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Wirtschaftsmathematik (Bachelor / Master of Science)

Regelstudienzeit:
  • für das Bachelor-Studium: 6 Semester
  • für das Master-Studium: 4 Semester
Studienbeginn:
  • für das Bachelor-Studium: in der Regel zum Wintersemester
  • für das Master-Studium: Winter- oder Sommersemester
Voraussetzungen:
  • für das Bachelor-Studium: allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur) oder Meisterprüfung oder als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung
  • für das Master-Studium: Bachelor-Abschluss in Wirtschaftsathematik oder vergleichbarer Abschluss

Bewerbung

Für diesen Studiengang gibt es keine Zulassungsbeschränkung. Die Bewerbung erfolgt online. Von dort geht es weiter zum Punkt Bachelor/Master zulassungsfrei. Das auszuwählende Studienfach heißt "Mathematik (Komb. Studg.)". (Für die Master-Phase muss als "Form des Studiums" die Option "konsekutiver Master" aus der Auswahlliste gewählt werden.) Die Auswahl, ob es Mathematik (mit Nebenfach), Mathematik mit vertiefter Informatik, Technomathematik, Finanzmathematik oder Wirtschaftsmathematik sein soll, erfolgt später unbürokratisch nach Studienbeginn.
Bewerben kann man sich jeweils bis kurz vor Beginn des Semesters. Zum Wintersemester 2014/15 (Vorlesungsbeginn Oktober 2014) endet die reguläre Bewerbungsfrist am 19.09.2014, siehe Semestertermine.
Ein Wechsel von / zu einer der anderen Studienrichtungen Mathematik (mit Nebenfach), Mathematik mit vertiefter Informatik, Technomathematik oder Finanzmathematik während des Studiums ist prinzipiell möglich. Zu beachten sind dabei die Besonderheiten des Technischen Anwendungsfaches bzw. des Nebenfaches der anderen Studienrichtungen. Eine Studienberatung wird empfohlen.

Vom Bachelor zum Master

Entscheidet man sich bereits während des Bachelor-Studiums, das Studium als Master-Studium im kombinierten Bachelor-/Masterstudiengang fortzuführen, so kann man bereits während der Bachelor-Phase Lehrveranstaltungen des Masterstudiums belegen, deren erfolgreicher Abschluss im Master-Studium anerkannt wird. Diese Regelung verhindert Verzögerungen im zeitlichen Ablauf des Studiums, die sonst bei der Organisation des Übergangs vom Bachelor- zum Master-Studium entstehen können. Diese Flexibilität im Studienaufbau gestattet natürlich auch die Durchführung eines oder mehrerer Auslandssemester.

Bachelor-Studium Wirtschaftsmathematik

Auch dieses Studium baut auf einer soliden mathematischen Grundausbildung sowie den wichtigsten Grundlagen der Informatik auf. Zur Ausbildung in den Wirtschaftswissenschaften gehören allgemeine Grundlagen in der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie im Rechnungswesen. Zu belegen sind die Veranstaltungen Einführung in das Recht, Grundlagen des Rechnungswesens und Mikroökonomie. Darüber hinaus ist eines der folgenden Angebote zu wählen:
  • Angebot 1: Makroökonomie, Grundlagen der Finanzierung und Investitionsrechnung, Grundlagen der Produktionswirtschaft und des Marketing
  • Angebot 2: Vektoranalysis, Grundlagen der Finanzierung und Investitionsrechnung, Grundlagen der Produktionswirtschaft und des Marketing
  • Angebot 3: Vektoranalysis, Grundlagen der Finanzierung, Makroökonomie, Grundlagen der Produktionswirtschaft.
Die TU Chemnitz bietet ein breites Spektrum an Vorlesungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften an, deren Besuch auch für den Wirtschaftsmathematiker empfehlenswert ist. Der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen bildet darüber hinaus eine wichtige Voraussetzung für eine spätere erfolgreiche Tätigkeit unter den Bedingungen eines globalen Arbeitsmarktes.
Die Bachelor-Arbeit kann auf den Inhalten eines 6-wöchigen Betriebspraktikums aufbauen. Sie wird in der Regel im 6. Semester geschrieben.

Master-Studium Wirtschaftsmathematik

Das Masterstudium besteht aus einem umfangreichen Wahlpflichtangebot aus Vertiefungsmodulen zur mathematischen Breitenausbildung, Wirtschaftsmathematik sowie Informatik und Wirtschaftswissenschaften. Innerhalb der Wirtschafsmathematik stehen beispielsweise Veranstaltungen zur Optimierung/Operations Research oder Stochastik/Finanzmathematik zur Auswahl. In den Wirtschaftswissenschaften werden u.a. Veranstaltungen zum BGB, HGB sowie zu berufsfeldorientierte Lehrveranstaltungen angeboten.
Das Studium wird mit der Master-Arbeit abgeschlossen, die in der Regel im 4. Semester des Master-Studiums angefertigt wird.

Bachelor-Studium Wirtschaftsmathematik Studienablaufplan

1. bis 5. Sem. Basismodule (104–110 LP)
1. bis 4. Sem. Informatik und Wirtschaftswissenschaften (42–48 LP)
5. bis 6. Sem. Vertiefung und Ergänzung (16 LP)
6. Sem. Bachelor-Arbeit (12 LP)

Master-Studium Wirtschaftsmathematik Studienablaufplan

1. bis 3. Sem. Hauptseminar (4 LP)
1. bis 3. Sem. Vertiefung (62–86 LP)
(Mathematische Breitenbildung, Wirtschaftsmathematik, Informatik und Wirtschaftswissenschaftenmathematical broad study, business mathematics, computer science, business administration)
1. bis 3. Sem. Ergänzung (0–24 LP)
(z.B. Fremdsprachen, Softwarepraktikum)
4. Sem. Master-Arbeit (30 LP)
Wirtschaftsmathematiker sind für die meisten innovativen Unternehmen unverzichtbar. Sie finden ihre erstklassigen Berufschancen vorwiegend in praktisch orientierten Einsatzfeldern, besonders bei
  • Versicherungen, Banken und Sparkassen
  • Planungsabteilungen der Industrie und des öffentlichen Dienstes
  • Softwarefirmen und Unternehmensberatungen
  • Internetfirmen und Finanzdienstleistern.
Wirtschaftsmathematiker können vielfältige Aufgaben wahrnehmen, von der Modellierung und optimalen Gestaltung wirtschaftlicher und soziologischer Prozesse über die Produktentwicklung im Finanz- und Versicherungswesen bis hin zu Marktforschung und Consulting. Bei entsprechenden Voraussetzungen ist auch eine wissenschaftliche Laufbahn an Hochschuleinrichtungen oder Forschungsinstituten möglich.
Studiendokumente Sonstiges
Studienberater
Studienberatung Wirtschaftsmathematik Prof. Dr. Bernd Luderer
bernd.luderer@mathematik.tu-chemnitz.de
Telefon: +49 371 531 22320

Kleines Glossar "Wirtschaftsmathematik"

Finanzmathematik bewertet Zahlungsströme unter Berücksichtigung von Zinsen sowie der Zeit; vor allem die Optionsbewertung, die tiefliegende mathematische Hilfsmittel erfordert, hat enorm an Bedeutung gewonnen
Optimierung auf Netzen befasst sich mit Eigenschaften von aus Ecken und Kanten bestehenden Gebilden, den Graphen; löst z. B. das Problem des maximalen Flusses (Durchlassfähigkeit) und des kürzesten (kostengünstigsten) Weges
Investment Banking is what Investment Bankers do
Kryptologie Entwicklung und Bewertung von Verschlüsselungsverfahren zum Schutz von Daten; moderne Anwendungen z. B. im E-Commerce
Logistik optimale Gestaltung von Transport- und Verkehrsvorgängen
Mehrzieloptimierung sucht nach Kompromisslösungen, die bei Einhaltung von Restriktionen mehrere Zielfunktionen gleichzeitig möglichst gut erfüllen
Numerische Mathematik liefert Methoden und Algorithmen zur numerischen Berechnung der Werte mathematischer Objekte und zur Lösung von Grundaufgaben der Mathematik
Optimierung sucht nach Extremwerten einer Funktion unter einzuhaltenden Nebenbedingungen in Gleichungs- und/oder Ungleichungsform
Spieltheorie beschreibt strategische Spiele, d. h. Situationen, in denen der Ausgang von den Entscheidungen mehrerer Personen, den Spielern, abhängt und die Interessenlage nur teilweise kooperativ bzw. sogar konträr ist. Ziel ist es, die für einen Spieler optimale Spielstrategie zu finden. Anwendungsgebiete: Produktions- und Preistheorie, politische und militärische Planung, Wettbewerb um Absatzmärkte
Statistik Mathematische Erfassung und Auswertung von zufälligen Ereignissen; statistische Methoden treffen Aussagen über Massenerscheinungen und sind mit einer (abschätzbaren) Unsicherheit behaftet
Versicherungsmathematik stellt die mathematischen, vor allem wahrscheinlichkeitstheoretischen Grundlagen für die Lebens- und Sachversicherung bereit
Zeitreihenanalyse Zerlegung einer Folge von Variablen (Zeitreihe) in ihre Komponenten mit dem Ziel, langfristige Trends und mittel- oder kurzfristige Schwankungen zu erkennen