das Mit-, Neben- und Gegeneinander beider Seiten darzustellen.

Literatur:
- Boldt, Hans: Deutsche Verfassungsgeschichte. 2 Bde., 2. Aufl., München 1993.
- Zippelius, Reinhold: Kleine deutsche Verfassungsgeschichte. 7., neu bearb. Aufl., München 2006.

Die Teilnehmerzahl ist auf 35 begrenzt.

ANMELDUNG ÜBER DIE EINSCHREIBESEITE DER PROFESSUR AUF OPAL! Bitte beachten Sie im Vorfeld die notwendigen OPAL Anmeldeformalitäten. Nähere Informationen dazu siehe oben und auf der Einschreibeseite der Professur auf OPAL.




Kristin Lesch, M.A.

Proseminar: Der Kalte Krieg


BEUGE PM 2, PM 3, PM 5; BEUST; BPOW

Zeit: dienstags 11.30-13.00 Uhr
Beginn: 17.04.2012
Raum: 2/N005

Als Hochphase des Ost-West-Konflikts wirkte sich der Kalte Krieg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht nur auf die Außen- und Innenpolitik, sondern auch auf die wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung aller Nationen westlich und östlich des „Eisernen Vorhangs“ aus. Der Konflikt zwischen den Westmächten unter Führung der USA und dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion, den die beiden Supermächte von 1945 bis 1991 mit allen verfügbaren Mitteln austrugen, sich dabei aber militärisch nie direkt bekämpften, steht im Fokus des Proseminars. Beginnend mit der Ursachenforschung stehen die "heißen Phasen" des Kalten Krieges ebenso wie die Perioden geringer Konfliktintensität bzw. der Entspannung im Mittelpunkt der Analyse. Ein Ausblick beleuchtet abschließend die internationale Entwicklung nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem daraus folgenden Ende des Konfliktes. Da sich der Kalte Krieg besonders deutlich in der Spaltung Deutschlands und Europas zeigte, wird diesem Aspekt im Seminar stets das Hauptaugenmerk gelten.
Für einen Scheinerwerb sind die aktive Teilnahme, die Übernahme eines Referates sowie das Abfassen einer schriftlichen Hausarbeit erforderlich.

Literatur:
- Dülffer, Jost: Europa im Ost-West-Konflikt 1945-1991. München 2004.
- Gaddis, John Lewis: Der Kalte Krieg. Eine neue Geschichte. München 2007.
- Steininger, Rolf: Der Kalte Krieg. Frankfurt/M. 2003.
- Stöver, Bernd: Der Kalte Krieg 1947-1991. Geschichte eines radikalen Zeitalters. München 2007.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 beschränkt.

ANMELDUNG ÜBER DIE EINSCHREIBESEITE DER PROFESSUR AUF OPAL! Bitte beachten Sie im Vorfeld die notwendigen OPAL Anmeldeformalitäten. Nähere Informationen dazu siehe oben und auf der Einschreibeseite der Professur auf OPAL.




Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll / Prof. em. Dr. Alfons Söllner (in Kooperation mit den Kunstsammlungen Chemnitz)

Übung: Rußland und Europa im 19. Jahrhundert (1815-1914)


BEUGE PM 7; MEUGE SM 3, SM 5, EM 2, MNNG, MEI

Zeit: zwei Blocksitzungen am 25. Mai (Kunstsammlungen) und 6. Juli (TU)
Vorbesprechung: 2.4.2012, 17:15 Uhr
Raum: 4/201

Die Peredweschniki (dt.: "Wanderer") waren eine Gruppe von Malern, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das gesellschaftliche Leben im zarischen Rußland kritisch darstellten. Mit der Ausstellung "Die Peredweschiki – Maler des russischen Realismus" präsentieren die Kunstsammlungen Chemnitz 90 Werke dieser Bewegung aus der Staatlichen Tretjakow- Galerie Moskau und dem Staatlichen Russischen Museum in Sankt Petersburg. Begleitend findet eine Übung statt, die nach dem Verhältnis von Rußland und Europa im 19. Jahrhundert fragt.

Literatur:
- Ingrid Mössinger und Beate Ritter (Hrsg.): Die Peredwischniki. Maler des russischen Realismus. Katalog zur Ausstellung. Chemnitz 2012.




Dr. Hendrik Thoß

Übung: Benito Mussolini und der italienische Faschismus


BEUGE PM2, BPOW

Zeit: montags 13.45-15.15 Uhr
Beginn: 16.04.2012
Raum: 2/N005

Das italienische Faschismusmodell hatte in vielen Bereichen für die nachfolgenden Faschismen in Deutschland, Portugal, Spanien oder Ungarn einen Vorbildcharakter. Es entwickelte sich in der Folge des Ersten Weltkrieges und der unmittelbaren Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt der Übung soll die Untersuchung des Aufstiegs der faschistischen Bewegung Italiens und ihrer Führerfigur Benito Mussolini stehen.

Literatur:
- Mantelli, Brunello: Kurze Geschichte des italienischen Faschismus. Berlin 1998.
- Petersen, Jens/ Schieder, Wolfgang (Hg.): Faschismus und Gesellschaft in Italien. Staat, Wirtschaft, Kultur, Vierow b. Greifswald 1997.

Die Teilnehmerzahl ist auf 35 beschränkt

ANMELDUNG ÜBER DIE EINSCHREIBESEITE DER PROFESSUR AUF OPAL! Bitte beachten Sie im Vorfeld die notwendigen OPAL Anmeldeformalitäten. Nähere Informationen dazu siehe oben und auf der Einschreibeseite der Professur auf OPAL.




Kristin Lesch, M.A.

Übung: Demokratietheorien


BEUGE BAS, PM 1, PM 2, PM 4; MEUGE SM 3, SM 4; BEUST; BPOW

Zeit: donnerstags 11.30-13.00
Beginn: 19.04.2012
Raum: 2/D1

Die Demokratie, d.h. die Volksherrschaft, sei zwar eine ziemlich schlechte Staatsverfassung, aber besser als alle bisher erfundenen Regime, bekannte Manfred G. Schmidt, einer der führenden deutschen Demokratieforscher. Dies ist sicher einer der wichtigsten Anlässe, sich stets aufs Neue mit demokratischen Systemen zu beschäftigen, sie einer Bestandsaufnahme zu unterziehen und nach Reformmöglichkeiten und Verbesserungen zu fragen. Ziel der Übung ist die Auseinandersetzung mit den Theorien zur Demokratie, wie sie seit der griechischen Antike in unterschiedlichsten Formen und Absichten entwickelt wurden, um anhand der historischen bzw. modernen Konzeptionen zur Organisation politischer Volksherrschaft diese besser verstehen, beschreiben und bewerten zu können. Voraussetzung für den Erwerb eines Teilnahmenachweises ist die regelmäßige Teilnahme, die Übernahme eines Referates und die Lektüre ausgewählter Texte sowie die Bereitschaft, sich aktiv in die Diskussion einzubringen.

Literatur:
- Massing, Peter (Hrsg.): Ideengeschichtliche Grundlagen der Demokratie. Schwalbach 1999.
- Saage, Richard: Demokratietheorien. Historischer Prozess – Theoretische Grundlagen – Soziotechnische Bedingungen. Eine Einführung. Wiesbaden 2005.
- Schmidt, Manfred G.: Demokratietheorien. 5. Aufl. Wiesbaden 2010.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt

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