Vorrangig werden Inhalte thematisiert, die sich mit den räumlichen Strukturen und Entwicklungen vor allem in Europa bzw. einzelner Länder dieses Kontinents – unter besonderer Berücksichtigung Ostmitteleuropas – beschäftigen. Diese werden aus geographischer Perspektive dargestellt und interpretiert. Im Rahmen der „Allgemeinen Sozial- und Wirtschaftsgeographie“ stehen die besonders relevanten Teildisziplinen im Vordergrund des Interesses. Hierzu zählen u.a. sowohl die Bevölkerungs-, Stadt- und Politische Geographie als auch die Agrar-, Industrie- und Dienstleistungsgeographie. In Ergänzung dazu orientiert sich die „Angewandte Geographie“ an den praxisrelevanten Fragestellungen der Raumordnung und Raumplanung. Dabei werden die Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung einbezogen, wobei in erster Linie anwendungsbezogene Themen dominieren. Nicht zuletzt hat die „Regionale Geographie“ die Aufgabe, räumliche Aspekte auf den verschiedensten Ebenen (Europa, Deutschland, Sachsen usw.) darzulegen und zu verdeutlichen. Auf diese Weise können sich die Studierenden exemplarisch ein profundes raumbezogenes Wissen in regionaler und lokaler Hinsicht aneignen, das sie zudem lernen, auf andere Beispiele zu übertragen.
Das Modul soll den Studierenden, aufbauend auf den im ersten Studium erworbenen Europakompetenzen, grundlegende und tiefgehende Kenntnisse der sozial- und wirtschaftsgeographischen Strukturen Europas vermitteln, sie in den Stand versetzen, sich aktiv und reflektiert mit den wesentlichen raumrelevanten Aspekten des europäischen Integrationsprozesses auseinander zu setzen, wissenschaftlich fundiert dazu Stellung zu nehmen und selbständig originelle Lösungen für auftretende Fragen zu entwickeln. Hierdurch sollen die Absolventen auf anspruchsvolle Tätigkeiten mit Bezug zur europäischen Integration vorbereitet werden.
Das Modul umfasst einen Arbeitsaufwand der Studierenden von 360 AS. Dem entsprechend werden in dem Modul 12 credits erworben.
Die Vermittlungsformen des Moduls (vgl. § 4 Studienordnung) ergeben sich aus dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis des jeweiligen Semesters.
Die dem Modul zugewiesenen credits werden durch die erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls und das Bestehen der Modulprüfung erworben (vgl. § 7 Abs. 1–3 Prüfungsordnung).
Die Modulprüfung besteht aus zwei Teilprüfungen in Form von zwei wissenschaftlichen Hausarbeiten. Die Note ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Noten beiden Hausarbeiten
In jedem Wintersemester werden Lehrveranstaltungen im Umfang von 180 AS / 6 credits angeboten. Bei regulärem Studienverlauf erstreckt sich das Modul somit auf zwei Wintersemester.