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Technomathematik (im kombinierten Bachelor-/Master-Studiengang)


Die Anwendungen der modernen Mathematik in den Technikwissenschaften sind in den letzten Jahrzehnten immer vielfältiger und komplexer geworden.

Die Industrie setzt in einem Maße mathematische Methoden ein, wie es vor wenigen Jahren noch undenkbar war, und dieser Trend wird sich in der Zukunft fortsetzen. Bekannte Beispiele dieser Entwicklung sind etwa die numerische Simulation des mechanischen Verhaltens von Fahrzeugen und Flugkörpern, die computergestützte Entwicklung und Optimierung von Bauteilen, der Entwurf großer elektrischer Schaltkreise, die Berechnung von Strömungsvorgängen, die Untersuchung von Klima-, Wetter- und Umweltmodellen oder die Auswertung von sehr umfangreichen Messdaten, wie z.B. bei der Computertomografie und anderen Anwendungen der Medizintechnik. Die mathematische Modellierung steht in diesem Prozess an vorderster Stelle, und die Vertrautheit damit ist für sinnvolles interdisziplinäres Zusammenwirken unumgänglich. Die einzusetzenden mathematischen Verfahren sind dabei oft sehr anspruchsvoll.

Im Vergleich zum traditionellen Mathematikstudium legt der Studiengang Technomathematik neben einer soliden Ausbildung in den mathematischen Fächern besonderes Gewicht auf ein technisches Anwendungsfach und auf Informatik. Die Anteile dieser drei Komponenten verhalten sich dabei etwa wie 65:20:15. Die Ausbildung ist darauf ausgerichtet, das mathematische Fachwissen mit den Kenntnissen im technischen Anwendungsfach sowie in Informatik zu verknüpfen, um die in der Praxis notwendigen Fertigkeiten im Umgang mit den Methoden des wissenschaftlichen Rechnens auszuprägen und den Absolventen einen einfachen Übergang in die Arbeitswelt zu ermöglichen.

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Bachelorstudium:    Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife Bild
Regelstudienzeit: 6 Semester
Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
Studienbeginn: in der Regel Wintersemester
Masterstudium:        Voraussetzung: in der Regel Bachelor of Science in Mathematik
Regelstudienzeit: 4 Semester
Abschluss: Master of Science (M.Sc.)
Studienbeginn: Wintersemester, Sommersemester

Vom Bachelor zum Master:
Entscheidet man sich bereits während des Bachelorstudiums, das Studium als Masterstudium im kombinierten Bachelor-/Masterstudiengang fortzuführen, so kann man während des Bachelorstudiums Lehrveranstaltungen des Masterstudiums belegen, deren erfolgreicher Abschluss im Masterstudium anerkannt wird. Diese Regelung verhindert Verzögerungen im zeitlichen Ablauf des Studiums, die sonst bei der Organisation des Übergangs vom Bachelor- zum Masterstudium entstehen könnten. Die Flexibilität im Studienaufbau gestattet die Durchführung eines Auslandssemesters.


Berufliche Möglichkeiten

Da die Wissenschaften immer größeren Einfluss auf die Entwicklung moderner Industriegesellschaften nehmen, kommt heute dem interdisziplinären Zusammenwirken der verschiedenen Zweige besondere Bedeutung zu. Die Technomathematik hat solche interdisziplinäre Charakterzüge, so dass hier ein großer Bedarf an leistungsfähigen Absolventen zu erwarten ist. Die Gesamtheit von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Technomathematiker während ihres Studiums erwerben, eröffnet ihnen beste berufliche Perspektiven.

Mögliche Einsatzfelder sind zum Beispiel:

  • Technologiezentren und High-Tech-Firmen
  • Fahrzeug- und Maschinenbau, Halbleiterindustrie
  • Prüf-, Mess- und technische Überwachungsdienste
  • Computer- und Softwarefirmen
  • industrielle Forschungs- und Entwicklungsabteilungen
  • Hochschuleinrichtungen und Forschungsinstitute


Studienaufbau

Bachelor-Studium (6 Semester)

Im Bachelor-Studium werden die Grundlagen der Mathematik gelehrt. Dazu zählen:

  • Analysis und Lineare Algebra
  • Optimierung und Numerik
  • Gewöhnliche und partielle Differentialgleichungen
  • Stochastik und Statistik
Die im 4. und 5. Semester vorgesehenen Lehrveranstaltungen
  • Computerpraktikum
  • Proseminar Praktische Mathematik
lassen bereits eine Gewichtung zugunsten der Angewandten Mathematik erkennen. Das Proseminar kann dabei bereits thematisch der Vorbereitung der Bachelor-Arbeit dienen.

Das Technische Anwendungsfach wird zu Beginn des Studiums aus den drei Möglichkeiten

  • Maschinenbau
  • Elektrotechnik
  • Physik
ausgewählt und wird in der Regel bis zum Abschluss des Studiums beibehalten. Es soll bereits frühzeitig auf eine anwendungsbezogene Tätigkeit vorbereiten.

In der Informatik werden moderne Algorithmen und deren Umsetzung in höhere Programmiersprachen erlernt.

Das Bachelor-Studium wird mit der Bachelor-Arbeit abgeschlossen, die in der Regel im 6. Semester des Bachelor-Studiums angefertigt wird.

Ein Wechsel von / zu einer der anderen Studienrichtungen Mathematik, Mathematik mit vertiefter Informatik, Finanzmathematik oder Wirtschaftsmathematik während des Bachelor-Studiums ist prinzipiell möglich. Zu beachten sind dabei die Besonderheiten des Technischen Anwendungsfaches bzw. des Nebenfaches der anderen Studienrichtungen.

 

Master-Studium (4 Semester)

Im Master-Studium werden die mathematischen Grundlagen des Bachelor-Studiums vertieft (Mathematische Breitenbildung), und es erfolgt außerdem die Wahl einer Vertiefungsrichtung. Dabei ist in der Studienrichtung Technomathematik die Wahl einer der Vertiefungsrichtungen

  • Numerik
  • Optimierung
  • Analysis
besonders empfehlenswert, es können jedoch auch die Vertiefungsrichtungen Algebra und Geometrie, Diskrete Mathematik oder Stochastik/Statistik gewählt werden.

Die Auswahl der Lehrveranstaltungen im Master-Studium ist weitgehend frei und kann nach den eigenen Interessen erfolgen. Das Angebot an Lehrveranstaltungen unterliegt dabei von Jahr zu Jahr leichten Änderungen. Unterstützung bei der Wahl der Vertiefungsrichtung und passender Lehrveranstaltungen geben der Fachstudienberater und die Professoren, auf deren Gebieten die Spezialisierung bis hin zur Master-Arbeit erfolgen soll.

Neben der Ausbildung in Mathematik werden im Master-Studium auch das gewählte Technische Anwendungsfach (Maschinenbau, Elektrotechnik oder Physik) und die Informatik weitergeführt.

Ein Höhepunkt des Master-Studiums ist das

  • Modellierungsseminar,
in dem ein praktisches natur- oder ingenieurwissenschaftliches Problem (abgestimmt auf das gewählte technische Anwendungsfach) von der Modellbildung über die Analyse bis hin zur numerischen Simulation und Diskussion der Ergebnisse umfassend behandelt wird.

Das Studium wird mit der Master-Arbeit abgeschlossen, die in der Regel im 4. Semester des Master-Studiums angefertigt wird.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php


Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Mathematik
Prof. Dr. Roland Herzog
09107 Chemnitz

Sitz: Reichenhainer Str. 41, Zimmer 604
Tel.: (0371) 531-22530
E-Mail: roland.herzog@mathematik.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -32549, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de