Professur Schweißtechnik






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Willkommen auf der Homepage der
Professur Schweißtechnik

Mit einem ganzheitlichen Forschungsansatz schlägt die Professur Schweißtechnik eine Brücke von den zu verbindenden Werkstoffen über die Fügetechnologien bis hin zu den Eigenschaften gefügter Bauteile. Wir sind sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung aktiv und engagieren uns in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten aber auch in direkten bilateralen Kooperationen mit Industriepartnern.

Mit den angebotenen Lehrveranstaltungen in Bachelor-, Master-, und Diplomstudiengängen bieten wir unseren Studierenden aus mehreren Fachrichtungen eine moderne, gezielt abgestimmte und vor allem praxisrelevante Ausbildung im Bereich der Fügetechnik. Durch die Vermittlung von Fachpraktika und industriebezogenen Abschlussarbeiten fungieren wir außerdem als direkte Schnittstelle zwischen Industrie und den zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieuren.

Machen sie sich auf unserer Homepage ein Bild über unsere Aktivitäten und wir würden uns freuen, Sie als Student oder als Forschungspartner an unserer Professur begrüßen zu dürfen.

Univ.-Prof.Dipl.-Ing.Dr.techn. Peter Mayr

 

Vorstellung


Tiefe Einblicke in Schweißverbindungen durch NeutronenbeschussGeschrieben am: 01.02.2012
Der Einsatz neuer Werkstoffe erfordert auch neue Verarbeitungsstrategien. Dies ist auch für die Entwicklung thermischer Kraftwerke der Zukunft erforderlich, in denen - etwa zur Steigerung des Wirkungsgrades - Bauteile immer höheren Temperaturen und Kräften ausgesetzt werden. Ein Team um Prof. Dr. Peter Mayr, Leiter der Professur Schweißtechnik der Technischen Universität Chemnitz, sucht deshalb nach Wegen, Schweißverbindungen von warmfesten Stählen beständiger gegen Hitze und mechanische Belastungen zu gestalten.

Kürzlich hatte das Team bestehend aus Forschern der TU Chemnitz und der TU Graz (Österreich) die Möglichkeit, tiefe Einblicke in geschweißte Bauteile zu erhalten. Am Oak Ridge National Laboratory (ORNL) im amerikanischen Tennessee konnten die Wissenschaftler mehrere Tage die Neutronenstrahlquelle SNS (Spallation Neutron Source) nutzen. In dieser Großforschungseinrichtung wird ein Neutronenstrahl von extrem hoher Energie erzeugt und in das Diffraktometer VULCAN übertragen. Dort durchdringt der Neutronenstrahl die Probe und wird durch Wechselwirkungen abgelenkt. Detektoren können dies messen und so lassen sich Aussagen über Atomabstände, Gefüge und Spannungen im Bauteil treffen. Der Neutronenstrahl am ORNL ist dabei das einzige Werkzeug, welches so tief in den Werkstoff eindringen kann, dass Messungen von höchster Qualität auch an dickwandigen Bauteilen vorgenommen werden können. In 96 Messstunden am VULCAN konnten die Forscher Daten sammeln, die so noch nie vorlagen und somit auch in der knappen Zeit ein neues Kapitel in der Untersuchung von Fügeverbindungen aufschlagen. Die Aufarbeitung der gesammelten enormen Datenmenge ist nun eine große Herausforderung und erfolgt in einer Kooperation zwischen der TU Chemnitz, der TU Graz und dem ORNL.

Die Nutzung dieser hochmodernen Forschungsanlage ist hoch begehrt und wird nach strengen Auswahlverfahren nur ausgewählten Forschergruppen ermöglicht. Auf dem Gebiet der Schweißtechnik leistet die TU Chemnitz damit in Deutschland Pionierarbeit. Die nun aufgestoßene Tür soll genutzt werden, um eine engere Zusammenarbeit zwischen der TU Chemnitz und dem ORNL zu etablieren. Weitere Messungen sind bereits für 2012 in Vorbereitung. Die Professur Schweißtechnik kann sich durch diese Aktivitäten auf dem Gebiet der Grundlagenforschung profilieren und letztendlich einen Beitrag zur Entwicklung von hocheffizienten thermischen Kraftwerken der Zukunft liefern.

(Original Artikel)
Die Neutronen Spallationsquelle SNS am Oak Ridge National Laboratory in den USA zählt zu den modernsten Einrichtungen, die für Materialforschungen genutzt werden. Auch die Chemnitzer Schweißtechniker profitieren davon. Foto: Oak Ridge National Laboratory (ORNL)

Der Untersuchungen mit Hilfe der Neutronenstrahlquelle SNS erfolgten durch eine Gruppe aus Wissenschaftlern des Oak Ridge National Laboratory, der TU Chemnitz und der TU Graz. Vordere Reihe (v.l.): Wei Zhang, Ph.D., Ke An, Ph.D. (ORNL), Prof. Dr. Peter Mayr (TU Chemnitz), hintere Reihe (v.l.): Christian Schlacher (TU Graz) und Frank Podlesak (TU Chemnitz).

Studenten lassen die Funken fliegenGeschrieben am: 27.10.2011
Die DVS Studentengruppe des Bezirksverbandes Chemnitz ermöglichte TU-Studenten eine Tagungsteilnahme in Hamburg - Anmeldeschluss für weitere Exkursionen im Wintersemester ist am 28. Oktober 2011

Ende September fand das diesjährige fügetechnische Großereignis des DVS - Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. in Hamburg statt. In den insgesamt acht Tagungen standen für die Fachbesucher über 300 Fachvorträge zur Auswahl. Die Vorträge aus Industrie und Handwerk informierten über aktuelle und individuelle Fachthemen. In den Fachvorträgen aus Forschung und Entwicklung wurden neueste Erkenntnisse präsentiert. Dabei lag der Schwerpunkt der Referate in der Wissensvermittlung. Durch das Zukunftsprojekt "Studenten und Young Professionals" des DVS e.V. und die Unterstützung der Professur Schweißtechnik der TU Chemnitz war es dieses Jahr möglich, sechs Studenten der Fachrichtung Maschinenbau nach Hamburg zu delegieren.

Für die Studenten und Mitglieder der DVS Studentengruppe ergab sich die Gelegenheit, Kontakte zu Firmen aus dem Bereich der Schweiß- und Fügetechnik zu knüpfen sowie sich einen Überblick über die vielfältigen Bereiche der Schweiß- und Schneidtechnik zu verschaffen. Denn begleitend zum DVS Congress 2011 fand erstmalig die DVS Expo statt. Die Fachausstellung bot Branchenspezialisten die ideale Plattform, sich in einem einzigartigen Umfeld zu präsentieren. Eckart Schirmer, Student der TU Chemnitz und Mitglied der DVS Studentengruppe des Bezirksverband Chemnitz: "Der Congress gab mir einige interessante Einblicke in die aktuelle Forschung, Entwicklung und Anwendung der Schweißtechnik. Außerdem war es eine gute Gelegenheit für mich, potenzielle Praktikumsbetriebe anzusprechen und mit den Ausstellern über ihre Arbeit zu sprechen." Alexander Nitsche, ebenfalls Student der TU Chemnitz, hatte die Möglichkeit die Ergebnisse seiner Projektarbeit zum Thema: "WIG Stichlochschweißen mit gepulsten Prozessgasströmen" im Rahmen des DVS-Studentenkongresses einem Fachpublikum vorzustellen. "Für mich war es eine große Erfahrung und Bereicherung meine Forschungsergebnisse vor einem Fachpublikum zu präsentieren. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, zahlreiche Vorträge aus dem Bereich der Verfahrenstechnik zu besuchen und somit weitere Anregungen für meine Abschlussarbeit zu sammeln", so Nitsche.

Im Wintersemester 2011/2012 bietet der DVS Studenten wieder zwei Praxisworkshops bei Unternehmen der Fügetechnik an. Die Themen "Stabelektrodenherstellung" und "Löttechnik" stehen im Herbst dieses Jahres auf dem Programm. Am 10. und 11. November 2011 geht es zum Stabelektrodenhersteller "Böhler Schweisstechnik Deutschland GmbH" nach Hamm. Am 1. und 2. Dezember 2011 lädt die Firma "Trainalytics GmbH" in Lippstadt zu einem Besuch ein. Die Teilnehmer bekommen bei den DVS-Praxisworkshops Einblicke in die Praxis der Fügetechnik, lernen Innovationen kennen und können viele Verfahren zum Teil selbst ausprobieren. Da es nur eine begrenzte Anzahl an Exkursionsplätzen gibt, sollten sich interessierte TU-Studenten bis 28. Oktober 2011 bei Stefan Brumm anmelden.

Weitere Informationen zu den Praxisworkshops gibt es unter: http://www.die-verbindungs-spezialisten.de

Artikel auf der TU Homepage

Die DVS-Studentengruppe des Bezirksverbandes Chemnitz freut sich auch im Wintersemester über neue Mitstreiter. Foto: André Hälsig