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STUBE Sachsen

Studienbegleitprogramm für Studierende aus
Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa

Herbstakademie
Werkstatt
StuBe Saarland

STUBE Sachsen
www.infozentrum-dresden.de/stube
c/o Ökumenisches Informationszentrum Dresden e.V. (ÖIZ)
Barbara Irmer
Kreuzstr.7
01067 Dresden

Telefon: 0351/4923365
Fax: 0351/4923360
email: Stube@infozentrum-dresden.de

StuBe Sachsen ist ein studienergänzendes Begleitprogramm für ausländische Studierende. Mit Wochenendveranstaltungen, Studientagen, Werkstätten und dem Angebot der Zwischenheimreisen sollen Fragen der Reintegration behandelt und geklärt werden.
Die Veranstaltungen sind interdisziplinär, entwicklungspolitisch und praxisorientiert und werden gefördert durch das Wissenschaftsministerium und die Arbeitsgemeinschaft Kirchl Entwicklungsdienste

Ihr Ansprechpartner von "STUBE" in Chemnitz ist

Internationales Universitätskolleg
Str. der Nationen 62, Zimmer 003c
Frau Auerbach
Tel. 531 1632


StuBe organisiert

Entwicklungspolitische Herbstakademie

Wege ins 21. Jahrhundert
1.-5. Oktober 1999 in Leipzig
"Wie wird es weitergehen? Welches Gesicht wird die Zukunft haben - die ganz persönliche Zukunft, aber auch die Zukunft der Heimatregion?"
Dicht vor dem markanten Jahreswechsel ins nächste Jahrhundert werden solche Fragen oft gestellt.

Trotz der besonderen Situation von ausländischen Studierenden teilen sie mit deutschen die Möglichkeit und Chance, den Weg der Gesellschaft ihrer Region ins 21. Jh. mitzugestalten.

Die entwicklungspolitische Herbstakademie will versuchen, die Frage nach der Zukunft aus der Haltung aktiv gestaltender TeilnehmerInnen zu stellen: Auf welche Zukunft wollen wir zugehen?

Insgesamt ist das Konzept ausgerichtet an dem Bild des Weges ins 21. Jahrhundert: Im ersten Teil steht die Frage nach dem Ziel des Weges im Mittelpunkt: Wahrung der Menschenrechte und Nachhaltige Entwicklung sind ganz zentrale Forderungen aller UN-Konferenzen der letzten Jahre. Sie sollen der Diskussion um den Weg die Orientierung geben.

Im zweiten Teil wir in drei kritischen Bereichen Friedenssicherung, Ressourcenverwendung und Grundbedürfnissicherung nach Lösungswegen gefragt und gesucht.

Bei der Frage nach der Umsetzung der Ziele im letzten Teil der Herbstakademie kommt der Stärkung der Zivilgesellschaft durch die Partizipation der Menschen eine große Bedeutung zu. Wie können Studierende sich an diesem Prozeß beteiligen ?
Ab Herbst 1999 ist eine Stube-Homepage vorgesehen. In einem Mini-Workshop am Ende der Veranstaltung wollen wir in diesem Rahmen Ergebnisse zur Vernetzung von Informationen und Initiativen erarbeiten.

Selbstverständlich bietet sich den TeilnehmerInnen die Möglichkeit zu VertreterInnen von Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit Kontakt aufzunehmen.

Die Einladung zur Herbstakademie richtet sich an alle Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Südosteuropa und an deutsche Studierende, die an den Fragen zur Zukunft ihrer Heimatregion ein Interesse haben und nach Möglichkeit suchen, das Gesicht der Zukunft mitzubestimmen.

Anmeldung mit Vordruck (verfügbar bei MUKU und im akademischen auslandsamt) bis zum 6. September 1999.


StuBe Seminar

Die Rolle der Frauen in Beruf und Gesellschaft
25.-27. Juni 1999 in Hohenstein-Ernstthal (Nähe Chemnitz)
Auf der Erde müssen insgesamt rund 1.3 Milliarden Menschen mit weniger als 1 US Dollar täglich auskommen, 70% von ihnen sind Frauen!
Weltweit gibt es rund 885 Millionen Analphabeten, davon sind 2/3 Frauen! An den Folgen von Schwangerschaft und Geburt sterben jährlich rund 585000 Frauen - aufgrund mangelnder Gesundheitsversorgung!
Nur knapp 12% aller Sitze in nationalen Parlamenten haben Frauen inne.

Die Zahlen zeigen: Frauen haben einen geringeren Zugang zu Bildung und Beruf, leben generell in größerer materieller Unsicherheit und Armut und haben einen viel kleineren Anteil an politischer und gesellschaftlicher Mitbestimmung.
Das Seminar will versuchen, die Situation der Frauen differenziert zu analysieren und nach Strategien der Gleichberechtigung fragen, besonders im Blick auf die Herkunftländer der Studierenden. Dabei sollen nicht zuletzt auch die unmittelbaren Erfahrungen der TeilnehmerInnen mit eingebracht werden.

Ausländische Studierende sind während ihres Studiums in der BRD konfrontiert mit anderen Traditionen und Wertmaßstäben - nicht selten betrifft das auch die Bedeutung der Geschlechterrollen, deren Folgen und Konsequenzen, vor allem für die Frauen.
Das ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit den eigenen und fremden Wertmaßstäben und unterschiedlichen Traditionen. Die Rückkehr in die Heimatregion ist oft begleitet von der Frage: "Kann und soll ich den Erwartungen an meine Rolle als Mann oder Frau entsprechen?"
Das Seminar will versuchen, Erfahrungen zu sammeln, Probleme sichtbar werden zu lassen, zu benennen und zu diskutieren. Nicht zuletzt sollen anhand von positiven Beispiele hoffnungsvolle Ansätze gezeigt werden.

Das Seminar richtet sich an Frauen, weil sie unmittelbar von der fehlenden Gleichberechtigung betroffen sind. Das Seminar richtet sich aber auch an interessierten Männer, weil eine wachsende Gleichberechtigung für beide, Frauen und Männer, einen Gewinn bringt.
Anmeldungsformulare liegen MUKU und dem akademischen Auslandsamt vor.


StuBe Seminar

Themen der Globalisierung: Verflechtung und Vernetzung
7.-9. Mai 1999 in Leipzig
Die weltweite Verflechtung von Wirtschaftsbeziehungen und die Bedeutung von globalen Finanzstrukturen ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Gleichzeitig hat auf dem Gebiet der Kommunikation ein Schub der der globalen Vernetzung mittels neuer Medien, besonders des Internet, eingesetzt.

Beide Entwicklungen im Rahmen der Globalisierung werden Folgen haben für die einzelnen Gesellschaften, Chancen bieten und Risiken in sich bergen. Ausländische Studierende als spätere VerantwortungsträgerInnen in Ihren Ländern können den Weg ihrer Gesellschaft mitbestimmen.
Das Seminar will versuchen, zu beiden Aspekten der Globalisierung Informationen anzubieten, um anschließend die Chancen und Risiken zu diskutieren. Dabei sollen besonders 2 Themen genauer dargestellt und diskutiert werden:


Miteinander oder Gegeneinander


Vom 22.-24. Januar 1999 organisiert StuBe Sachsen das Wochenendseminar Miteinander oder Gegeneinander, Die Rolle von unterschiedlicher Religion und Kultur in Hohenstein-Ernstthal (Nähe Chemnitz).

Anmeldungen mit Vordruck per Fax oder Brief bis zum 16. Januar. Formulare sind beim akademischen Auslandsamt erhätlich.

Zahlreiche Konflikte in Krisenregionen der Welt werden vielfach zurückgeführt auf (instrumentalisierte) religiöse und kulturelle Unterschiede, oft auch eine tiefgreifende Unvereinbarkeit von unterschiedlichen Kulturen und Religionen.

Gleichzeitig gehen Religion- und Kulturforscher aber davon aus, daß allen Religionen und kulturellen Wurzeln eine Gemeinsamkeit zugrunde liegt, die in einem grundsätzlichen Weltethos zusammengefaßt werden kann und auf dessen Grundlage sich ein gemeinsames praktisches Handeln zur Überwindung von Konflikten und Krisen bauen läßt. Diese Deutung hat in den letzten Jahren eine große Zustimmung gefunden.
In einer immer vernetzter werdenden Welt hängt von der Klärung dieser Frage nicht zuletzt die Haltung und Einstellung jedes einzelnen gegenüber den eigenen und den anderen Ursprüngen und Wertesysteme ab.
Gibt es eine gemeinsame Basis für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, für gemeinsame Leitbilder von Frieden und Gerechtigkeit?

Mit fachkundigen ReferentInnen soll darüber nachgedacht und diskutiert werden, wie eine Instrumentalisierung von Unterschieden verhindert werden kann und wie gemeinsame Wurzeln zur Überwindung von Konflikten und zur Stärkung positiver Ziele genutzt werden können.

Der Rahmen für die konkrete Diskussion soll möglichst offen bleiben und sich an den Interessen der TeilnehmerInnen orientieren.

Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen und Hochschulen, die ein Interesse an diesen Fragen haben.


Planung 1999

Seminare:
Globalisierung
Vorteile, Nachteile, Risiken, Chancen.
Die Rolle der Frauen in der Wirtschaft und Gesellschaft
vorbereitende Arbeit in einer Arbeitsgruppe
Welche (Aus-)Bildund brauchen wir?
im Stil einer Zukunftswerkstatt
Rassismus, überall auf der Welt?!
Tribalismus, Rassismus, ethnisch (instrumentalisierte) Konflikte
Rückkehr, aber wie?
Rückkehrhilfen. Vorstellung der Programme

StuBe-Tag

Vom Studium in Deutschland zum Beruf in der Heimatregion

Welche Unterstützung können Hochschulen und Entwicklungszusammenarbeit bieten? 17. April 1999 in Leipzig, Villa Tillmanns, Wächterstr. 30


Der StuBe-Tag bietet Studierenden und Angehörigen der Hochschulen die Möglichkeit, zu der besonderen Situation ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen und den daraus entstehenden Fragen ins Gespräch zu kommen.
Er soll gegenseitig informieren, die Studiensituation und die Reintegration ausländischer Studierender aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa verbessern helfen.

Anmeldeformulare liegen MUKU und das Akademische Auslandsamt vor.

Programmablauf

9.30 UhrBegrüßung
9.40 Uhr Stube-Information
10.00 Uhr Positive Aspekte des Ausländerstudiums im internationalen Vergleich
Vertreter des SMWK, Dresden;
Dr. Herold, Uni Leipzig
12.00 Uhr Mittagspause
13.00 Uhr Studienabschlußarbeiten als Chance zum beruflichen Einstieg im Heimatland
Prof. Hortsch, TU Dresden
14.00 Uhr Der Beitrag der GTZ zur beruflichen Wiedereingliederung von ausländischen Studierenden
Dr. v.Richter GTZ, Eschborn
15.30 Uhr Kaffepause
16.00 Uhr Beispiele von Masterarbeiten mit Feldforschung
2 Studierende, je ca. 20 min, anschl. Auswertung mit GTZ, Prof. Hortsch
18.00 Uhr Ende der Veranstaltung


StuBe Werkstatt

Angepaßte Technologien und Probleme der Wassernutzung
Vom 28. Februar bis 4. März 1999 organisiert StuBe in Zusammenarbeit mit artefact e.V. die Werkstatt in Glücksburg/Ostsee. Die Stube-Werkstatt kostet insgesamt DM 25,-. Dieser Betrag ist bei der Anmeldung zu überweisen.

Anmeldeformulare liegen MUKU und das Akademische Auslandsamt vor. Es entstehen für die Teilnahme, die Übernachtungen und die volle Verpflegung keine weitere Kosten. Die Kosten für die Fahrt werden am Tagungsort zurückerstattet (Fahrkarten mitbringen). Für StuBe Sachsen stehen insgesamt 11 Plätze zur Verfügung.

Die kritiklose Orientierung an westlichen Entwicklungsstandards hat in vielen Länder zu hoher Auslandsverschuldung, zur Vernachlässigung der ländlichen Regionen und eigener Kulturtechniken geführt.
Welche Möglichkeiten haben auslädische Studierende in Deutschland, Anstöße f¨r sozial und wirtschaftlich verträlichere Lösungen zu geben?
Die Kenntnisse zu angepaßten Technologien wie die Nutzung von Solar- und Windenergie sind genauso hilfreich wie die Verbesserung der Wassernutzung um ökologische und ökonomische Alternativen entwickeln zu können.

Auf lokaler Ebene sind die Probleme und Chancen oft weitgehend unbekannt. Vielfach fehlen Erfahrungen über Techniken zur Verbesserung des Lebensstandards mit standortgerechten Resourchen.

Konkrete Handlungsfelder aus den Bereichen Wassermanagement und Nutzungsmöglichkeiten der Wind-, Solar- und Wasserkraft werden praxisorientiert und mit dem notwendigen fachlichen Know-how vermittelt, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Entscheidungskriterien zum Technologieeinsatz in ihren heimatländern an die Hand zu geben.

Die StuBe-Werkstatt ist interdisziplinär und richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen.
Das Tagungshaus an der deutsch-dänischen Ostseeküste hat selbst durch Solar- und Windkraft, Regenwassernutzung, Pflanzenkläranlage, Solarpumpen u.a. ein beispielhaftes Wasser- und Energieversorgungskonzept realisiert. Das Seminar findet zusammen mit dem Studienbegleitprogramm in Magdeburg statt.


Leben, Lernen, Arbeiten: zwischen Heimat und Fremde


Vom 27.-29. November 1998 organisiert StuBe Sachsen das Wochenendseminar Leben, Lernen, Arbeiten: zwischen Heimat und Fremde in Hohenstein-Ernstthal (Nähe Chemnitz).

Anmeldungen mit Vordruck per Fax oder Brief bis zum 20. November. Formulare sind beim akademischen Auslandsamt erhätlich.

Ausländische Studierende in Deutschland haben durch die besondere Bedingungen ihres Studiums, wie auch durch die große geographische und kulturelle Entfernung zu ihrer Heimatregion eine Vielzahl von Fragen und Problemen zu bewältigen.

Nicht selten beschreiben Studierende ihre Situation in Deutschland als ein Leben in doppelter Fremdheit: als Fremde in diesem Land, aber auch fremd geworden gegenüber der eigenen Tradition. Wie kann diese Situation möglichst gut bewätigt werden?

Die eigenen Ziele und Erwartungen an das Studium und den Abschluß sind in der Studien- und Lebenssituation hier nicht einfach zu erreichen. Die Erwartungen der Verwandten und Freunde sind spürbar. Wie damit umgehehen?

Die Rückkehr in die Heimatregion nach dem Studium erfordert nützliche Kontakte für den beruflichen Start. Welche Organisationen können von Deutschland aus dafür eine (auch finanzielle) Hilfe geben?

Neben den Schwierigkeiten hat die Situation ausländischer Studierender sicher auch Chancen: Das Neue in Deutschland und die eigene Tradition zu prüfen. Welche Anregungen und Impulse sind für die Zukunft wichtig?

Solche und ähnliche Fragen sollen an diesem Wochenende im Mittelpunkt stehen.