Professur Arbeitswissenschaft

Analyse und Klassifikation von Einflussfaktoren der Komplexität und deren Auswirkungen auf den Menschen

Vor dem Hintergrund immer kürzer werdender Produktlebenszyklen, steigender Variantenvielfallt, zunehmender Verdichtung von Arbeitsinhalten und gesteigerter Produktivitätsanforderungen sehen sich die Unternehmen der Automobilindustrie für den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit dazu veranlasst Maßnahmen zu initiieren, um die gestiegene Komplexität in den Produktionsabläufen zu reduzieren.
Die geänderten Produktionsbedingungen führen zu neuen Aufgaben- und Anforderungssituationen für die in den Prozessen tätigen Menschen.
Besonders die deutliche Zunahme der Arbeitsfolgen pro Arbeitstakt, die sich nicht nur auf Serientätigkeiten bezieht, sondern vor allem derivate- und variantenspezifische Sondertätigkeiten umfassen, lässt einen Anstieg psychischer Belastung des Mitarbeiters erwarten, da dieser immer wieder umdenken und Entscheidungen treffen muss. Nicht zuletzt aufgrund des demographischen Wandels stellt sich die Frage, wie viel Komplexität der Mitarbeiter bewältigen kann und wo das Optimum im Hinblick auf die Arbeitsproduktivität liegt.

Aufgabenstellung
  • Analyse der Einflussfaktoren (Belastungsgrößen), an denen man Über- bzw. Unterforderung des Mitarbeiters „festmachen“ kann
  • Klassifikation der Belastungsgrößen inklusive deren arbeitswissenschaftliche Auswirkungen auf den Menschen
  • Analyse und Klassifikation des Einflusses belastungsbegrenzender Faktoren (z.B. durch Produktionsassistenzsysteme)


Profil/Kenntnisse

Studenten des Maschinenbaus, der Psychologie, des Wirtschaftsingenieurwesens.
Arbeitswissenschaftliche Grundkenntnisse sind zwingend erforderlich.


Masterarbeit/ Diplomarbeit/

Ort: Audi AG Ingolstadt
Ansprechpartner
Dr.-Ing. Mathias Keil