Anzeigen
Ausblenden
Motivation
-
Warum Mathematik studieren?
Weil Mathematik Spaß macht, fasziniert und fordert. Mathematik ist zudem die Basis aller Naturwissenschaften und fast jeder technischen Entwicklung.
Mit Hilfe der Mathematik lassen sich große Teile des Lebens beschreiben. Fähigkeiten, wie das Verständnis von komplexen
Sachverhalten, logisches Denken und Kreativität, zeichnen Mathematiker und Mathematikerinnen neben dem nötigen mathematischen Fachwissen aus.
-
Wie sehen die beruflichen Möglichkeiten aus?
Aufgrund der rasanten Entwicklung in Technik und Wirtschaft werden heutzutage immer mehr Mathematikerinnen und Mathematiker gesucht.
Die beruflichen Möglichkeiten sehen erstklassig aus. Einsatzmöglichkeiten sind unter anderem:
- Informationstechnologie
- Algorithmen, Codierung, Signalverarbeitung, ...
- Softwareentwicklung
- Maschinenbau
- Modellierung, Simulation, ...
- Medizintechnik
- Bildgebende Verfahren (Tomografie), Modellierung, EKG und Biosignalverarbeitung, Simulation in der Krebstherapie, ...
- Luft- und Raumfahrt
- Optimale Steuerung, ...
- Finanzdienstleister
- Bewertung von Finanzprodukten, Stochastische Prozesse, Zins- und Kostenrechnung, Beschreibung von Aktienkursen, ...
- Banken- und Versicherungswesen
- Risikomanagement, Beitragskalkulation, Investment, ...
- Unternehmensberatung
- Statistische Verarbeitung von Daten, Darstellung von Unternehmensstrukturen, Strukturierung von Problemen, Leistungsanalyse und Optimierung, ...
- Logistik
- Prozessoptimierung, Produktionssteuerung, Koordination von Abläufen, ...
-
Ist Chemnitz eine gute Wahl für ein Mathematikstudium?
Der kombinierte Bachelor-/Masterstudiengang
-
Was bedeutet Bachelor und Master?
Bachelor und Master sind akademische Grade, welche von Hochschulen als Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums vergeben werden.
Einem Masterstudium geht im Regelfall ein Bachelorstudium voraus. Die Ausbildung zum Bachelor dauert in der Regel 6
Semester (3 Jahre) und die anschließende Ausbildung zum Master 4
Semester (2 Jahre). Nach Erhalt des Bachelors muss man sich im Allgemeinen für sein Masterstudium erneut an einer Hochschule bewerben. Dies jedoch
ist bei unserem kombinierten
Bachelor-/Masterstudiengang besonders günstig geregelt.
-
Was ist der kombinierte Bachelor-/Masterstudiengang Mathematik?
Der kombinierte Bachelor-/Masterstudiengang Mathematik umfasst die Gesamtheit aller Lehrinhalte
des Faches Mathematik mit den Abschlüssen Bachelor of Science bzw. Master of Science. Er setzt sich aus
der Bachelorphase und der Masterphase zusammen. Der Übergang dabei ist fließend. Das heißt, man hat seinen Studienplatz für den Master sicher
und kann schon während des Bachelors Prüfungen für das Masterstudium absolvieren. Natürlich ist es auch möglich, nach Erhalt des Bachelors sein Studium
zu beenden und sofort ins Berufsleben einzusteigen. Der Lehrplan des kombinierten Bachelor-/Masterstudienganges Mathematik, also die konkrete Wahl der einzelnen
Fächer, wird durch die Studienrichtung bestimmt. Möchte man
z.B. ein wirtschaftlich orientiertes Mathematikstudium, so wählt man die Studienrichtung Finanzmathematik oder Wirtschaftsmathematik.
-
Was sind Vorteile des kombinierten Bachelor-/Masterstudienganges?
-
Gegenüber Diplomstudiengängen ist ein wesentlicher Vorteil, dass der Studienverlauf individueller gestaltet werden kann. Man hat einerseits die
Möglichkeit, mit dem Master eine zum Diplom äquivalente Ausbildung zu wählen, kann aber auch nach Erhalt des Bachelors sofort ins Berufsleben
einsteigen. Zudem muss die konkrete Studienrichtung nicht zu Beginn
feststehen. Möchte man beispielsweise von Technomathematik zu reiner Mathematik wechseln, so ist dies ohne bürokratische Probleme während des
Bachelorstudiums möglich, insbesondere auch ohne BAföG-Schwierigkeiten. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Anrechenbarkeit von Studienleistungen
im Ausland, denn Bachelor und Master sind international anerkannte Abschlüsse.
-
Gegenüber getrennten Bachelor- und Masterstudiengängen ist der Vorteil des kombinierten Bachelor-/Masterstudienganges der
gleitende Übergang zwischen Bachelor und Master. Man hat seinen Studienplatz für den Master sicher und kann schon während des Bachelors
Prüfungen für das Masterstudium absolvieren.
Studienrichtung und Nebenfach
-
Welche Studienrichtungen gibt es?
-
Mathematik:
Stellt das klassische Mathematikstudium mit einer Vielzahl von wählbaren Nebenfächern (Chemie, Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Physik oder
Wirtschaftswissenschaften) dar. Das Hauptaugenmerk dieser Studienrichtung liegt dabei auf der tiefer gehenden mathematischen Ausbildung. Die Nebenfachausbildung
hat einen Umfang von etwa 25%.
-
Mathematik mit vertiefter Informatikausbildung:
Im Gegensatz zur Studienrichtung Mathematik ist hier der Mathematikanteil geringer, dieser liegt etwa bei 60%. Zusätzlich zur vertieften
Informatikausbildung wählt man ein Nebenfach wie Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau, Physik oder Wirtschaftswissenschaften.
-
Technomathematik:
Stellt die Verbindung zwischen klassischer Mathematik und den Ingenieurwissenschaften bzw. Physik dar.
Neben einer grundlegenden mathematischen Ausbildung (insbesondere auf den Gebieten Analysis, Numerik und Optimierung) wird vor allem Wert auf die
Einführung in die Anwendungsgebiete der Mathematik (Physik, Informatik, Maschinenbau) gelegt. Die Studienrichtung wird mit den drei technischen
Anwendungsfächern Elektrotechnik, Maschinenbau und Physik angeboten.
-
Wirtschaftsmathematik:
Bereitet auf einen effektiven Einsatz in der Finanz- bzw. Wirtschaftswelt vor und vermittelt dazu verstärkt Kenntnisse in Optimierung, Statistik
und Wahrscheinlichkeitstheorie.
-
Finanzmathematik: Beschäftigt sich insbesondere
mit den Bereichen Finanzierung, Investition und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Wichtige Fächer sind beispielsweise Optimierung, Statistik, Finanzmathematik,
Investmentbanking und stochastische Finanzmärkte.
-
Kann man an der TU Chemnitz Technomathematik, Wirtschaftsmathematik, Finanzmathematik, Mathematik mit
vertiefter Informatikausbildung oder (reine) Mathematik studieren?
Ja. Dies ist durch die Wahl der Studienrichtung
im kombinierten Bachelor-/Masterstudiengang möglich. Dabei ist, im Gegensatz zu eigenständigen Diplomstudiengängen, jederzeit ein BAföG
konformer Wechsel zwischen den einzelnen Studienrichtungen erlaubt.
-
Kann man angewandte oder reine Mathematik studieren und worin besteht der Unterschied?
Angewandte Mathematik beschäftigt sich hauptsächlich mit der Entwicklung neuer Methoden zur Lösung von Problemen aus praxisorientierten Gebieten
wie Maschinenbau, Medizin, Chemie, Physik, Biologie und Informatik. Wohingegen sich reine Mathematik mit grundlegenden theoretischen Fragen auseinandersetzt.
Man kann an der TU Chemnitz
Technomathematik,
Wirtschaftsmathematik,
Finanzmathematik oder
Mathematik mit vertiefter Informatikausbildung
im angewandten Bereich studieren oder "klassische reine"
Mathematik.
Der Übergang zwischen angewandter und reiner Mathematik ist aufgrund der Wahl der Nebenfächer sowie Spezialisierungen fließend.
-
Welche Nebenfächer gibt es?
Allgemein gibt es die Nebenfächer Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Physik und
Wirtschaftswissenschaften. Die Wahlmöglichkeiten des jeweiligen Nebenfaches werden wie folgt von der Studienrichtung beeinflusst.
- Mathematik:
Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Physik oder Wirtschaftswissenschaften
- Mathematik mit vertiefter Informatikausbildung:
Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau, Physik oder Wirtschaftswissenschaften
- Technomathematik:
Elektrotechnik, Maschinenbau oder Physik
- Wirtschaftsmathematik:
Keine direkte Wahl des Nebenfaches, jedoch kann man einzelne Module in den Bereichen Informatik, Mathematik, Wirtschaftsmathematik
und Wirtschaftswissenschaften individuell wählen.
- Finanzmathematik:
Keine direkte Wahl des Nebenfaches, jedoch kann man einzelne Module in den Bereichen Informatik, Mathematik, Finanzmathematik
und Wirtschaftswissenschaften individuell wählen.
-
Ich möchte Mathematik studieren, bin mir aber noch nicht sicher, ob Technomathematik, Wirtschaftsmathematik,
Finanzmathematik, Mathematik mit vertiefter Informatikausbildung oder (reine) Mathematik. Kann man sich auch später entscheiden?
Individuell kann man während der Bachelorphase festlegen, welche Studienrichtung man wählt.
Aufbau des Studiums
-
Wie gestaltet sich der Übergang zwischen Bachelor und Master im kombinierten Bachelor-/Masterstudiengang?
Im vierten Fachsemester wird eine Fachstudienberatung
zum weiteren Studienverlauf angeboten. Bereits zu diesem Zeitpunkt können sich Studierende für eine Immatrikulation für die Masterphase
entscheiden. Der Wechsel vom Bachelor zum Master wird vollzogen, sobald der Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des Bachelors vorliegt.
Bereits während des Bachelors erbrachte Prüfungsleistungen werden für die Masterphase angerechnet, wenn diese der
Prüfungsordnung entsprechen.
-
Wie ist das Studium aufgebaut?
Das Studium umfasst verschiedene Lehrformen, wie beispielsweise Vorlesungen, Übungen und Seminare. Diese einzelnen Lehrveranstaltungen sind in
Module strukturiert. Ein Modul ist eine Einheit, welche ein oder mehrere Lehrveranstaltungen zusammenfasst. Für die jeweiligen Module gibt es Leistungspunkte.
Dabei sind für den Bachelorabschluss (inklusive Bachelorarbeit) 180 Leistungspunkte zu erbringen und für den Masterabschluss (inklusive Masterarbeit) 120
Leistungspunkte. Diese Anzahl ist Voraussetzung für den Erhalt des Abschlusses und setzt sich je nach
Studienrichtung aus unterschiedlichen Modulen zusammen.
Ein Punkt entspricht dabei einer Arbeitsbelastung von ca. 30 Stunden. Zu dieser Arbeitsbelastung zählt die gesamte Zeit, die vom Studierenden durchschnittlich
für das Studium aufgewendet werden muss (also z. B. die Zeit für Vorlesungen, Seminare und Prüfungen sowie die Zeit für deren Vor- und
Nachbereitung). In jeder Studienrichtung müssen während der Bachelorphase allgemeine Basismodule absolviert werden. In diesen werden die mathematischen
Grundlagen geschaffen. Dazu gehören zum Beispiel die Grundvorlesungen Analysis Teil I und II, Lineare Algebra und Analytische Geometrie Teil I und II,
sowie die Anwendungsfächer Numerik, Stochastik und Optimierung. Für weitere Einzelheiten siehe die
Studienordnung bzw. die
Prüfungsordnung.
-
Werden Vorlesungen in Deutsch oder in Englisch gehalten?
Die Vorlesungen sind in Deutsch, es gibt aber auch vereinzelt Vorlesungen, hauptsächlich im Masterstudium, welche in Englisch gehalten werden.
-
Was ist ein Semester und was bedeutet Immatrikulieren?
- Ein Semester bezeichnet ein Studienhalbjahr. Dieses dauert 6 Monate. Es wird zwischen Winter- und Sommersemester unterschieden.
Das Wintersemester dauert vom 1. Oktober bis 31. März und das Sommersemester vom 1. April bis 30. September. Beide Semester bestehen aus einer
Vorlesungsphase, einer Prüfungsperiode sowie aus der vorlesungsfreien Zeit (Semesterferien), in der man z.B. ein Praktikum absolvieren kann.
- Immatrikulieren oder Einschreiben bezeichnet den Vorgang, bei dem ein Studierender an der Hochschule aufgenommen wird.
Um immatrikuliert werden zu können, muss man bestimmte
Voraussetzungen erfüllen. In der Regel ist dies die
allgemeine Hochschulreife (Abitur). Die Immatrikulation erfolgt schließlich beim Studentensekretariat, für Einzelheiten siehe den Abschnitt
Zulassung / Immatrikulation.
-
Kann man auch ein Semester im Ausland absolvieren?
Ein Semester im Ausland ist jederzeit möglich. Leistungen, welche im Ausland erbracht wurden, können dem Studium
nach Absprache mit einem Fachstudienberater, angerechnet werden.
-
Was sind die Zugangsvoraussetzungen für den kombinierten Bachelor-/Masterstudiengang Mathematik?
Zugangsvoraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife. Für andere Abschlüsse siehe die
Studienordnung.
Studieninteressierte ohne Abitur können den Zugang gegebenenfalls durch eine Prüfung erwerben. Nähere Einzelheiten finden sich im Unterpunkt
Studium ohne Abitur.
-
Wann ist Studienbeginn und wie ist die Regelstudienzeit für den kombinierten Bachelor-/Masterstudiengang?
- Für Studienanfänger/innen wird empfohlen, sich für das Wintersemester einzuschreiben, da einführende
Lehrveranstaltungen und Studienablaufpläne für die Aufnahme im Wintersemester konzipiert sind. Ein Beginn des Studiums im Sommersemester
ist dennoch möglich, führt aber in der Regel zu einer Verlängerung der Studienzeit.
- Der Studiengang hat eine Dauer von insgesamt 10 Semestern mit einer Regelstudienzeit von 6 Semestern (3 Jahre) für
die Bachelorphase und 4 Semestern (2 Jahre) für die Masterphase. Falls man schon während der Bachelorphase Prüfungen für den Masterabschluss
macht, so sind auch Studienzeiten der Form 7+3 (7 Semester für den Bachelor und 3 Semester für den Master) oder 8+2 möglich.
-
Ich hab bereits mit dem Bachelorstudium begonnen und möchte nun an der TU Chemnitz Mathematik studieren.
Ist dies möglich und werden meine Leistungen angerechnet?
Die Einschreibung für den kombinierten Bachelor-/Masterstudiengang Mathematik ist jederzeit möglich. Besonders günstig ist dies in der
vorlesungsfreien Zeit. Die Anrechnung von erbrachten Leistungen wird gegebenenfalls vom Prüfungsausschuss entschieden. Es wird empfohlen, einen
Fachstudienberater aufzusuchen.
-
Ich habe bereits einen Bachelor und möchte den Master in Mathematik machen. Ist dies möglich?
Wer bereits einen Bachelorabschluss in Mathematik an der Technischen Universität Chemnitz oder einer anderen Hochschule erworben hat, ist
für die Masterphase zugelassen. Besitzt man hingegen einen Bachelor in einem inhaltlich ähnlichen Studiengang, so entscheidet der Prüfungsausschuss
über die Zulassung zum Masterstudium.
-
Wann ist Studienbeginn und wie ist die Regelstudienzeit für die Masterphase?
- Ein Studienbeginn ist im Wintersemester und im Sommersemester möglich.
- Die Masterphase hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern (2 Jahre).
Beratung und weitere Informationen
-
Welche Beratungsmöglichkeiten gibt es?
-
Muss ich mich auf das Studium vorbereiten?
Neben eventueller Wohnungssuche und anderen persönlichen Dingen ist eventuell von Vorteil,
wenn man sich mit den Strukturen und der Lage der verschiedenen Einrichtungen der Universität
vertraut macht. Bezüglich des Mathematikstudiums benötigt man in der Regel keine explizite Vorbereitung.
Das Studium beginnt mit den Grundlagen.
-
Gibt es Einführungsveranstaltungen für neu immatrikulierte Mathestudenten, bei welchen wichtige Fragen
rund um das Studium geklärt werden können?
Die Fakultät für Mathematik bietet jedes Jahr zu Beginn des Wintersemesters eine
Einführungsveranstaltung an.
In dieser werden wichtige Fragen bezüglich des Studiums besprochen. Weitere Veranstaltungen, welche vom
Fachschaftsrat angeboten werden, findet man im Bereich
Orientierungsphase.
-
Wann beginnen Vorlesungen und wo bekomme ich meinen Stundenplan her?
Wichtige Termine zum Semesterbeginn, Beginn der Prüfungen etc. findet man auf der Seite des
Studentenservice der TU Chemnitz.
Die Lehrveranstaltungen findet man im
Vorlesungsverzeichnis
und kann sie dort zu einem individuellen Stundenplan zusammenstellen.
-
Wo und wann muss ich mich bewerben/immatrikulieren?
Bewerbungen sind immer bis kurz vor Semesterbeginn möglich, genaue Daten stehen im Unterpunkt
Termine auf der Seite des Studentenservice.
Online-Bewerbungen sowie Infos findet man im Bereich
Zulassung / Immatrikulation des Studentensekretariats.
-
Wo finde ich weitere Informationen?
Die Fakultät für Mathematik der TU Chemnitz bietet eine Reihe von Möglichkeiten, um einen Einblick in den Studentenalltag und das Mathematikstudium
zu bekommen. Beispielsweise gibt es die Herbstuniversität,
welche den Besuch von regulären Lehrveranstaltungen erlaubt. Zudem gibt es den
Tag der offenen Tür, an dem der Studiengang und die
Studienrichtungen der Fakultät vorgestellt werden, sowie die Möglichkeit, ein
Praktikum zu absolvieren.
Angebote für Schulen, die Uni näher kennenzulernen oder Vorträge zu vereinbaren,
bestehen auch.
|