Wirtschaftsmathematik (im kombinierten Bachelor-/Master-Studiengang)
| Bachelorstudium: | Voraussetzung: | in der Regel allgemeine Hochschulreife | |
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| Regelstudienzeit: | 6 Semester | |||
| Abschluss: | Bachelor of Science (B.Sc.) | |||
| Studienbeginn: | in der Regel Wintersemester | |||
| Masterstudium: | Voraussetzung: | in der Regel Bachelor of Science in Mathematik | ||
| Regelstudienzeit: | 4 Semester | |||
| Abschluss: | Master of Science (M.Sc.) | |||
| Studienbeginn: | Wintersemester, Sommersemester |
Vom Bachelor zum Master:
Entscheidet man sich bereits während des Bachelorstudiums, das Studium als Masterstudium im kombinierten Bachelor-/Masterstudiengang fortzuführen, so kann man während des Bachelorstudiums Lehrveranstaltungen des Masterstudiums belegen, deren erfolgreicher Abschluss im Masterstudium anerkannt wird. Diese Regelung verhindert Verzögerungen im zeitlichen Ablauf des Studiums, die sonst bei der Organisation des Übergangs vom Bachelor- zum Masterstudium entstehen könnten. Die Flexibilität im Studienaufbau gestattet die Durchführung eines Auslandssemesters.
Die Entwicklung in Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft lassen auch in Zukunft einen großen Bedarf an anwendungsorientierten, leistungsbereiten Mathematikabsolventen erwarten.
Wirtschaftsmathematiker finden ihre beruflichen, vorwiegend praktisch orientierten Einsatzfeld besonders bei:
- Versicherungen, Banken und Sparkassen
- Planungsabteilungen der Industrie und des öffentlichen Dienstes
- Softwarefirmen und Unternehmensberatungen
- Internetfirmen und Finanzdienstleistern
Sie können vielfältige Aufgaben wahrnehmen, von der Modellierung und optimalen Gestaltung wirtschaftlicher und soziologischer Prozesse über die Produktentwicklung im Finanz- und Versicherungswesen bis hin zu Marktforschung und Consulting.
Bei entsprechenden Voraussetzungen ist auch eine wissenschaftliche Laufbahn an Hochschuleinrichtungen oder Forschungsinstituten möglich.
Das Studium gliedert sich in:
- Bachelorstudium (6 Semester) und
- Masterstudium (4 Semester).
Im Bachelorstudium lernen die Studenten die wichtigsten Zweige der
reinen und angewandten Mathematik kennen. Die Grundausbildung umfasst daher Basismodule im Umfang von 68 LP aus folgenden Bereichen:
- Analysis
- Linear Algebra und analytische Geometrie
- Optimierung
- Stochastik
- Numerische Mathematik
- Gewöhnliche Differentialgleichungen
Daneben müssen weitere 36 LP aus dem Bereich der spezifischen Basismodule der Mathematik nachgewiesen werden:
- Algebra
- Funktionalanalysis
- Mathematische Statistik
- Angewandte Statistik
- Proseminar Wirtschafts- und Finanzmathematik
- Diskrete Optimierung oder Nichtlineare Optimierung
Im spezifischen Basismodul Informatik werden mit folgenden Veranstaltungen 15 LP erworben:
- Informatik I
- Informatik II
- Datenbanken Grundlagen
Zur Ausbildung in den Wirtschaftswissenschaften gehören allgemeine Grundlagen in der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie im Rechnungswesen. Dazu ergeben die spezifischen Basismodule der Wirtschaftswissenschaften weitere 15 LP:
- Einführung in das Recht
- Grundlagen des Rechnungswesens
- Mikroökonomie
Daneben werden weitere 18 LP aus dem Wahlpflichtbereich spezifische Basismodule gefordert. Folgende Angebote stehen zur Wahl:
- Angebot 1:
- Makroökonomie
- Grundlagen der Finanzierung und Investitionsrechnung
- Grundlagen der Produktionswirtschaft und des Marketing
- Angebot 2:
- Vektoranalysis
- Grundlagen der Finanzierung und Investitionsrechnung
- Grundlagen der Produktionswirtschaft und des Marketing
- Angebot 3:
- Vektoranalysis
- Grundlagen der Finanzierung
- Makroökonomie
- Grundlagen der Produktionswirtschaft
Die Technische Universität bietet ein breites Spektrum an Vorlesungen
in den Geistes- und Sozialwissenschaften, deren Besuch auch für den
Wirtschaftsmathematiker empfehlenswert ist.
Der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen bildet eine wichtige Voraussetzung für eine spätere erfolgreiche Tätigkeit unter den Bedingungen eines globalen Arbeitsmarktes.
Die Bachelorarbeit während eines 6-wöchigen Betriebspraktikums wird in der Regel im 6. Semester geschrieben.
Ein Wechsel von / zu einer der anderen Studienrichtungen Mathematik, Mathematik mit vertiefter Informatik, Technomathematik oder Finanzmathematik während des Bachelor-Studiums ist prinzipiell möglich. Zu beachten sind dabei die Besonderheiten des Technischen Anwendungsfaches bzw. des Nebenfaches der anderen Studienrichtungen.
Im Masterstudium sind Lehrveranstaltungen aus den Vertiefungsmodulen zur mathematischen Breitenausbildung und der Wirtschaftsmathematik mit jeweils mindestens 16 LP sowie der Informatik und der Wirtschaftswissenschaften mit jeweils mindestens 15 LP zu besuchen, wobei in jedem der aufgezählten Bereiche Wahlmöglichkeiten im Rahmen der Wahlpflichtausbildung bestehen.
Folgende Veranstaltungen stehen im Vertiefungsmodul mathematische Breitenausbildung zur Verfügung
- Funktionentheorie
- Analysis partieller Differentialgleichungen
- Differentialgeometrie
- Darstellungstheorie
- Einführung in die Diskrete Mathematik
- Graphentheorie
- Ausgewählte Kapitel der Analysis
- Hilbertraummethoden
- Inverse Probleme
- Konvexe Analysis
- Kryptologie/Datensicherheit
- Nichteuklidische Geometrien
- Numerik gewöhnlicher Differentialgleichungen
- Numerik partieller Differentialgleichungen
- Numerische Lineare Algebra
- Algebraische Topologie
- Variationsmethoden
- Forschungsmodul Analysis (klein)
- Forschungsmodul Analysis (mittel)
- Forschungsmodul Analysis (groß)
- Forschungsmodul Diskrete Mathematik (klein)
- Forschungsmodul Diskrete Mathematik (mittel)
- Forschungsmodul Diskrete Mathematik (groß)
- Forschungsmodul Algebra und Geometrie (klein)
- Forschungsmodul Algebra und Geometrie (mittel)
- Forschungsmodul Algebra und Geometrie (groß)
- Forschungsmodul Numerische Mathematik (klein)
- Forschungsmodul Numerische Mathematik (mittel)
- Forschungsmodul Numerische Mathematik (groß)
Innerhalb des Vertiefungsmodules Wirtschaftsmathematik, das sich vorrangig mit mathematischen Grundlagen von Optimierung/Operations Research und Stochastik/Finanzmathematik, sowie deren Anwendungen und rechentechnischer Umsetzung befasst, ist eine Vertiefungsrichtung zu wählen, in der sinnvoller Weise auch die Masterarbeit geschrieben wird.
Ausgewählte Angebote in der Vertiefungsrichtung Optimierung/Operations Research:
- Nichtlineare Optimierung
- Operations Research
- Mehrzieloptimierung
- Spieltheorie
- Portfoliooptimierung
- Reihenfolgeprobleme
- Diskrete Optimierung
- Finanzmathematik
- Forschungsmodul Optimierung (klein)
- Forschungsmodul Optimierung (mittel)
- Forschungsmodul Optimierung (groß)
Ausgewählte Angebote in der Vertiefungsrichtung Stochastik/Finanzmathematik:
- Stochastik der Finanzmärkte
- Versicherungsmathematik
- Zeitreihenanalyse
- Stochastische Prozesse
- Stochastische Analysis
- Mathematik im Investmentbanking
- Approximationsalgorithmen
- Wahrscheinlichkeitsrechnung und Algorithmik
- Forschungsmodul Stochastik/Statistik (klein)
- Forschungsmodul Stochastik/Statistik (mittel)
- Forschungsmodul Stochastik/Statistik (groß)
Im Vertiefungsmodul Informatik können u.a. Lehrveranstaltungen aus nachstehenden
Angeboten der verschiedenen Fakultäten belegt werden:
- Computerpraktikum
- Kryptologie/Datensicherheit
- Rechnernetze
- Theoretische Informatik I
- Theoretische Informatik II
- Effiziente Algorithmen
- Betriebssysteme
- Entwurf verteilter Systeme
- Computergraphik I
- Computer Aided Geometric Design
- Approximationsalgorithmen
- Parallele Algorithmen
- Parallele Programmierung
- Wahrscheinlichkeitsrechnung und Algorithmik
- Entscheidungsunterstützungssysteme
Innerhalb des Vertiefungsmodules Wirtschaftswissenschaften stehen folgende Bereiche zur Auswahl:
- BGB
- HGB
- Allgemeine Wirtschaftswissenschaften
- Berufsfeldbasis FACT
- Berufsfeldbasis OPI
- Berufsfeldbasis VIP
- Berufsfeldbasis WS
- Berufsfeldvertiefung FACT
- Berufsfeldvertiefung OPI
- Berufsfeldvertiefung VIP
- Berufsfeldvertiefung WS
- Berufsfelderweiterung FACT
- Berufsfelderweiterung WS
Die Masterarbeit wird in der Regel im 4. Semester geschrieben.
Kleines Glossar "Wirtschaftsmathematik"
| Finanzmathematik | bewertet Zahlungsströme unter Berücksichtigung von Zinsen sowie der Zeit; vor allem die Optionsbewertung, die tiefliegende mathematische Hilfsmittel erfordert, hat enorm an Bedeutung gewonnen |
| Optimierung auf Netzen | befasst sich mit Eigenschaften von aus Ecken und Kanten bestehenden Gebilden, den Graphen; löst z. B. das Problem des maximalen Flusses (Durchlassfähigkeit) und des kürzesten (kostengünstigsten) Weges |
| Investment Banking | is what Investment Bankers do |
| Kryptologie | Entwicklung und Bewertung von Verschlüsselungsverfahren zum Schutz von Daten; moderne Anwendungen z. B. im E-Commerce |
| Logistik | optimale Gestaltung von Transport- und Verkehrsvorgängen |
| Mehrzieloptimierung | sucht nach Kompromisslösungen, die bei Einhaltung von Restriktionen mehrere Zielfunktionen gleichzeitig möglichst gut erfüllen |
| Numerische Mathematik | liefert Methoden und Algorithmen zur numerischen Berechnung der Werte mathematischer Objekte und zur Lösung von Grundaufgaben der Mathematik |
| Optimierung | sucht nach Extremwerten einer Funktion unter einzuhaltenden Nebenbedingungen in Gleichungs- und/oder Ungleichungsform |
| Spieltheorie | beschreibt strategische Spiele, d. h. Situationen, in denen der Ausgang von den Entscheidungen mehrerer Personen, den Spielern, abhängt und die Interessenlage nur teilweise kooperativ bzw. sogar konträr ist. Ziel ist es, die für einen Spieler optimale Spielstrategie zu finden. Anwendungsgebiete: Produktions- und Preistheorie, politische und militärische Planung, Wettbewerb um Absatzmärkte |
| Statistik | Mathematische Erfassung und Auswertung von zufälligen Ereignissen; statistische Methoden treffen Aussagen über Massenerscheinungen und sind mit einer (abschätzbaren) Unsicherheit behaftet |
| Versicherungsmathematik | stellt die mathematischen, vor allem wahrscheinlichkeitstheoretischen Grundlagen für die Lebens- und Sachversicherung bereit |
| Zeitreihenanalyse | Zerlegung einer Folge von Variablen (Zeitreihe) in ihre Komponenten mit dem Ziel, langfristige Trends und mittel- oder kurzfristige Schwankungen zu erkennen |
Die Bewerbung kann via Internet unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew erfolgen.
Außerdem ist die Bewerbung mit Antrag auf Zulassung/Immatrikulation möglich.
Die Unterlagen und weitere Informationen zur Immatrikulation sind erhältlich über:
- Technische Universität Chemnitz
Studentensekretariat
09107 Chemnitz
Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 043
Tel.: (0371) 531-33333
- Internet: http://www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12
| Achtung: | Die Zulassungsbeschränkung von Studiengängen kann sich jährlich ändern. Informationen zum aktuellen Stand sind in der Zentralen Studienberatung der TU Chemnitz oder im Internet unter "Studienmöglichkeiten" erhältlich. Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen, sind die entsprechenden Unterlagen für das
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Fachstudienberatung
Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Mathematik
Prof. Dr. Bernd Luderer
09107 Chemnitz
Sitz: Reichenhainer Str. 41, Zimmer 714
Tel.: (0371) 531-32153
E-Mail: bluderer@mathematik.tu-chemnitz.de
Zentrale Studienberatung
Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz
Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -32549, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de
