Prof. Dr. Teresa Pinheiro
Ob man unter Kulturwissenschaft(en) nun ein neues Fach oder einen fächerübergreifenden Theoriewandel versteht: Tatsache ist, dass die Kulturwissenschaften über keinen Konsens bildenden Kanon an theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätzen verfügen. Die Vorlesung bietet Studierenden der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Fächer eine Orientierung in diesem komplexen, aber auch spannenden Wissenschaftsfeld.
Die Vorlesung verfolgt eine zweifache Zielsetzung. Zum einen werden jene Tendenzen im angelsächsischen und im deutschsprachigen wissenschaftlichen Kontext seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgezeigt, die die heutige Hochkonjunktur von Kultur als Untersuchungsgegenstand und der Kulturwissenschaft(en) als Wissenschaftsfeld nachvollziehbar machen. Zum anderen werden einige der Ansätze und Themen vorgestellt, die die heutige kulturwissenschaftliche Arbeit prägen und bereichern.
Empfohlene Literatur zum Einstieg: Böhme, H. u.a. (Hgg.). Orientierung Kulturwissenschaft. Reinbek bei Hamburg, 2002; Bachmann-Medick. Cultural Turns. Reinbek bei Hamburg, 2006.
Module: ES_B3, ES_KK1, BEUGE_EM1, MEUGE_EM1, MAIKK_SM1, POWI_PM-ES2
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mo., 9.15 - 10.45 Uhr
Beginn: 02.04.2012
Raum: 1/204
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: Klausur
Prof. Dr. Teresa Pinheiro
Die Veranstaltung soll einen Einstieg in das Studium der Kulturen und Gesellschaften der iberischen Staaten vermitteln. Die Iberische Halbinsel, die oft als eine kulturelle Einheit jenseits der Pyrenäen wahrgenommen wird, besteht in Wirklichkeit aus zwei Staaten, aus zahlreichen Regionen mit Autonomiestatus und aus einer noch größeren Anzahl von historischen Regionen mit eigenen Identitätskonstruktionen und mit eigenen Sprachen. Der iberische Raum birgt also in sich Strukturen sowohl von Einheit als auch von Vielfalt, wie sie ebenso für Europa gelten.
Ein historischer Überblick zeichnet gemeinsame und getrennte Wege nach, die Portugal und Spanien im Laufe der Geschichte eingeschlagen haben: die frühe Konsolidierung Portugals im Zuge der Reconquista, die mit der späteren Entstehung Spaniens als ein Verbund verschiedener Königreiche kontrastiert; die überseeische Expansion beider Länder ab dem 15. Jahrhundert; die Vereinigung der spanischen und portugiesischen Kronen unter Philipp II.; die langen Diktaturen Francos und Salazars im 20. Jahrhundert; der spanische Bürgerkrieg, dessen Ende mit dem Beginn des Franco-Regimes zusammenfiel, und der portugiesische Kolonialkrieg, der mit dem Ende der Diktatur Salazars koinzidiert; der gemeinsame Beitritt zur EU. Diese Ereignisse werden nicht als exaktes historisches Wissen vermittelt, sondern bewusst im Hinblick auf ihre heutige öffentliche Rezeption und damit als Wege, die spanische und die portugiesische Gesellschaft heute zu verstehen.
Module: ES_KK1, ES_KV1, ES_KV3, BEUGE_EM1, MEUGE_EM1, MAIKK_SM3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mo., 11.30-13.00 Uhr
Beginn: 02.04.2012
Raum: 1/204
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: Klausur (Vorlesung) / Hausarbeit (Seminar)
Prof. Dr. Teresa Pinheiro
Nach der Ratifizierungskrise befindet sich die Europäische Union gegenwärtig in einer Finanzkrise, die politische Folgen nach sich zieht. Intellektuelle und Politiker nutzen die Gelegenheit, um das europäische Projekt einer gründlichen Kritik zu unterziehen. Das umsichtige Nachdenken über Europa tritt in den Hintergrund und überlässt kraftvoll und dezidiert vorgetragenen Meinungen und Forderungen die Bühne. Die Vorschläge bedienen auch die Palette der Europa-Visionen: Bei den einen geht es um mehr Europa (Heinrich August Winklers Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger), bei manchen gar um die Schaffung eines europäischen Staatenbundes (siehe Ursula von der Leyens Vorstoß zur Gründung der Vereinigten Staaten Europas); andere fordern ein anderes Europa (etwa Joschka Fischers Aufforderung Vergesst diese EU).
Das Seminar bietet Gelegenheit, die Debatten über die Zukunft der Europäischen Union systematisch zu analysieren und zu diskutieren. Der Schwerpunkt wird dabei auf dem wissenschaftlichen Diskurs (Husserl, Derrida, Ortega y Gasset, Eco, Gadamer, Habermas) und auf den gegenwärtigen politischen Debatten liegen.
In dem Kurs wird besonderes Augenmerk auf zwei soft skills gelegt. Die SeminarteilnehmerInnen können sich wahlweise im Verfassen einer wissenschaftlichen Rezension oder im Halten eines Vortrags üben. Die Vorträge werden gebündelt im Rahmen einer studentischen Vortragsreihe zum Thema des Seminars gehalten, die gegen Ende der Vorlesungszeit stattfinden wird. Studierende, die an der Vortragsreihe mit einem eigenen Vortrag teilnehmen möchten, sollen ebenfalls die Lehrveranstaltung Präsentationstechniken (Jana Beinhorn, Do. 11.30-13.00) besuchen.
Module: ES_KK1, ES_KK3, ES_KV1, ES_KV3, BEUGE_EM1, MEUGE_EM1
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di., 9.15-10.45 Uhr
Beginn: 03.04.2012
Raum: 2/W037
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: Hausarbeit
Prof. Dr. Teresa Pinheiro, Anke Streu M.A.
Die Stadt mit dem für deutsche Zungen kaum aussprechbaren Namen Guimarães ist eine der zwei Europäischen Kulturhauptstädte 2012. Dies bietet den Anlass für die 7-tägige Exkursion, die den Grenzraum Galicien-Minho im Nordosten der Iberischen Halbinsel zum Thema hat. Guimarães wird der Ausgangspunkt der Exkursion sein, die die TeilnehmerInnen auch durch die Städte Porto, Santiago de Compostela und A Coruña führen wird. Durch eigene Erkundungen und Gespräche mit Experten vor Ort werden aktuelle Themen wie nationale und regionale Identität, grenzübergreifende Kooperation, Sprachenpluralismus und Erinnerungskultur auf der Iberischen Halbinsel vertieft. Ein Besuch bei den Partneruniversitäten der Region ist ebenfalls vorgesehen.
Die Exkursion findet vom 23. bis zum 29. September 2012 statt und wird als Pflichtexkursion im Studiengang Europa-Studien anerkannt.
Am 19.04.2012 13.00 - 13.45 Uhr findet im Thüringer Weg 9, Raum 013 die Vorbesprechung zur Exkursion "Der iberische Grenzraum Galicien-Minho" statt.
Anmeldung: OPAL
Prof. Dr. Teresa Pinheiro, Prof. Dr. Stefan Garsztecki
Das Examenskolloquium ist ein Diskussionsforum, in dem Studierende des BA-Europa-Studien und des MA-IKK die Möglichkeit haben, über den Stand ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit zu berichten bzw. Kapitelentwürfe vorzustellen. Darüber hinaus werden auch technische und inhaltliche Fragen, die im Laufe des Schreibprozesses entstehen, geklärt. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Studierenden, die während des Sommersemesters an ihrer Abschlussarbeit schreiben.
Module: ES_S4
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di., 13.45-15.15 Uhr
Beginn: 03.04.2012
Raum: TW9/213
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: -
Núria Codina Solà M.A.
Im Seminar werden die wichtigsten Autoren der so genannten transkulturellen Literatur in Deutschland, Spanien und Großbritannien dargestellt. Anhand der Texte werden soziale und kulturelle Aspekte in den verschiedenen Ländern sowie Konzepte wie nationale Literatur, Gastarbeiterliteratur und Identität aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive kritisch analysiert. Die Tendenzen und thematischen Gemeinsamkeiten der Texte werden im Seminar ebenfalls diskutiert. Lesestoff bilden kurze Auszüge der Romane in deutscher Übersetzung.
Wichtig! Voraussichtlich werden die Sitzungen am 3. und 11.7. nicht stattfinden können. Es werden alternative Termine angeboten.
Module: ES_KK1, ES_KK3, ES_KV1, ES_KV3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mi., 9.15 - 10.45 Uhr
Beginn: 04.04.2012
Raum: 1/367A
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Anke Streu M.A.
In ihrem ersten Dokumentarfilm "Im Land meiner Eltern" von 1981 sagt Jeanine Meerapfel: "Wenn es Hitler nicht gegeben hätte, wäre ich ein deutsch-jüdisches Kind geworden, mehr deutsch als jüdisch, geboren in einem kleinen süddeutschen Dorf." Doch es kam anders. Als Tochter einer Französin und eines Deutschen wurde sie 1943 in Buenos Aires geboren und wuchs in Argentinien auf, bevor sie Anfang der 60er Jahre nach Deutschland zurückging. Sie studierte Filmgestaltung in Ulm, arbeitete als Filmkritikerin und setzte seit Anfang der 80er Jahre verstärkt eigene Filmprojekte um. Mittlerweile hat sie über 10 Spiel- und Dokumentarfilme gedreht. Sie verbindet Themen der eigenen Identität, der Migrations- und Exilerfahrung u.a. mit Fragen nach der geschichtlichen Aufarbeitung auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene. Dabei bezieht sie diese Fragen nicht nur auf Erfahrungen zwischen Deutschland und Argentinien, sondern auch auf Migrationen innerhalb Europas.
In dem Seminar werden von acht ihrer Spiel- und Dokumentarfilme näher betrachtet, mit Beispielen deutsch-spanischer Migrationsgeschichten im Film verglichen und mit Hilfe kulturwissenschaftlicher Texte analysiert.
Ainhoa Montoya Arteabaro (2006): Die vergessene Generation. Die erste Generation Spanier/innen in Hamburg.
Ainhoa Montoya Arteabaro (2011): Auf Vielen Stühlen - Ein Leben In Deutschland.
Marta Arribas, Ana Pérez (2005): El tren de la memoria.
Meerapfel, Jeanine (1981): Malou
Meerapfel, Jeanine (1981): Im Land meiner Eltern
Meerapfel, Jeanine (1985): Die Kümmeltürkin geht
Meerapfel, Jeanine (1987): Die Verliebten.
Meerapfel, Jeanine (1986 - 89): Desembarcos - Es gibt kein Vergessen.
Meerapfel, Jeanine (1988): La Amiga.
Meerapfel, Jeanine (1995): Amigomío.
Meerapfel, Jeanine (2001): Annas Sommer.
Module: ES_KK1, ES_KK3, ES_KV1, ES_KV3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mo., 15.30 - 17.00 Uhr
Beginn: 02.04.2012
Raum: 1/205
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Die Teilnehmerzahl ist auf 30 beschränkt.
Jana Beinhorn M.A.
In dieser Veranstaltung haben Studierende die Möglichkeit sich intensiv mit einer Methode der Sozial- und Kulturwissenschaften auseinanderzusetzen: dem qualitativen Interview. Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen besteht das Ziel hauptsächlich darin, den Studierenden durch viele praktische Übungen die Gelegenheit zu bieten, methodisches Handwerkszeug anzuwenden und dabei entstehende Herausforderungen zu reflektieren und zu diskutieren. Dabei werden Schritt für Schritt alle Stationen des Forschungsvorgangs besprochen. Es wird auf die Interviewvorbereitung, die Durchführung, Transkription als auch auf die Analysemöglichkeiten eingegangen.
Module: ES_KK1, ES_KK2, ES_KV1, ES_KV2
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di, 15.30 - 17 Uhr
Beginn: 03.04.2012
Raum: 2/N102
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Jana Beinhorn M.A.
Das Thema Migration und Integration in Deutschland wird in den Medien und der Politik häufig als problembehaftet dargestellt. Mit Humor wird es weniger in Verbindung gebracht. Dabei gibt es durchaus Humoristen, Komiker, ,Comedians', die sich in ihren Texten und Programmen auf ihre Art mit Migration und Integration auseinandersetzen. Diesen gilt es in diesem Seminar auf die Spur zu kommen und sich mit ihren Inhalten zu beschäftigen. Diese Analyse humoristischer Texte bildet den zweiten Teil der Veranstaltung. Einführend wird im ersten Teil die Geschichte deutscher Integrationspolitik seit Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute vermittelt: von der Jahrzehnte langen Dementierung Deutschlands als Einwanderungsland bis hin zu einem Integrationsplan der Bundesregierung. Die Ergebnisse der Textanalyse werden am Ende des Seminars in diesen Kontext eingebettet.
Modul: ES_KK1, ES_KK3, ES_KV1, ES_KV3
Teilnahmevoraussetzung: Keine
Zeit: Mi., 13.45 - 15.15 Uhr
Beginn: 04.04.2012
Raum: 2/W037
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: wird in der Veranstaltung bekannt gegeben
Jana Beinhorn M.A.
In dieser Veranstaltung haben Studierende die Möglichkeit, sich intensiv mit der Form von Präsentationen auseinanderzusetzen. Dabei werden unter anderem Themen behandelt wie die inhaltliche Strukturierung von Vorträgen, Rhetorik, Körpersprache, der Einsatz von Medien sowie die Gestaltung eines Handouts. Der theoretische Input wird von den Studierenden in einer eigenen Präsentation (mit Europa-Bezug) angewendet. Jede und jeder erhält ein individuelles Feedback sowohl von den Kommiliton(inn)en als auch von der Dozentin. Wenn gewünscht, können die Vorträge auch auf Englisch gehalten werden.
Modul: ES_KK1, ES_KK3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Do., 11.30 - 13 Uhr
Beginn: 05.04.2012
Raum: 2/N106
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: wird in der Veranstaltung bekannt gegeben
Jana Beinhorn M.A.
Diese Veranstaltung kann von Studierenden besucht werden, die schon ein Projekt oder die Idee dazu haben und Mitstreiter(innen) dafür suchen oder Unterstützung zur Umsetzung benötigen. Es können aber auch Studierende teilnehmen, die noch auf der Suche nach einem Projekt sind. Das Projekt-Forum dient als Plattform für den Ideenaustausch mit anderen Kommiliton(inn)en.
Modul: ES_S3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di. 17.15 - 18.45 Uhr
Beginn: 03.04.2012
Raum: 2/W040
Anmeldung: OPAL
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Teresa Pinheiro
Ob man unter „Kulturwissenschaft(en)“ nun ein neues Fach oder einen fächerübergreifenden Theoriewandel versteht: Tatsache ist, dass die Kulturwissenschaften über keinen Konsens bildenden Kanon an theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätzen verfügen. Die Vorlesung bietet Studierenden der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Fächer eine Orientierung in diesem komplexen, aber auch spannenden Wissenschaftsfeld. Die Vorlesung verfolgt eine zweifache Zielsetzung. Zum einen werden jene Tendenzen im angelsächsischen und im deutschsprachigen wissenschaftlichen Kontext seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgezeigt, die die heutige Hochkonjunktur von „Kultur“ als Untersuchungsgegenstand und der „Kulturwissenschaft(en)“ als Wissenschaftsfeld nachvollziehbar machen. Zum anderen werden einige der Ansätze und Themen vorgestellt, die die heutige kulturwissenschaftliche Arbeit prägen und bereichern.
Empfohlene Literatur zum Einstieg: Böhme, H. u.a. (Hgg.). Orientierung Kulturwissenschaft. Reinbek bei Hamburg, 22002; Bachmann-Medick. Cultural Turns. Reinbek bei Hamburg, 2006.
Modul: B3/KK1
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mo. 9:15-10:45
Beginn: 17.10.2011
Raum: 4/201
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: Klausur
Teresa Pinheiro
Am 14. April 1931 wurde die II. Spanische Republik ausgerufen. Damit begann eine der spannendsten und zugleich komplexesten Epochen der spanischen Geschichte, in der trotz der kurzen Dauer tiefgreifende Reformen in Politik und Gesellschaft eingeführt wurden. Heute ist die Erinnerung an die II. Republik in Spanien aktueller denn je: Wie die Erinnerung an Bürgerkrieg und Franquismus ist auch der Umgang mit der II. Republik ein Seismograph für die politischen und ideologischen Spaltungen im heutigen Spanien.
Das Seminar soll den TeilnehmerInnen einen Einblick in die Zeit der II. Republik geben und dabei helfen, anhand von erinnerungstheoretischen Konzepten die gegenwärtigen Debatten über die II. Republik in Spanien zu verstehen und zu deuten.
Modul: KK1/KV1/KK3/KV3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mo. 11:30-13:00
Beginn: 17.10.2011
Raum: 4/202
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: Klausur
Teresa Pinheiro
Am 1. Januar 1986 sind Spanien und Portugal der EWG beigetreten. Damit bekam der Transformationsprozess der iberischen Staaten, der bereits mit der Nelkenrevolution in Portugal 1974 und mit Francos Tod in Spanien 1975 begonnen hatte, einen unwiderruflichen Charakter. In diesem Seminar werden die TeilnehmerInnen die Gelegenheit haben, sich vertieft mit dem kulturellen und sozialen Wandel zu beschäftigen, den Spanien und Portugal durch die Integration in die EWG/EU durchlebten.
Das Seminar ist besonders für Studierende geeignet, die die Vorlesung „Einführung in die Iberischen Studien“ besucht haben und ihr Wissen des iberischen Raums vertiefen möchten. Die Teilnahme an der Vorlesung ist jedoch keine Voraussetzung.
Modul: KK1/KV1/KK3/KV3
Teilnahmevoraussetzung: Keine
Zeit: Mi. 9:15-10:45
Beginn: 19.10.2011
Raum: 2/D201
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: Klausur
Stefan Garsztecki / Teresa Pinheiro
Das Examenskolloquium ist ein Diskussionsforum, in dem Studierende des BA-Europa-Studien und des MA-IKK die Möglichkeit haben, über den Stand ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit zu berichten bzw. Kapitelentwürfe vorzustellen. Darüber hinaus werden auch technische und inhaltliche Fragen, die im Laufe des Schreibprozesses entstehen, geklärt. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Studierenden, die während des Sommersemesters an ihrer Abschlussarbeit schreiben.
Modul: S4
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mo. 17:15-18:45
Beginn: 17.10.2011
Raum: TW/213
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung:
Stefan Garsztecki / Teresa Pinheiro
Das 20. Jahrhundert hat in allen europäischen Ländern tiefe Spuren hinterlassen. Kriege, Diktaturen und Umbrüche haben den Kontinent geprägt, in den westeuropäischen und in den ost- und mittelosteuropäischen Staaten gleichermaßen. Welche Ereignisse begünstigten den Boom der Erinnerung im öffentlichen Raum, der seit dem Ende des 20. Jahrhunderts in Europa festzustellen ist? Wie ist der Umgang mit der Zeitgeschichte in den jeweiligen Staaten zu charakterisieren?
Das Seminar nimmt die Aktualität von Erinnerungsdiskursen in West- und Osteuropa zum Anlass, diese in Lehrveranstaltungen sonst getrennt behandelten Regionen vergleichend zu betrachten. Nach der gemeinsamen Lektüre von Grundlagentexten zu Erinnerungstheorien werden Fallbeispiele von Erinnerugspraktiken und Geschichtspolitiken analysieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Spanien und Portugal für Westeuropa und auf Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Belarus für Ostmitteleuropa.
Modul: KK1/KV1/KK2/KV2
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di. 9:15-10:45
Beginn: 18.10.2011
Raum: 2/Eb4 1/305
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: Hausarbeit
Jana Beinhorn
In dieser Veranstaltung haben Studierende die Möglichkeit sich intensiv mit der Diskursanalyse auseinanderzusetzen. Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen und den Begrifflichkeiten rund um den Diskurs besteht das Ziel hauptsächlich darin, den Studierenden durch die eigene Durchführung einer Diskursanalyse anhand eines aktuellen Themas die Gelegenheit zu bieten, methodisches Handwerkszeug anzuwenden und dabei entstehende Herausforderungen zu reflektieren und zu diskutieren.
Modul: KK1/KK2/KV1/KV2
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di. 15:30-17:00
Beginn: 18.10.2011
Raum: 2/Eb2
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Jana Beinhorn
B.A. Europastudien mit kulturwissenschaftlicher Ausrichtung – und dann? An Studierende, die sich mit dieser Frage beschäftigen möchten, richtet sich diese Veranstaltung. Sie haben hier den Raum, sich mit Berufsfeldern der Kulturwissenschaften auseinanderzusetzen, die außerhalb der Forschung im universitären Kontext liegen. Mögliche Arbeitgeber und Masterstudiengänge sowie Praktikumsstellen, die auf dem Weg dorthin benötigt werden, können hier erarbeitet werden.
Modul: KK1/KK3/KV3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di. 17:15-18:45
Beginn: 18.10.2011
Raum: 2/Eb2
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: wird in der Veranstaltung bekannt gegeben
Jana Beinhorn
In der Übung soll das Wissen der Vorlesung Theorien der Kulturwissenschaften durch die Lektüre von Grundlagentexten gefestigt und vertieft werden. Die Teilnahme an der Vorlesung ist für die Übung zwar nicht zwingend, dennoch dringend empfohlen.
Modul: B3/KK1
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mi. 15:30-17:00
Beginn: 19.10.2011
Raum: 3/B109
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Jana Beinhorn
Diese Veranstaltung kann von Studierenden besucht werden, die schon ein Projekt oder die Idee dazu haben und Mitstreiter(innen) dafür suchen oder Unterstützung zur Umsetzung benötigen. Es können aber auch Studierende teilnehmen, die noch auf der Suche nach einem Projekt sind. Das Projekt-Forum dient als Plattform für den Ideenaustausch mit anderen Kommiliton(inn)en. Ein Projekt, das vergeben werden kann, besteht in der Gestaltung und Durchführung von 2-3 Unterrichtseinheiten für den Spanisch-Unterricht an einem Gymnasium im Umland von Chemnitz (8. Klasse). Dafür sind gute Spanisch-Kenntnisse erforderlich.
Modul: S3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Do. 15:30- 17:00
Beginn: 20.10.2011
Raum: 3/B109
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Jörg Seidel
Neben der innerdeutschen Migrationsbewegung Richtung Westen nach Ende des zweiten Weltkrieges bis zum Mauerbau 1961 und den daraus resultierenden Konsequenzen für beide deutsche Staaten werden die Rolle der DDR im internationalen Migrationssystem von 1949 bis 1989 und die bedeutendsten Aspekte ihrer Integrationspolitik für Immigranten betrachtet. Ergänzt wird dies durch eine Analyse der wirtschaftlichen Funktion der Vertragsarbeiter in der DDR und die politisch-ideologische Funktionalisierung in der DDR-Außenpolitik. Weitere Themen sind der innerdeutsche Häftlingshandel, die Sorben als privilegierte Minderheit sowie die Vertriebenenpolitik der SED. Quellengrundlage für das Seminar bilden offizielle Verlautbarungen und Erlebnisberichte von Betroffenen.
Das Seminar hat Workshop-Charakter. Teilnehmer_Innen halten ein Referat und schließen mit Klausur oder Hausarbeit ab. Aktive Teilnahme an Diskussionsrunden wird vorausgesetzt.
Kompetenzschulung: Referieren und Feedback geben, Präsentieren und Visualisieren, Leitung von Diskussionsrunden, wissenschaftliches Arbeiten.
Modul: KK1, KK3, KV1, KV3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Blockseminar. 11./12. November, 13./14. Januar.
Raum: Der Raum wird nach Ihrer Anmeldung via OPAL bekannt gegeben.
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Dr. Teresa Pinheiro
Ob man unter „Kulturwissenschaft(en)“ nun ein neues Fach oder einen fächerübergreifenden Theoriewandel versteht: Tatsache ist, dass die Kulturwissenschaften über keinen Konsens bildenden Kanon an theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätzen verfügen. Die Vorlesung bietet Studierenden der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Fächer eine Orientierung in diesem komplexen, aber auch spannenden Wissenschaftsfeld. Die Vorlesung verfolgt eine zweifache Zielsetzung. Zum einen werden jene Tendenzen im angelsächsischen und im deutschsprachigen wissenschaftlichen Kontext seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgezeigt, die die heutige Hochkonjunktur von „Kultur“ als Untersuchungsgegenstand und der „Kulturwissenschaft(en)“ als Wissenschaftsfeld nachvollziehbar machen. Zum anderen werden einige der Ansätze und Themen vorgestellt, die die heutige kulturwissenschaftliche Arbeit prägen und bereichern.
Empfohlene Literatur zum Einstieg: Böhme, H. u.a. (Hgg.). Orientierung Kulturwissenschaft. Reinbek bei Hamburg, 22002; Bachmann-Medick. Cultural Turns. Reinbek bei Hamburg, 2006.
Modul: BEUST (B3, KK3, KK4), BEUGE, MEUGE, MAIKK, POWI
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mo. 9:15-10:45
Beginn: 4.4.2011
Raum: 2/B201
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: Klausur
Dr. Teresa Pinheiro
Die Veranstaltung soll einen Einstieg in das Studium der Kulturen und Gesellschaften der iberischen Staaten vermitteln. Die Iberische Halbinsel, die oft als eine kulturelle Einheit „jenseits der Pyrenäen“ wahrgenommen wird, besteht in Wirklichkeit aus zwei Staaten, aus zahlreichen Regionen mit Autonomiestatus und aus einer noch größeren Anzahl von historischen Regionen mit eigenen Identitätskonstruktionen und mit eigenen Sprachen. Der iberische Raum birgt also in sich Strukturen sowohl von Einheit als auch von Vielfalt, wie sie ebenso für Europa gelten.
Ein historischer Überblick zeichnet gemeinsame und getrennte Wege nach, die Portugal und Spanien im Laufe der Geschichte eingeschlagen haben: die frühe Konsolidierung Portugals im Zuge der Reconquista, die mit der späteren Entstehung Spaniens als ein Verbund verschiedener Königreiche kontrastiert; die überseeische Expansion beider Länder ab dem 15. Jahrhundert; die Vereinigung der spanischen und portugiesischen Kronen unter Philipp II.; die langen Diktaturen Francos und Salazars im 20. Jahrhundert; der spanische Bürgerkrieg, dessen Ende mit dem Beginn des Franco-Regimes zusammenfiel, und der portugiesische Kolonialkrieg, der mit dem Ende der Diktatur Salazars koinzidiert; der gemeinsame Beitritt zur EU. Diese Ereignisse werden nicht als „exaktes“ historisches Wissen vermittelt, sondern bewusst im Hinblick auf ihre heutige öffentliche Rezeption und damit als Wege, die spanische und die portugiesische Gesellschaft heute zu verstehen.
Modul: BEUST (KK1, KV1), BEUGE, MEUGE, MAIKK, POWI
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mo. 11:30-13:00
Beginn: 4.4.2011
Raum: 2/HS102
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: Klausur (Vorlesung), Hausarbeit (Seminar)
Dr. Teresa Pinheiro
At the beginning of the 21st century the process of European integration has achieved a depth it never had before. Since the Treaty of Lisbon has entered into force, the European Union now seems to be the supra-national community many intellectuals have conceived and desired in the past. Since Herodotus European thinkers, politicians and artist tried to conceptualize the Old Continent as a unity.
The course will provide an insight into ideas of Europe that have been elaborated from Antiquity until today. The seminar follows a chronological order, dealing with concepts of Europe in the Greek and Roman Antiquity, the Middle Ages, Renaissance, Enlightenment, Romantic and Nationalism, the World Wars and 20th Century’s Dictatorships, and the emergence of the European Communities. Nevertheless the concepts of Europe to be discussed should not be taken as stages of a linear history. They have rather been a concern of any epoch of European history to conceive Europe as an “imagined community”.
The course is conceived as a lecture combined with discussions in small groups. No presentations are expected from the participants. During the term students should choose a topic for their term paper and discuss it with the professor during the consultation hours.
Modul: BEUST (KK1, KV1, KV3), BEUGE, MEUGE, MAIKK, POWI
Teilnahmevoraussetzung: für KV1: KK1; für KV3: KK3
Zeit: Mi. 11:30-13:00
Beginn: 6.4.2011
Raum: 2/B3
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: Hausarbeit
Dr. Teresa Pinheiro
Das Examenskolloquium ist ein Diskussionsforum, in dem Studierende des BA-Europa-Studien und des MA-IKK die Möglichkeit haben, über den Stand ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit zu berichten bzw. Kapitelentwürfe vorzustellen. Darüber hinaus werden auch technische und inhaltliche Fragen, die im Laufe des Schreibprozesses entstehen, geklärt. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Studierenden, die während des Sommersemesters an ihrer Abschlussarbeit schreiben.
Modul: S4
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di. 13:45-15:15
Beginn: 12.4.2011
Raum: TW/213
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: Klausur
Jörg Seidel
Das Seminar behandelt die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit in Autobiographien verschiedener Funktionäre des Systems (Erich Honecker, Egon Krenz, Schalck-Golodkowski, Markus Wolf, …) sowie diverser Dissidenten, Musiker und anderer „Kulturschaffender“ (Manfred Krug, Jürgen Fuchs, Wolfgang Templin, Bernd Lutz Lange…). Im Vordergrund soll dabei die Analyse der Darstellung der erlebten Vergangenheit und der narrativen Konstruktion von Identität stehen. Vor dem Hintergrund der Ära Honecker sollen vorrangig die gesellschaftliche Befindlichkeit und die Einbindung des Individuums in das System untersucht werden sowie in welchem Rahmen sich Mitläufer zu Dissidenten oder Opponenten entwickelten und welche Gründe sie dafür in ihren Autobiographien anbieten. Demgegenüber stehen die Darstellung der Funktionäre und ihre Begründungen für die Mitarbeit im System. In diesem Spannungsfeld werden die beiden Seiten auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht.
Stichworte: Autobiographische Forschung, Erinnerung, Erinnerungskultur, Erinnerungspolitik, Aufarbeitung, Schuld.
Modul: KK1, KK2, KK4
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: 6./7. Mai, 24./25. Juni 2011
Beginn: Fr. 14-18 Uhr / Sa. 10-18 Uhr
Raum: wird noch bekannt gegeben
Anmeldung: über OPAL
Prüfungsleistung: s. Modulbeschreibung
Jana Beinhorn
In dieser Veranstaltung haben Studierende die Möglichkeit sich intensiv mit einer Methode der Sozial- und Kulturwissenschaften auseinanderzusetzen: dem qualitativen Interview. Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen besteht das Ziel hauptsächlich darin, den Studierenden durch viele praktische Übungen die Gelegenheit zu bieten, methodisches Handwerkszeug anzuwenden und dabei entstehende Herausforderungen zu reflektieren und zu diskutieren. Dabei werden Schritt für Schritt alle Stationen des Forschungsprozesses besprochen. Es wird auf die Interviewvorbereitung, die Durchführung, Transkription als auch auf die Analysemöglichkeiten eingegangen.
Modul: KK1, KK2, KV1, KV2
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di. 15:30-17:00
Beginn: 5.4.2011
Raum: 4/105
Anmeldung: über OPAL ab 15.3.2011, 9 Uhr
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Jana Beinhorn
In dieser Veranstaltung haben Studierende die Möglichkeit sich intensiv mit der Form von Präsentationen auseinanderzusetzen. Dabei werden unter anderem Themen behandelt wie die inhaltliche Strukturierung von Vorträgen, Rhetorik, Körpersprache, der Einsatz von Medien sowie die Gestaltung eines Handouts. Der theoretische Input wird von den Studierenden in einer eigenen Präsentation (mit Europa-Bezug) angewendet. Jede und jeder erhält ein individuelles Feedback sowohl von den Kommiliton(inn)en als auch von der Dozentin. Wenn gewünscht, können die Vorträge auch auf Englisch gehalten werden.
Modul: KK3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Do. 9:15-10:45
Beginn: 7.4.2011
Raum: 2/Eb6
Anmeldung: über OPAL ab 15.3.2011, 9 Uhr
Prüfungsleistung: Referat
Jana Beinhorn
Das Thema Migration nimmt heutzutage nicht nur in den Kulturwissenschaften einen großen Stellenwert ein. Es ist generell in der Gesellschaft ein viel behandelter Gegenstand. Diese Veranstaltung nähert sich Migrationsbewegungen in Europa, die anhand bestimmter Migrationstheorien beleuchtet und diskutiert werden. Zudem wird ein Überblick über die europäische Migrationsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts vermittelt und somit auch die tendenzielle Entwicklung Europas vom Auswanderungs- zum Einwanderungskontinent betrachtet. Darüber hinaus wird ein Blick auf ausgewählte aktuelle Migrationsphänomene geworfen. Dabei ist auch Raum für Themenwünsche seitens der Studierenden.
Modul: KK1, KK2
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Mi. 15:30-17:00
Beginn: 6.4.2011
Raum: 3/B102
Anmeldung: über OPAL ab 15.3.2011, 9 Uhr
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Jana Beinhorn
Die Interkulturelle Kommunikation gewinnt auch als relativ junges Fach im Zuge vielfältiger kultureller Interaktionen zunehmend an Bedeutung, was eine Auseinandersetzung mit ihren Themen auch für Europa-Studierende interessant macht. In dieser Veranstaltung werden sowohl die wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung dieses Faches als auch verschiedene Konzepte und Ideen der Interkulturellen Kommunikation anhand ausgewählter Texte beleuchtet und diskutiert. Ergänzt wird die Textarbeit durch veranschaulichende Beispiele.
Modul: KK1, KK4
Teilnahmevoraussetzung: keine
Zeit: Di. 17:15- 18:45
Beginn: 5.4.2011
Raum: 4/105
Anmeldung: über OPAL ab 15.3.2011, 9 Uhr
Prüfungsleistung: siehe Modulbeschreibung
Dr. Teresa Pinheiro
Ob man unter „Kulturwissenschaft(en)“ nun ein neues Fach oder einen fächerübergreifenden Theoriewandel versteht: Tatsache ist, dass die Kulturwissenschaften über keinen Konsens bildenden Kanon an theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätzen verfügen. Die Vorlesung bietet Studierenden der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Fächer eine Orientierung in diesem komplexen, aber auch spannenden Wissenschaftsfeld.
Die Vorlesung verfolgt eine zweifache Zielsetzung. Zum einen werden jene Tendenzen im angelsächsischen und im deutschsprachigen wissenschaftlichen Kontext seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgezeigt, die für das Verständnis der heutigen Hochkonjunktur von „Kultur“ als Untersuchungsgegenstand und von „Kulturwissenschaft(en)“ als Wissenschaftsfeld beitragen. Zum anderen werden einige der Ansätze und Themen vorgestellt, die die heutige kulturwissenschaftliche Arbeit prägen und bereichern.
Empfohlene Literatur zum Einstieg: Böhme, H. u.a. (Hgg.). Orientierung Kulturwissenschaft. Reinbek bei Hamburg, 22002; Bachmann-Medick. Cultural Turns. Reinbek bei Hamburg, 2006.
Modul: B3 KK3 KK4
Scheinerwerb: Klausur
Zeit: Mo. 09:15-10:45 Uhr
Beginn: 18.10.2010
Raum: 2/N111
Anmeldung: Über OPAL ab 15.9.2010, 9 Uhr
Dr. Teresa Pinheiro
In heutiger Zeit macht Spanien in der internationalen Presse vor allem wegen Autonomiebestrebungen im Baskenland und in Katalonien Schlagzeilen. Dabei wird oft das Gespenst einer Balkanisierung Spaniens an die Wand gemalt. Wenn auch Tendenzen der Dezentralisierung nicht zu leugnen sind, so lassen sie sich jedoch nur vor dem Hintergrund einer langen und bis heute noch andauernden Tradition des politischen und kulturellen Zentralismus verstehen, der in Madrid seinen symbolischen Ort hat.
Das Seminar ist der dritte Teil eines semesterübergreifenden Lehrforschungsprojekts zum Thema „Madrid als Hauptstadt des spanischen Zentralismus“, dessen erster Teil das Seminar „Spanien zwischen Zentralismus und regionaler Vielfalt“ (SS 2010) und zweiter Teil die Exkursion nach Madrid im September 2010 waren. Ziel des Projektes ist es, im Stadtbild und an ausgewählten Orten Madrids die Entstehung der spanischen Monarchie und ihrer Konsolidierung unter der Herrschaft der Habsburger und der Bourbonen nachzuzeichnen.
Im Seminar werden die TeilnehmerInnen das Material auswerten, das während der Exkursion erhoben wurde, und anhand der theoretischen und thematischen Vorgaben interpretieren, die während des Semesters erarbeitet werden. Die Ergebnisse sollen in Form einer Web-Präsentation mit dem Titel „Madrid — Hauptstadt des spanischen Zentralismus“ veröffentlicht werden. Die Teilnahme am Seminar „Spanien — zwischen Zentralismus und regionaler Vielfalt“ vom SS 2010 und an der Exkursion „Madrid — Hauptstadt des spanischen Zentralismus“ ist von Vorteil, jedoch keine Teilnahmevoraussetzung.
Modul: KK1 KV1 KV3 S3
Teilnahmevoraussetzung: für KK1+S3: keine; für KV1: KK1; für KV3: KK3.
Erwerb des Nachweises: für KK1+KV1: Hausarbeit; für KV3: Referat+Hausarbeit; für S3: Projektbericht
Zeit: Mo. 11:30-13:00 Uhr
Beginn: 18.10.2010
Raum: 2/D101
Anmeldung: Über OPAL ab 15.9.2010, 9 Uhr
Jörg Seidel
Das Seminar behandelt die Darstellung von Alteritätsphänomenen (Ausländer, Gastarbeiter, Jugendkulturen, Polen 1980, ...) in der DDR-Presse. Auf Makroebene sollen Diskursstränge ausgemacht werden, auf der Mikroebene werden mit der Diskursanalyse nach Jäger die Artikel untersucht und interpretiert. Den Rahmen dafür bildet die Suche nach dem Selbstverständnis der DDR-Gesellschaft auf der privaten sowie der propagandistischen Ebene im Kontext der Politik der Ära Honecker und der Bemühungen um die Konstruktion einer kollektiven Identität. Weitere Themen die behandelt werden sind politische Heldenmythen, Inklusion- & Exklusion, kollektives Gedächtnis und Identität, Feiertage und kulturelles Gedächtnis etc.
Modul: KK1 KK3 KK4
Teilnahmevoraussetzung: keine
Scheinerwerb: s. Modulbeschreibung
Zeit: Do. 09:15-10:45 Uhr
Beginn: 14.10.2010
Raum: 2/Eb4
Anmeldung: Über OPAL ab 15.9.2010, 9 Uhr
Jana Beinhorn
Im Jahr 1960 wurde durch die Unterzeichnung des Anwerbeabkommens zwischen Spanien und Deutschland eine große Migrationsbewegung spanischer Arbeitskräfte in die Bundesrepublik ausgelöst. Die Entwicklungen dieser Migrationsbewegung in den letzten 50 Jahren sollen in dieser Veranstaltung beleuchtet werden. Dabei wird unter anderem auf wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Umstände in Spanien und Deutschland, die Entstehung spanischer Migrantenvereine, spanische Remigration sowie auf den Wandel des Status' des spanischen „Gastarbeiters“ zum „EU-Bürger“ eingegangen.
Modul: KK1 KV1
Teilnahmevoraussetzung: keine
Scheinerwerb: s. Modulbeschreibung
Zeit: Die. 11:30-13:00 Uhr
Beginn: 19.10.2010
Raum: 3/B109
Anmeldung: Über OPAL ab ab 15.9.2010, 9 Uhr
Jana Beinhorn
In dieser Veranstaltung haben Studierende die Möglichkeit sich intensiv mit zwei Methoden der Sozial- und Kulturwissenschaften auseinanderzusetzen; dem Interview und der Diskursanalyse. Das Ziel besteht darin, den Studierenden durch viele praktische übungen die Möglichkeit zu geben, methodisches Handwerkszeug anzuwenden und dabei entstehende Herausforderungen zu reflektieren und zu diskutieren. Dabei werden Schritt für Schritt alle Stationen des Forschungsvorgangs besprochen. Für die Methode des Interviews bedeutet dies unter anderem, sich mit der geeigneten Form des Interviews, mit der Formulierung der Fragen, mit der Erhebung, Transkription sowie mit der Analyse zu beschäftigen. Bei der Diskursanalyse liegt das Augenmerk auf dem Umgang mit den Begrifflichkeiten rund um den Diskurs, der Auswahl des Analysekorpus sowie dem Analyse-Vorgang selbst.
Modul: KK1 KK2 KV1 KV2
Teilnahmevoraussetzung: keine
Scheinerwerb: s. Modulbeschreibung
Zeit: Die. 15:30-17:00 Uhr
Beginn: 19.10.2010
Raum: 2/HS3
Anmeldung: Über OPAL ab ab 15.9.2010, 9 Uhr
Jana Beinhorn
In der Übung soll das Wissen der Vorlesung Theorien der Kulturwissenschaften durch Lektüren von Grundlagentexten gefestigt und vertieft werden. Die Teilnahme an der Vorlesung ist für die Übung zwar nicht zwingend, dennoch dringend empfohlen.
Modul: B3 KK4 KK3
Teilnahmevoraussetzung: keine
Scheinerwerb: s. Modulbeschreibung
Zeit: Do. 11:30-13:00 Uhr
Beginn: 21.10.2010
Raum: 2/EB4
Anmeldung: Über OPAL ab ab 15.9.2010, 9 Uhr
Dr. Teresa Pinheiro
Ob man unter „Kulturwissenschaft(en)“ nun ein neues Fach oder einen fächerübergrei-fenden Theoriewandel versteht: Tatsache ist, dass die Kulturwissenschaften über keinen Konsens bildenden Kanon an theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätzen verfügen. Die Vorlesung bietet Studierenden der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Fächer eine Orientierung in diesem komplexen, aber auch spannenden Wissenschaftsfeld. Die Vorlesung verfolgt eine zweifache Zielsetzung. Zum einen werden jene Tendenzen im angelsächsischen und im deutschsprachigen wissenschaftlichen Kontext seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgezeigt, die für das Verständnis der heutigen Hochkonjunktur von „Kultur“ als Untersuchungsgegenstand und von „Kulturwissenschaft(en)“ als Wissenschaftsfeld beitragen. Zum anderen werden einige der Ansätze und Themen vorgestellt, die die heutige kulturwissenschaftliche Arbeit prägen und bereichern.
Scheinerwerb: Studienordnung 2002/2006/2009: Klausur
Zeit: Mo. 09:15-10:45 Uhr
Modul: KK 1 KV1 KK3 KV3 KK4 KV4 MAIKK
Beginn: 12.04.2010
Raum: 2/B101
Anmeldung: Über OPAL ab 15.03.2010, 9 Uhr
Dr. Teresa Pinheiro
Der Autonomiestaat ist ein föderationsähnlicher Kompromiss zwischen Zentralismus und regionaler Vielfalt im demokratischen Spanien. Seine Gründung sowie Forderungen nach größerer Autonomie in einigen Autonomen Gemeinschaften machen deutlich, dass Spanien gegenwärtig zwar einen nie zuvor erreichten Grad der politischen Dezentralisierung erlebt, diese Tendenz aber vor dem Hintergrund einer langen Tradition der zentralen Machtausübung als widerständiges Moment zu lesen ist. Ziel des Seminars ist es, in ausgewählten Epochen und Ereignissen der spanischen Geschichte die Ursprünge der heutigen Konflikte zwischen Zentralismus und Devolution zu erkunden. Ein roter Faden wird gezogen von den christlichen Reichen des Mittelalters, über die Gründung der spanischen Monarchien unter den Katholischen Königen und die Zentralismustendenzen im Zeitalter der Bourbonen, bis hin zu den föderalistischen Impulse der Republiken, die Rezentralisierung unter Francisco Franco und schließlich die Demokratisierung und Gründung des Estado de las Autonomías. Das Seminar dient der Vorbereitung für die Exkursion Madrid – Hauptstadt des spani-schen Zentralismus (September 2010), kann aber auch ohne Teilnahme an der Exkursion besucht werden.
Scheinerwerb:Informationen zum Scheinerwerb erhalten Sie in der ersten Veranstaltung.
Zeit: Mo. 11:30-13:00 Uhr
Modul: KK 1 KV1 KK3 KV3 MAIKK BEUGE MEUGE
Beginn: 12.04.2010
Raum: 2/D101
Anmeldung: Über OPAL ab 15.03.2010, 9 Uhr
Dr. Teresa Pinheiro
In der Übung soll das Wissen der Vorlesung Theorien der Kulturwissenschaften durch Lektüren von Grundlagentexten gefestigt und vertieft werden. Die Teilnahme an der Vorlesung ist für die Übung zwar nicht zwingend, dennoch dringend empfohlen.
Scheinerwerb: Studienordnung 2002/2006: Klausur
Zeit: Mi. 11:30-13:00 Uhr
Modul: KK 1 KV1 KK3 KV3 KK4 KV4 MAIKK
Beginn: 14.04.2010
Raum: 2/D201
Anmeldung: Über OPAL ab 15.03.2010, 9 Uhr
Dr. Teresa Pinheiro
In heutiger Zeit macht Spanien in der internationalen Presse vor allem wegen Autonomiebestrebungen im Baskenland und in Katalonien Schlagzeilen. Dabei wird oft das Gespenst einer Balkanisierung Spaniens an die Wand gemalt. Wenn auch Tendenzen der Dezentralisierung nicht zu leugnen sind, so lassen sie sich jedoch nur vor dem Hintergrund einer langen und bis heute noch andauernden Tradition des politischen und kulturellen Zentralismus verstehen, der in Madrid seinen symbolischen Ort hat. Ziel der Exkursion ist es, im Stadtbild und an ausgewählten Orten Madrids die Entstehung der spanischen Monarchie und ihrer Konsolidierung unter der Herrschaft der Habsburger und der Bourbonen nachzuzeichnen. Während der Exkursion werden die Studierenden Feldforschungen für zwei Projekte durchführen: die Fotoausstellung „Bilder eines interkulturellen Europas“ (Oktober 2010) und das Web-Projekt „Madrid – Hauptstadt des spanischen Zentralismus“ (Sommersemester 2011).
Zeit/Ort: Madrid, 26.9.-2.10.2010
Teilnahmevoraussetzungen: Seminar Spanien – zwischen Zentralismus und regionaler Vielfalt
Beginn: 26.09.2010
Anmeldung: Über teresa.pinheiro@phil.tu-chemnitz.de ab 15.03.2010, 9 Uhr
Jörg Seidel M.A.
Das Seminar „Medien und die Konstruktion nationaler Identität während der 1980er Jahre in Ost- und Westeuropa“ analysiert die Konstruktion nationaler Mythen und master narratives in den Blockstaaten in den 1980er Jahren sowie deren Einbettung in den politischen Kontext des kalten Krieges. An ausgewählten Beispielen wird die Konstruktion und Verhandlung von Selbst- und Fremdbildern untersucht. Die Grundlage dafür bieten verschiedene Instrumente und Theorien der Kulturwissenschaften. Das übergeordnete Lernziel ist, kulturelle Artefakte der Ära (Zeitungsartikel, Propagandamaterial, etc.) im zeitgeschichtlichen Kontext zu verorten und deren Bedeutung für die Konstruktion von Identitäten zu erkennen. Das Seminar ist inhaltlich in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil steht die Annäherung an den zeitgeschichtlichen Kontext im Vordergrund. Der zweite Teil konzentriert sich auf die praktische Analysearbeit.
Scheinerwerb: Hausarbeit/Klausur
Zeit: Do. 09:15-10:45 Uhr
Modul: KK1 KK4
Beginn: 08.04.2010
Raum: 2/Eb4
Anmeldung: Über OPAL ab 15.03.2010, 9 Uhr
Dr. Teresa Pinheiro
Die Veranstaltung soll einen Einstieg in das Studium der Kulturen und Gesellschaften der iberischen Staaten vermitteln. Die Iberische Halbinsel, die oft als eine kulturelle Einheit „jenseits der Pyrenäen“ wahrgenommen wird, besteht in Wirklichkeit aus zwei Staaten, aus zahlreichen Regionen mit Autonomiestatus und aus einer noch größeren Anzahl von historischen Regionen mit eigenen Identitätskonstruktionen und mit eigenen Sprachen. Der iberische Raum birgt also in sich Strukturen sowohl von Einheit als auch von Vielfalt, wie sie ebenso für Europa gelten.
Ein historischer Überblick zeichnet gemeinsame und getrennte Wege nach, die Portugal und Spanien im Laufe der Geschichte eingeschlagen haben: die frühe Konsolidierung Portugals im Zuge der Reconquista, die mit der späteren Entstehung Spaniens als ein Verbund verschiedener Königreiche kontrastiert; die überseeische Expansion beider Länder ab dem 15. Jahrhundert; die Vereinigung der spanischen und portugiesischen Kronen unter Philipp II.; die langen Diktaturen Francos und Salazars im 20. Jahrhundert; der spanische Bürgerkrieg, dessen Ende mit dem Beginn des Franco-Regimes zusammenfiel, und der portugiesische Kolonialkrieg, der mit dem Ende der Diktatur Salazars koinzidiert; der gemeinsame Beitritt zur EU. Diese Ereignisse werden nicht als „exaktes“ historisches Wissen vermittelt, sondern bewusst im Hinblick auf ihre heutige öffentliche Rezeption und damit als Wege, die spanische und die portugiesische Gesellschaft heute zu verstehen.
Scheinerwerb: Informationen zum Scheinerwerb erhalten Sie in der ersten Veranstaltung.
Zeit: Mo. 09:15-10:45 Uhr
Modul: KK 1 KV1 KK3
Beginn: 12.10.2009
Raum: 2/D1
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Jörg Seidel M.A.
Die Veranstaltung soll einen Einstieg in das kulturwissenschaftliche Arbeiten bieten. Unter Anwendung der Methode der Diskursanalyse werden Presse- und Samisdatartikel aus beiden deutschen Staaten vor, während und nach der Wende 1989 im Hinblick auf die Konstruktion von Identität untersucht. Dies ermöglicht es, die unterschiedlichen Standpunkte der beteiligten Gruppierungen über die Gestaltung der deutschen Einheit herauszuarbeiten. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Bürgerrechtsbewegung in der DDR und die Idee des Dritten Weges gelegt.
Schlagwörter: kollektive Identität und kollektives Gedächtnis, Konstruktion von Identität, Presse, Propaganda, Massenmedien, Diskursanalyse, DDR, BRD, Einheit
Scheinerwerb: Hausarbeit/Klausur
Zeit: Do. 09:15-10:45 Uhr
Modul: KK4/KK2
Beginn: 22.10.2009
Raum: 2/D1
Anmeldung: joerg.seidel@phil.tu-chemnitz.de
Dr. Teresa Pinheiro
Ob man unter „Kulturwissenschaft(en)“ nun ein neues Fach oder einen fächerübergreifenden Theoriewandel versteht: Tatsache ist, dass die Kulturwissenschaften über keinen Konsens bildenden Kanon an theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätzen verfügen. Die Vorlesung bietet Studierenden der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Fächer eine Orientierung in diesem komplexen, aber auch spannenden Wissenschaftsfeld.
Die Vorlesung verfolgt eine zweifache Zielsetzung. Zum einen werden jene Tendenzen im angelsächsischen und im deutschsprachigen wissenschaftlichen Kontext seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgezeigt, die für das Verständnis der heutigen Hochkonjunktur von „Kultur“ als Untersuchungsgegenstand und von „Kulturwissenschaft(en)“ als Wissenschaftsfeld beitragen. Zum anderen werden einige der Ansätze und Themen vorgestellt, die die heutige kulturwissenschaftliche Arbeit prägen und bereichern.
Empfohlene Literatur zum Einstieg: Böhme, H. u.a. (Hgg.). Orientierung Kulturwissenschaft. Reinbek bei Hamburg, 22002; Bachmann-Medick. Cultural Turns. Reinbek bei Hamburg, 2006.
Scheinerwerb: Informationen zum Scheinerwerb erhalten Sie in der ersten Veranstaltung.
Zeit: Mo. 09:15-11:45 Uhr
Modul: KK 1 KV1 KK3
Beginn: 06.04.2009
Raum: 2/D101
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Dr. Teresa Pinheiro
In der Übung soll das Wissen der Vorlesung Theorien der Kulturwissenschaften durch Lektüren von Grundlagentexten gefestigt und vertieft werden. Die Teilnahme an der Vorlesung ist für die Übung zwar nicht zwingend, dennoch dringend empfohlen.
Scheinerwerb: Informationen zum Scheinerwerb erhalten Sie in der ersten Veranstaltung.
Zeit: Mi. 11:30-13:00 Uhr
Modul: KK 1 KV1 KK3
Beginn: 08.04.2009
Raum: 1/205
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Dr. Teresa Pinheiro
Das Seminar verfolgt ein doppeltes Ziel. Inhaltlich soll es Kenntnisse über die Migrationsbewegungen aus Spanien und Portugal nach Deutschland vermitteln: von den Anwerbungsverträgen der 1960er Jahre bis zur gegenwärtigen Verankerung der iberischen Einwanderung in die deutsche Erinnerungspolitik (etwa durch Gedenkveranstaltungen und Musealisierung). Methodisch bietet das Seminar eine Gelegenheit, diskursanalytische Instrumentarien kennen zu lernen und an der Analyse von Migrationsdiskursen zu erproben.
Das Hauptaugenmerk der zu vermittelnden soft skills liegt in diesem Seminar auf dem Halten wissenschaftlicher Vorträge.
Scheinerwerb: Informationen zum Scheinerwerb erhalten Sie in der ersten Veranstaltung.
Zeit: Mo. 11:30-13:00 Uhr
Modul: KK 1 KV1 KK3
Beginn: 06.04.2009
Raum: 2/HS21
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Jörg Seidel M.A.
Das Seminar behandelt Konstruktionen von Identität und der Umgang mit Alterität in der DDR. In Vorbereitung auf die Analyse ausgewählter Beispiele werden in den ersten Sitzungen die kulturwissenschaftlichen Grundlagen geklärt: Wie wird Identität konstruiert? Welche Rolle spielt die Eigen- und Fremdwahrnehmung? Welchen politischen Einfluß hat das kulturelle und das kommunikative Gedächtnis? Inwiefern ist Alterität wichtig für das Selbstbild? Während des gesamten Bestehens der DDR (in der Ära Ulbricht sowie ab 1971 unter Honecker) war die Propaganda darauf gerichtet, eine genuine DDR-Identität zu konstruieren. Anfänglich wurden dazu noch bestimmte Gründungsmythen herangezogen und instrumentalisiert. Diese waren der inhärente Anti-Faschismus der DDR-Gesellschaft, die Überlegenheit des internationalen Sozialismus sowie ein friedliebender Patriotismus. Diese drei Säulen der Konstruktion von Identität orientierten sich in ihrer Ausrichtung an einer Abgrenzung zu dem anderen deutschen Staat, der BRD. Mit dem Wirken Honeckers ergab sich aus der neuen Ausrichtung der Außen- sowie Wirtschafts- und Sozialpolitik auch eine Veränderung in der Propaganda hinsichtlich der DDR-Identität. Mit der Zunahme des außenpolitischen Engagement besonders in ehemaligen Kolonialländern Afrikas ergab sich auch die Notwendigkeit sich in der DDR intensiver mit dem Fremden auseinanderzusetzen. Die erhöhte Präsenz von Gastarbeitern und Lehrlingen aus Ländern wie Mosambik, Angola oder Cuba erzeugte in der Bevölkerung nicht unbedingt den von der Regierung erhofften toleranten Umgang. Fremdenfeindlichkeit und Ablehnung stellen die Wirksamkeit der eingesetzten Propagandamittel in Frage.
Zeit: Do. 9:15-10:45 Uhr
Raum: D101
Anmeldung: joerg.seidel@...
Dr. Teresa Pinheiro
Ob man unter "Kulturwissenschaft(en)" nun ein neues Fach oder einen fächerübergreifenden Theoriewandel versteht: Tatsache ist, dass die Kulturwissenschaften über keinen Konsens bildenden Kanon an theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätzen verfügen. Die Vorlesung bietet Studierenden der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Fächer eine Orientierung in diesem komplexen, aber auch spannenden Wissenschaftsfeld.
Die Vorlesung verfolgt eine zweifache Zielsetzung. Zum einen werden jene Tendenzen im angelsächsischen und im deutschsprachigen wissenschaftlichen Kontext seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgezeigt, die für das Verständnis der heutigen Hochkonjunktur von "Kultur" als Untersuchungsgegenstand und von "Kulturwissenschaft(en)" als Wissenschaftsfeld beitragen. Zum anderen werden einige der Ansätze und Themen vorgestellt, die die heutige kulturwissenschaftliche Arbeit prägen und bereichern.
Empfohlene Literatur zum Einstieg: Böhme, H. u.a. (Hgg.). Orientierung Kulturwissenschaft. Reinbek bei Hamburg, 22002; Bachmann-Medick. Cultural Turns. Reinbek bei Hamburg, 2006.
Scheinerwerb: Regelmäßige und aktive Teilnahme und Klausur.
Zeit: Mo. 9:15-10:45
Beginn: 14. April 2008
Raum: 2/D221
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Dr. Teresa Pinheiro
Obwohl Portugal und Spanien zuweilen eine bis zum Ende der Diktaturen des 20. Jahrhunderts andauernde Abkehr von Europa zugeschrieben wird, haben iberische Denker im Laufe der Jahrhunderte eine europäische Identität Spaniens und Portugals reflektiert und dabei Europakonzepte entworfen, die aufgrund ihrer Aktualität überraschen. Die Arbeit in diesem Seminar ist solchen Konzepten einer europäischen Iberia gewidmet. Auf der Basis einer gemeinsam erarbeiteten theoretischen und methodischen Grundlage werden einzelne dieser Entwürfe analysiert und gedeutet. Um ihre Bedeutung zu verstehen, werden der historische Kontext, in dem solche Entwürfe entstanden sind, berücksichtigt und die Verschränkungen zwischen nationaler und europäischer Identität untersucht. Das Hauptaugenmerk der zu vermittelnden soft skills in diesem Seminar wird auf das Verfassen und Überarbeiten wissenschaftlicher Texte gelegt.
Das Seminar ist für alle interessierten Studierenden offen; Spanisch- oder Portugiesischkenntnisse werden begrüßt, sind aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.
Scheinerwerb: Regelmäßige und aktive Teilnahme und Referat.
Zeit: Mo. 11:30-13:00
Beginn: 14. April 2008
Raum: 2/SR9
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Dr. Teresa Pinheiro
In der Übung soll das Wissen der Vorlesung Theorien der Kulturwissenschaften durch Lektüren von Grundlagentexten gefestigt und vertieft werden. Die Teilnahme an der Vorlesung ist für die Übung empfehlenswert, jedoch nicht zwingend.
Die Übung kann nach Absprache mit der Dozentin auch als Seminar anerkannt werden. Nähere Informationen erhalten Sie in der ersten Sitzung.
Scheinerwerb: Regelmäßige und aktive Teilnahme und Klausur.
Zeit: Mi. 13:45-15:15
Beginn: 16. April 2008
Raum: 2/N005
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Jörg Seidel M.A.
Das Seminar beschäftigt sich mit der gesamtdeutschen Erinnerungskultur bezüglich der DDR und dem Umgang mit dem kulturellen Erbe von der Wende bis jetzt. Analysegrundlage sind zwei verschiedene Arten von Quellen. Einerseits die Autobiografien verschiedener DDR-Kulturschaffender (Manfred Krug, Bernd Lutz Lange, Eberhard Esche etc.), andererseits Filme die nach der Wende 1989 gedreht wurden und in der DDR spielen (NVA, Goodbye Lenin, Das Leben der Anderen etc.). Untersucht werden soll auf welche Art und Weise das Bild der DDR durch diese Werke geprägt wird und welchen Mechanismen die DDR-Erinnerungskultur unterliegt. Die Aneignung theoretischer Grundlagen der Erinnerungskultur soll es auch erlauben, Phänomene wie die "Ostalgie"-Welle im identitätsstiftenden Diskurs zu verorten.
Scheinerwerb: Regelmäßige und aktive Teilnahme und Referat.
Zeit: Do. 9:15-10:45
Raum: 2/SR8
Anmeldung: joerg.seidel@...
Dr. Teresa Pinheiro
Die Veranstaltung soll einen Einstieg in das Studium der Kulturen und Gesellschaften der iberischen Staaten vermitteln. Die Iberische Halbinsel, die oft als eine kulturelle Einheit „jenseits der Pyrenäen“ wahrgenommen wird, besteht in Wirklichkeit aus zwei Staaten, aus zahlreichen Regionen mit Autonomiestatus und aus historischen Regionen mit eigenen Identitätskonstruktionen und mit eigenen Sprachen. Der iberische Raum birgt also in sich Strukturen sowohl von Einheit als auch von Vielfalt, wie sie ebenso für Europa gelten.
Ein historischer Überblick zeichnet gemeinsame und getrennte Wege nach, die Portugal und Spanien im Laufe der Geschichte eingeschlagen haben: die frühe Konsolidierung Portugals im Zuge der Reconquista, die mit der späteren Entstehung Spaniens als ein Verbund verschiedener Königreiche kontrastiert; die überseeische Expansion beider Länder ab dem 15. Jahrhundert; die Vereinigung der spanischen und portugiesischen Kronen unter Philipp II.; die langen Diktaturen Francos und Salazars im 20. Jahrhundert; der spanische Bürgerkrieg, dessen Ende mit dem Beginn des Franco-Regimes zusammenfiel, und der portugiesische Kolonialkrieg, der mit dem Ende der Diktatur Salazars koinzidiert; der gemeinsame Beitritt zur EU.
Diese Ereignisse werden nicht als „exaktes“ historisches Wissen vermittelt, sondern bewusst im Hinblick auf ihre heutige öffentliche Rezeption und damit als Wege, die spanische und die portugiesische Gesellschaft heute zu verstehen.
Zeit: Mo. 11:30-13.00
Beginn: 15.10.2007
Raum: 4/102
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Dr. Teresa Pinheiro
Yo no sóc espanyol ist der Titel eines Buches von 1999 des katalanischen Schriftstellers Victor Alexandre, in dem der Autor durch Interviews mit bekannten Persönlichkeiten des katalanischsprachigen Kulturlebens über die katalanische Identität reflektiert. Heute scheint die Frage nach den Identitätsbildungen in den historischen Regionen Spaniens – Galizien, Baskenland und Katalonien – aber auch in anderen autonomen Gemeinschaften besondere Brisanz zu haben. Im Jahre 2006 löste die Reform des Autonomiestatuts Kataloniens eine nationale Debatte aus, u.a. aufgrund der dort enthaltenen Definition Kataloniens als Nation. Im selben Jahr erhielt Katalonien eine eigene Internetdomäne unter .cat. Im Jahre 2007 wird die katalanische Kultur das Schwerpunktthema der Frankfurter Buchmesse sein. Die baskische Terrororganisation ETA beendet ihrerseits im selben Jahr den Waffenstillstand.
Zentrales Thema des Seminars ist das Spannungsverhältnis zwischen regionaler Autonomie und Zentralismus in Spanien. Die Geschichte der einzelnen Regionen sowie ihres Verhältnisses zum Zentralstaat werden herangezogen, um das heutige Verhältnis zwischen den autonomen Gemeinschaften und dem spanischen Zentralstaat zu verstehen. Darüber hinaus werden gegenwärtige Tendenzen der Sprach- und Kulturpolitik diskutiert und gegebenenfalls mit dem deutschen Föderalstaat verglichen. Das Hauptaugenmerk der zu vermittelnden soft skills in diesem Seminar wird auf die mündliche Präsentation mit medialer Unterstützung gerichtet.
Im Rahmen des Seminars wird am 13.10.2007 eine Exkursion zur Frankfurter Buchmesse organisiert.
Zeit: Mi. 11:30-13:00
Beginn: 10.10.2007
Raum: 2/N101
Anmeldung für Seminar und Exkursion: teresa.pinheiro@...
Jörg Seidel M.A.
Das Hauptaugenmerk des Seminars liegt auf der kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit medialen Artefakten der DDR und der Untersuchung ihrer nachhaltigen Auswirkung auf das kulturelle Gedächtnis der Deutschen. Zu untersuchende Artefakte entstammen verschiedenen Bereichen des Alltags in der letzten deutschen Diktatur wie z.B. das Leben in Massenorganisationen (Pionierlieder, Militärmärsche), der Umgang mit dem totalitären Staat (Stasi-Dokumente, Samisdatliteratur), Propaganda und Mythen (Film „5 Patronenhülsen“), Jugendkulturen (Beat, Gammler) etc. Die Analyse und Interpretation der Artefakte soll Hinführen zum Erkennen der Spezifika des Selbstverständnisses der DDR-Bürger und ermöglichen, zwischen individualistischem Selbstbild und propagandistisch vermittelten Eindrücken abzugrenzen. Dafür werden verschiedene kulturwissenschaftliche Modelle vorgestellt und eingesetzt.
Zeit: Mo. 13:45-15:15
Beginn: 15.10.2007
Raum: 4/204
Anmeldung: joerg.seidel@...
Zur Seminarteilnahme ist eine Voranmeldung beim Dozenten zwingend erforderlich.
Dr. Teresa Pinheiro
Ob man unter „Kulturwissenschaft(en)“ nun ein neues Fach oder einen fächerübergreifenden Theoriewandel versteht, Tatsache ist, dass die Kulturwissenschaften über keinen Konsens bildenden Kanon an theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätzen verfügen. Die Vorlesung bietet Studierenden der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Fächer eine Orientierung in diesem komplexen, aber auch spannenden Wissenschaftsfeld.
Die Vorlesung verfolgt eine zweifache Zielsetzung. Zum einen werden jene Tendenzen im angelsächsischen und im deutschsprachigen wissenschaftlichen Kontext seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgezeigt, die für das Verständnis der heutigen Hochkonjunktur von „Kultur“ als Untersuchungsgegenstand und von „Kulturwissenschaft(en)“ als Wissenschaftsfeld beitragen. Zum anderen werden einige der Ansätze und Themen vorgestellt, die die heutige kulturwissenschaftliche Arbeit prägen und bereichern.
Empfohlene Literatur zum Einstieg: Böhme, H. u.a. (Hgg.). Orientierung Kulturwissenschaft. Reinbek bei Hamburg, 2002 ; Bachmann-Medick. Cultural Turns. Reinbek bei Hamburg, 2006.
Scheinerwerb: regelmäßige und aktive Teilnahme und Klausur
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Zeit: Mo. 9.15 bis 10.45 Uhr (Beginn: 16. April)
Raum: 2/HS21
Dr. Teresa Pinheiro
In diesem Seminar werden die im Blockseminar im Sommersemester 2006 erworbenen theoretischen Grundlagen zur Erforschung von Erinnerung und das während der Exkursion nach Portugal im September 2006 gewonnene Material zu portugiesischen Erinnerungspraktiken zu einem Projekt vereint. Das Ziel des Projekts ist eine Online-Publikation zum Thema „Topographie portugiesischer Erinnerungspraxis“. Die Seminarteilnehmer/innen werden gemeinsam das Fotomaterial auswerten und die Begleittexte verfassen.
Da eine Publikation der Texte angestrebt wird, soll das Hauptaugenmerk der zu vermittelnden soft skills in diesem Seminar auf das Verfassen und Überarbeiten wissenschaftlicher Texte gerichtet werden.
Das Seminar ist für alle interessierten Studierenden offen; der Besuch der genannten vorbereitenden Lehrveranstaltungen ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.
Scheinerwerb: regelmäßige und aktive Teilnahme und Referat
Anmeldung: teresa.pinheiro@...
Zeit: Mi. 11.30 bis 13.00 Uhr (Beginn: 11. April)
Raum: 2/SR17
MA. Jörg Seidel
Das Proseminar „Medien und Propaganda“ unterliegt einer inhaltlichen Zweiteilung. In den ersten sechs Treffen werden „Klassiker“ der Medienphilosophie vorgestellt und diskutiert. Die Spanne reicht von Texten zur menschlichen Kommunikation mittels Medien (Flusser) über Betrachtungen des Diskurses (Foucault) hin zu der Verbindung von Sprache und Macht (Bourdieu, Barthes). Die Diskussion der Texte zielt auf die Erarbeitung eines theoretischen Grundverständnisses der gegenseitigen Beeinflussung von Menschen, Medien und Macht – und welche Rolle der Propaganda dabei zufällt.
Im zweiten Teil verschiebt sich das Augenmerk auf einen Aspekt des jüngsten Kapitels deutscher Geschichte, der Rolle der Medien in der DDR. Das im ersten Teil des Seminars erworbene Wissen um die Struktur von Massenbeeinflussung durch Medien wird angewendet auf konkrete Beispiele aus dem Alltag der DDR. Leittexte geben Hinweise auf die in der DDR praktizierte Zensur und Propaganda, und des daraus resultierenden subversiven Widerstandes gegen die Kontrollbemühungen der Behörden. Der praktische Anteil in jeder Sitzung ist die Analyse von Propagandadokumenten aus der DDR-Presse und dem DDR-Fernsehen sowie von Zensurbeispielen aus Literatur und Musik.
Scheinerwerb: regelmäßige und aktive Teilnahme und Referat (für Teilnahmeschein) bzw. regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat und Hausarbeit (für Leistungsnachweis)
Textgrundlage: Vor der ersten Sitzung (16.04.2007) wird ein Reader im Copy-Shop Kettler erhältlich sein.
Anmeldung: joerg.seidel@...
Zeit: Mo. 13.45 bis 15.15 Uhr (Beginn: 16. April)
Raum: 4/204
Prof. Dr. Magdalena Fonseca
The aim of this „Übung“ is to give the students methodologies to operationize the measurement of the regional disparities between European Regions in order to assess them and evaluate the performance of the different territories, namely the Objective 1 regions and other regions under EU support programmes. It is well known that wide disparities persist between EU countries and regions and many regions need assistance as well as people need to access education and training all over the European territory. Since the Single Market definition, a cohesion policy has been applied to tackle disparities although not always successfully.
The students will essencially build databases with social and economic indicators for level NUT III regions, based on Eurostat statistics and the countries agencies. The average of the EU15 and EU25 will be taken into account as well as the countries averages and standard deviations, max. and min. values. Typologies will also be developed in order to compare different European regions. All the databases will look similar, with indicators in rows and regions in columns. The most recent values and data will be selected. A wide range of results from the different parts of Europe is expected.
The development of indicators (social and economic ones) from statistical data and the research on different sources are very important tasks for future professionals in European institutions. The most important part of the work will enhance the Lisbon Agenda and the indicators of the European knowledge economy.
As a starting point the indicators will cover the following subjects and domains: territory, population, aging, education, employment and unemployment, activities, services, equipments, accessibility, information and communication technologies, innovation, among other relevant topics for the selected NUT III Regions.
Each student has to select 4 to 6 NUT III Regions from different Member States (EU15 and EU25) and there is also the possibility to work the data from Turkey, Russia and Ucrania. There will be oral presentations of the results and comments in each session. The students will compare their databases, change information and present new indicators they have developed during the week. Students will be evaluated for their presence and participation in the sessions and they will prepare a written report with the databases, comments and conclusions.
Anmeldung: Madalena.Fonseca@...
Beginn: 17.10.2006
Zeit: Di. 11.30 - 13.00 Uhr
Raum: 338 RH/41 (Raumänderung bitte beachten!)
Sitzungskonzept
Main Sources & Literature
Prof. Dr. Magdalena Fonseca
This course is designed for undergraduate students from European Studies and Intercultural Communication. The focus is the Iberian Peninsula – Spain and Portugal – in the European Union (EU). Other European case studies will be however considered in some topics. Content covers the most relevant problems faced by the two countries to enhance growth, development and convergence with the other EU Member States. It is a Seminar-style class. All students are expected to read the selected literature, join the class discussion, participate in a group project with their individual papers, report on the class the midterm results and present the final paper. Students will define a research topic, prepare the research proposal and plan. They will present a paper – Referate - with a standard structure: title, aims of the research, background, research problem, empirical findings, expected results, outline of methods and selected literature. Monographs from Spanish and Portuguese regions or cities are accepted although more complex problems will be encouraged.
The classes will include lectures and discussion, readings assignments, individual reports, oral presentations and group work. Each session will cover a specific topic. Inside the different themes, the students will choose their research topic although other possibilities are accepted. Case studies, texts and other material for discussion will be presented.
By the end of the course, students will be able to understand and evaluate the current regional development policy of the two countries in the frame of the EU, to understand the regional policy in the nest programming period (2007-2013) and to assess the level a convergence or divergence of the EU peripheral regions.
The core themes of the Seminar are:
1. The Iberian Peninsula meets the Lisbon Agenda: Innovation policies
2. New and Old Peripheries of EU (The impact of the east enlargement of 2004 on the Iberian Peninsula)
3. Globalization (The Iberian countries in the EU and international division of labour context)
4. Urban renewal (Mega projects and urban renewal case studies from Spain and Portugal: Madrid, Bilbao, Barcelona, Lisbon and Porto)
5. Institutional frame and Regional Development (Multi-level Governance, Devolution and Regional Development)
6. Cultural and sport events as economic dynamic policies (Olympic Games Barcelona, Expo Sevilla, Expo Lisbon, European Culture)
7. Migrations (Migrations within the EU and from the outside, through the gateways of the Iberian countries)
Anmeldung: Madalena.Fonseca@...
Beginn: 18.10.2006
Zeit: Mi. 11.30 - 13.00 Uhr
Raum: 2/SR9
Downloads (als PDF-Dateien):
- Sitzungskonzept
- Referatsthemen
- Literatur zu den Referaten
- Literaturliste zum Seminar
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(Vorbereitung auf die Exkursion „Ehrendes Gedächtnis, Schatten der Vergangenheit:
Portugiesische Erinnerungsorte“ vom 24. bis zum 30.9.2006)
Dr. Teresa Pinheiro
Am 1.1.2006 feierten Portugal und Spanien ihre 20-jährige Mitgliedschaft in der
Europäischen Union. Dem Jubiläum wurde weder in der Öffentlichkeit der beiden
Länder noch im Ausland besondere Aufmerksamkeit geschenkt, denn die Zugehörigkeit der
iberischen Staaten zur europäischen Familie gilt heute als eine Selbstverständlichkeit.
Dies war jedoch nicht immer so. Insbesondere die diktatorischen Regimes von Francisco Franco in
Spanien und Oliveira Salazar in Portugal bemühten sich um eine politische, wirtschaftliche und
kulturelle Distanzierung von Europa.
Im Mittelpunkt des Seminars wird das komplexe Verhältnis der beiden Staaten zu Europa und
zur Europäischen Union im Laufe des 20. Jahrhunderts stehen – ein Verhältnis, das
sich zwischen beiden Extremen der Abkehr und der Euroeuphorie bewegte.
Das Seminar dient als Vorbereitung für die Exkursion „Ehrendes Gedächtnis,
Schatten der Vergangenheit: Portugiesische Erinnerungsorte“, die vom 24. bis zum 30.
September 2006 in Portugal stattfinden wird. Es ist zugleich für alle Studierenden der BEUST
und IKK offen, unabhängig davon, ob diese an der Exkursion teilnehmen.
Downloads (Stand vom 11.06.06):
- Referatsverteilung und Zeitablauf
- Bibliographie
- Powerpoint-Präsentation: Vortragstechniken
Präsentationen der Teilnehmer/innen zum Downloaden (Stand vom 18.07.06):
- Die Europapolitik des Estado Novo
- Die Europapolitik des Franquismus
- Portugals Weg in die EU
- Spaniens Weg in die EU
- Portugal heute
- Ya somos Europeos! Spanien heute
- Maurice Halbwachs
- Die Rezeption von Halbwachs in Deutschland
- Pierre Noras lieux de mémoire
- Die Rezeption von Pierre Nora in Deutschland
- Musealisierung von Orten als Erinnerungsarbeit
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Dr. Teresa Pinheiro
Das Thema des kollektiven Gedächtnisses erlebt im Europa des beginnenden 21. Jahrhunderts eine Hochkonjunktur. Das allmähliche Verschwinden der Augenzeugen des Spanischen Bürgerkriegs, des 2. Weltkriegs oder des Holocaust führen in vielen Ländern Europas zu einer öffentlichen Debatte um polarisierende historische Ereignisse und damit zu einer Neuverhandlung des kulturellen Gedächtnisses.
Portugal scheint hierbei eine Ausnahme zu sein. Weder das lange diktatorische Regime von Oliveira Salazar mit den Verbrechen der Staatspolizei PIDE, noch der von 1961 bis 1974 andauernde Kolonialkrieg in Angola, Guinea-Bissau und Mosambik erlangen in der Öffentlichkeit besondere Aufmerksamkeit.
Die Exkursion dient dem Aufspüren portugiesischer Erinnerungskultur(en). An welche Geschehnisse wird in Portugal durch Gedenkstätten, Denkmäler, Museen oder Feiertage erinnert? Wie werden darin Diktatur und Kolonialkrieg dargestellt? Muss man für Portugal eine kollektive Amnesie hinsichtlich bestimmter Themen diagnostizieren? Nach einer Beschäftigung auf theoretischer Ebene mit den Konzepten des kollektiven Gedächtnisses und der Erinnerungsorte im Seminar „Portugal und Spanien – 20 Jahre Europa“ werden die Teilnehmer der Exkursion durch selbst gehaltene Referate, die Besichtigung bedeutender Monumente und Denkmäler und Gespräche vor Ort auf diese Fragen Antworten suchen.
Voraussetzung: Teilnahme am Blockseminar „Portugal und Spanien – 20 Jahre Europa“
Scheinerwerb: Teilnahme und Referat (während der Exkursion) oder Exkursionsbericht / Mitgestaltung einer Webseite (nach der Exkursion).
Zeit: 24.9.-30.9.2006
Anmeldung: teresa.pinheiro@... (bis 30.4.2006)
Vorbesprechung für das Seminar und die Exkursion: 5.4.2006 um 13:45 Uhr in Raum 2/NK 004.
Downloads (aktualisiert am 10.04.2006):
- Exkursionsplan
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Dr. Teresa Pinheiro
Die Veranstaltung soll einen Einstieg in das Studium der Kulturen und Gesellschaften der iberischen Staaten vermitteln. Die Iberische Halbinsel, die oft als eine kulturelle Einheit 'jenseits der Pyrenäen' wahrgenommen wird, besteht in Wirklichkeit aus zwei Staaten, aus zahlreichen Regionen mit Autonomiestatus und aus einer noch größeren Anzahl von historischen Regionen mit eigenen Identitätskonstruktionen und mit eigenen Sprachen. Der iberische Raum birgt also in sich Strukturen sowohl von Einheit als auch von Vielfalt, wie sie ebenso für Europa gelten.
Ein historischer Überblick zeichnet die gemeinsamen und die getrennten Wege nach, die
Portugal und Spanien im Laufe der Geschichte eingeschlagen haben: die frühe Konsolidierung
Portugals im Zuge der Reconquista, die mit der späteren Entstehung Spaniens als ein
Verbund verschiedener Königreiche kontrastiert; die überseeische Expansion beider
Länder ab dem 15. Jahrhundert; die Vereinigung der spanischen und portugiesischen Kronen unter
Phillipp II.; die langen Diktaturen Francos und Salazars im 20. Jahrhundert; der spanische
Bürgerkrieg, dessen Ende mit dem Beginn des Franco-Regimes zusammenfiel, und der
portugiesische Kolonialkrieg, der mit dem Ende der Dikatur Salazars koinzidiert; der gemeinsame
Beitritt zur EU. Diese Ereignisse werden im Hinblick auf ihre heutige Verarbeitung und damit als
Wege behandelt, die spanische und die portugiesische Gesellschaft heute zu verstehen. Diese
einführende Veranstaltung vermittelt somit eine wichtige Grundlage für die
Beschäftigung mit kulturwissenschaftlichen Themen zur Iberischen Halbinsel.
Dr. Teresa Pinheiro
Die Migration ist ein wichtiger Bestandteil portugiesischer und spanischer kollektiver Erinnerung. Insbesondere die Auswanderungswelle, die ab den 1960er Jahren Arbeitsuchende vor allem nach Frankreich und Deutschland gebracht hat, hat das Selbstverständnis der beiden Länder lange geprägt. Mit dem EU-Beitritt Spaniens und Portugals 1986 und der darauf folgenden Verbesserung der Lebensstandards in beiden Ländern scheint sich das Phänomen umgekehrt zu haben. Nicht nur ließ in Portugal und Spanien die Auswanderung seit Mitte der 1980er Jahre stark nach, sondern die Einwanderung in diese Länder steigt seitdem kontinuierlich an. Die iberischen Staaten sind nun nicht mehr Aus-, sondern Einwanderungsländer. Dieses Selbstverständnis wird gestärkt durch die europäische Migrationspolitik (sowohl Spanien als auch Portugal bilden Außengrenzen Europas) und die Osterweiterung, die eine neue Einwanderungsgruppe in die iberischen Staaten gebracht hat.
In diesem Seminar steht die Entwicklung der iberischen Staaten von Aus- zu Einwanderungsländern im Mittelpunkt. Es gilt in erster Linie, die Auswanderungsbewegungen Spaniens und Portugals im 20. Jahrhundert nachzuzeichnen und sie vor dem politischen Kontext der iberischen Diktaturen und vor dem europäischen Kontext der Nachkriegszeit zu verstehen. In einem zweiten Moment wird es um die aktuelle Lage in den iberischen Staaten gehen. Die Einwanderungspolitik der beiden Länder soll ebenso erörtert werden wie die Probleme, mit denen sich Immigranten aufgrund ihrer Herkunft konfrontiert sehen.
Die Beschäftigung mit der portugiesischen und spanischen Migrationsgeschichte des 20.
Jahrhunderts wird von theoretischen Grundlagentexten der aktuellen Migrationsforschung flankiert.
Die Beschäftigung mit Migrationstheorien soll den Blick auf aktuelle Entwicklungen
schärfen und dazu beitragen, methodische Verfahren der Untersuchung von
Migrationsphänomenen auszuproben.
Dr. Teresa Pinheiro
Das Proseminar beschäftigt sich mit der ‚Entdeckung' und Kolonisierung Südamerikas durch Portugal und Spanien im 16. Jahrhundert, nicht jedoch aus einer historischen, son-dern aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive. In ausgewählten portugiesischen und spanischen Eroberungschroniken, Reiseberichten oder Briefen werden Formen der Darstellung der südamerikanischen Indianer untersucht (vor allem darin Christoph Kolumbus' Bordbuch und Pêro Vaz de Caminhas Brief über die Entdeckung Brasiliens). Die Analyse wird durch die Fragen geleitet, welchen Umgang mit Fremdheit solche Darstellungsformen erkennen lassen und ob sie einen ‚mentalen Kolonisationsprozess' vorangetrieben haben. Die Analyse der Quellen wird von ausgesuchten Grundlagentexten der postcolonial studies theoretisch flankiert (Tzvetan Todorov, Stephen Greenblatt, Homi Bhabha, James Clifford, u.a.), so dass zugleich eine Auseinandersetzung mit dieser Forschungsrichtung angeboten wird.
Die Arbeit an den Texten ist in methodischer Hinsicht eine Übung in kulturhermeneuti-scher
Textanalyse: Durch herkömmliche Praktiken der Sprachanalyse werden die Texte zunächst
strukturell untersucht und anschließend in ihrem jeweiligen Entstehungskontext interpretiert.
In den Referaten und Hausarbeiten sollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die konkrete
Textanalyse mit den aus der Lektüre theoretischer Texte ermittelten Fragestellungen in
Beziehung setzen oder eigene, originelle Frageperspektiven entwickeln. Der Qualität von
Vortrag und schriftlicher Darstellung wird besondere Beachtung geschenkt.
Dr. Teresa Pinheiro
Das Hauptseminar beschäftigt sich zunächst auf einer theoretischen Ebene mit dem Konzept der kollektiven Identität. Anhand von Grundlagentexten der sozialpsychologischen und der kulturwissenschaftlichen Forschung werden die Probleme und die analytischen Möglichkeiten des Konzepts reflektiert. Der Begriff wird dann für eine Kulturanalyse operativ gemacht, die in den Referaten und Hausarbeiten erprobt wird.
Die konkreten Untersuchungen sollen Konstruktionen kollektiver Identität auf der Iberischen
Halbinsel dingfest machen. Diese finden sich in Form bewusster Auseinandersetzungen mit der
nationalen Identität in den Werken portugiesischer und spanischer Intellektueller (Ortega y
Gasset, Menéndez Pidal, Miguel de Unamuno, Julián Marías, Eduardo
Lurenço), aber auch in indirekten Inszenierungen kulturellen Selbstverständnisses.
Hierzu gehören unterschiedliche Formen der Repräsentation im Film, in der Literatur, in
der Architektur, in öffentlichen Reden, in der offiziellen Erinnerungskultur, usw. Die
Auseinandersetzung mit dem Material wird von folgenden Fragen geleitet: Wie werden in Portugal und
in Spanien nationale und regionale Identitäten konstruiert und inszeniert? Welche Rolle
spielen darin Europa und der iberische Nachbar (im Falle nationaler Identitäten) bzw. der
Staat (bei regionalen Identitätskonstrukten)? Welcher Wandel lässt sich bei solchen
Identitätskonstruktionen feststellen?
Dr. Teresa Pinheiro
Die Veranstaltung soll einen Einstieg in das Studium der Kulturen und Gesellschaften der iberischen Staaten vermitteln. Die Iberische Halbinsel, die oft als eine kulturelle Einheit "jenseits der Pyrenäen" wahrgenommen wird, besteht in Wirklichkeit aus zwei Staaten, aus zahlreichen Regionen mit Autonomiestatus und aus einer noch größeren Anzahl von historischen Regionen mit eigenen Identitätskonstruktionen und mit eigenen Sprachen. Der iberische Raum birgt also in sich Strukturen sowohl von Einheit als auch von Vielfalt, wie sie ebenso für Europa gelten.
Ein historischer Überblick zeichnet gemeinsame und getrennte Wege nach, die Portugal und
Spanien im Laufe der Geschichte eingeschlagen haben: die frühe Konsolidierung Portugals im
Zuge der Reconquista, die mit der späteren Entstehung Spaniens als ein Verbund verschiedener
Königreiche kontrastiert; die überseeische Expansion beider Länder ab dem 15.
Jahrhundert; die Vereinigung der spanischen und portugiesischen Kronen unter Philipp II.; die
langen Diktaturen Francos und Salazars im 20. Jahrhundert; der spanische Bürgerkrieg, dessen
Ende mit dem Beginn des Franco-Regimes zusammenfiel, und der portugiesische Kolonialkrieg, der mit
dem Ende der Diktatur Salazars koinzidiert; der gemeinsame Beitritt zur EU. Diese Ereignisse werden
nicht als "exaktes" historisches Wissen vermittelt, sondern bewusst im Hinblick auf ihre
heutige öffentliche Rezeption und damit als Wege, die spanische und die portugiesische
Gesellschaft heute zu verstehen.
Dr. Teresa Pinheiro
Das Seminar soll in das Thema der kulturellen Stereotype einführen. Die Lektüre und Analyse ausgewählter deutscher Reiseberichte und Reiseführer zu Spanien und Portugal (und umgekehrt) werden ermöglichen, wiederkehrende, verallgemeinernde Formen der Darstellung fremder Regionen als kulturelle Stereotype zu identifizieren und über ihre Funktion zu reflektieren. Von diesem Ausgangspunkt aus werden theoretische Texte besprochen, die aus den Gebieten der Imagologie, der Stereotypen- und der Alteritätsforschung Erkenntnisse über den Umgang mit dem Fremden zusammentragen.
Da es sich um ein Seminar im Grundstudium handelt, wird der Vermittlung von methodischen
Fertigkeiten besondere Bedeutung beigemessen. Dazu gehören Techniken der Textanalyse, das
gezielte Exzerpieren wissenschaftlicher Texte und das mündliche Referieren wissenschaftlicher
Sachverhalte.