Bachelorstudiengang Mathematik

Bachelorstudiengang Mathematik

für Studienanfänger ab SoSe2011, siehe

Mathematikern ist es in den letzten Jahren eindrucksvoll gelungen, attraktive Jobs vor allem in innovativen Branchen zu erobern. Der Grund hierfür sind nicht nur ihre theoretisch fundierten und zugleich anwendungsbereiten Kenntnisse auf einem solchen universellen Gebiet wie der Mathematik, sondern sie zeichnen sich auch durch logische Denkweise, Abstraktionsvermögen, analytischen Verstand, sprachliche Genauigkeit, Hartnäckigkeit beim Lösen von Problemen und Teamgeist aus. Auf die Herausbildung dieser Fähigkeiten wird beim Studium der Mathematik in Chemnitz geachtet und es sind nicht zuletzt eben diese Fähigkeiten, die den Mathematikern beste berufliche Perspektiven eröffnen. Hinzu kommen fundierte wissenschaftliche und anwendungsbereite Informatikkenntnisse.


Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Englisch auf Abiturniveau
Regelstudienzeit: 6 Semester
Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
Studienbeginn: Wintersemester


Berufliche Möglichkeiten

Die bevorstehenden Veränderungen in Wirtschaft und Geistesleben lassen auch in Zukunft einen großen Bedarf an leistungsbereiten Mathematikabsolventen erwarten. Resultierend aus den Erfahrungen mit Absolventen des Diplomstudienganges Mathematik wird empfohlen, dem Bachelorstudium ein Masterstudium anzuschließen, welches dem Niveau eines Diplomstudiums entspricht. Hier ist das Berufsfeld ausgesprochen breit und reicht von Banken, Versicherungen, Consulting Firmen über kleine und große Softwarehäuser und die Entwicklungsabteilungen in Großkonzernen bis zur Universitätskarriere. Unverzichtbar sind Mathematiker insbesondere in den Forschungsabteilungen der Halbleiterindustrie, Telekommunikationsunternehmen, Herstellung von Unterhaltungselektronik, in der Fahrzeug-, Luft- und Raumfahrttechnik, aber auch in der Klima- und Geoforschung.
Bachelor-Absolventen sollten in derartigen Entwicklungsteams erfolgreich die Umsetzung erarbeiteter Konzepte vorantreiben können, während für Master-Absolventen verstärkt der Einsatz in der Entwicklung selbst zu erwarten ist.


Studienaufbau

Der Bachelorstudiengang Mathematik ist nach dem Modulprinzip geordnet. Als Module gelten Lehrveranstaltungen aus einem fachlich zusammengehörenden Bereich, die mit Leistungspunkten belegt werden und einem bestimmten Arbeitsaufwand entsprechen.
Ausgewählte Veranstaltungen werden auch im Wechsel in englischer Sprache gehalten, um den Umgang mit der derzeitigen lingua franca der mathematischen Wissenschaft zu üben, denn Fachliteratur und Tagungsbeiträge sind fast ausschließlich in Englisch.

 

1. und 2. Semester:

  • Analysis, Lineare Algebra und analytische Geometrie
    bilden die Grundlagen des Bachelorstudienganges Mathematik. Insbesondere wird das Sprechen über Mathematik, die gegenseitige Vermittlung mathematischer Ideen sowie Teamfähigkeit eingeübt.
  • Informatik
    vermittelt die Grundlagen des algorithmischen Denkens und der Programmierung. In diesem Modul wird die fächerübergreifende Schlüsselkompetenz des Programmierens erlernt und eingeübt.
  • Nebenfach
    Zur Wahl stehen z. B. die Gebiete Wirtschaftswissenschaft, Informatik, Physik, Elektrotechnik oder technische Mechanik.

 

3. Semester:

  • Vektoranalysis, Höhere Algebra und Maßtheorie
    führen die Grundlagen fort.
  • Optimierung
    vermittelt Grundlagen zur Theorie der Optimierung und bespricht erste konkrete Optimierungsverfahren (lineare Optimierung), wie sie auch in der Praxis eingesetzt werden. In Übungen werden unter anderem mathematische Softwarepakete erprobt und ausgewählte Verfahren implementiert.

 

4. Semester:

  • Numerische Mathematik
    vermittelt theoretische Grundlagen zu diesem Gebiet und führt grundlegende numerische Verfahren ein, wie sie auch in der Praxis eingesetzt werden. In Übungen werden u.a. numerische Softwarepakete erprobt und ausgewählte Verfahren implementiert.
  • Stochastik
    vermittelt die wesentlichen Inhalte dieses Gebietes und ist Grundlage für weiterführende Module auf dem Gebiet der Wahrscheinlichkeitstheorie. Die Inhalte werden auf maßtheoretischen Grundlagen aufgebaut. Die Studenten werden in die Lage versetzt, Vorgänge mit Zufallseinfluss dem Wesen nach zu verstehen, ein Modell zu entwickeln und Konsequenzen daraus zu ziehen.
  • Funktionentheorie
    ist ein weiterer Grundbaustein jedes mathematischen Studiums und führt in die Theorie der komplex differenzierbaren Funktionen ein.
  • Seminar
    Geübt wird das Einarbeiten in ein mathematisches Thema an Hand wissenschaftlicher Fachliteratur, die inhaltliche Aufbereitung und Zusammenfassung, sowie die Präsentation mathematischer Sachverhalte, auf Wunsch auch in Englisch.
  • Zusatzqualifikation
    Es können weitere Zusatzkompetenzen gewählt werden. Zur Auswahl stehen z. B.
  • ein mindestens 6-wöchiges Berufspraktikum
  • sprachliche Weiterbildung, insbesondere in Englisch

 

5. Semester:

  • Funktionalanalysis
    lehrt den Umgang mit Funktionenräumen, Operatoren und Integralgleichungen und ist eine wesentliche Grundlage für die Analysis partieller Differentialgleichungen sowie die weiterführenden Kurse der Numerischen Mathematik und Stochastik.
  • Gewöhnliche Differentialgleichungen
    sind ein unverzichtbares Modellierungswerkzeug, insbesondere innerhalb des Gebietes der Dynamischen Systeme, das zusammen mit Existenz- und Eindeutigkeitsaussagen und Lösungstechniken in dieser Veranstaltung vermittelt wird.
  • Statistik
    führt in die grundlegende Theorie ein und bespricht zahlreiche statistische Verfahren, die auch in der Praxis zum Einsatz kommen.
  • Wahlbereich
    Die im Wahlbereich studierten Veranstaltungen sollten sich nach den beruflichen Zielen des Studierenden richten. Es besteht die Möglichkeit, vertiefende Veranstaltungen der Mathematik oder weitere grundlegende Veranstaltungen eines Nebenfaches (in Fortführung des Nebenfaches des 1. Semesters) zu besuchen. Auf Antrag ist auch das Studium anderer Nebenfächer möglich.

 

6. Semester:

  • Analysis partieller Differentialgleichungen
    vermittelt die mathematischen Grundlagen zu diesem wohl mächtigsten aber auch schwierigsten Werkzeug der Mathematik zur Modellierung naturwissenschaftlicher und technischer Phänomene.
  • Wahlbereich
    Wie im 5. Semester werden den Studierenden Möglichkeiten eröffnet, Veranstaltungen entsprechend ihren Interessen und beruflichen Zielen zu besuchen.
  • Das Studium wird mit der Bachelorarbeit und deren Verteidigung abgeschlossen.

 

Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelor-Studiums wird die Ausbildung im konsekutiven Masterstudiengang Mathematik vervollständigt.


Bewerbung

Die Bewerbung kann via Internet unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew erfolgen.

Außerdem ist die Bewerbung mit Antrag auf Zulassung/Immatrikulation möglich.

Die Unterlagen und weitere Informationen zur Immatrikulation sind erhältlich über:


Achtung:   

Die Zulassungsbeschränkung von Studiengängen kann sich jährlich ändern.

Informationen zum aktuellen Stand sind in der Zentralen Studienberatung der TU Chemnitz oder im Internet unter "Studienmöglichkeiten" erhältlich.

Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen, sind die entsprechenden Unterlagen bis zum 15.07. (Wintersemester), bei zulassungsfreien Studiengängen bis Semesterbeginn einzureichen.



Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Mathematik
Prof. Dr. Christoph Helmberg
09107 Chemnitz

Sitz: Reichenhainer Str. 39, Zimmer 723
Tel.: (0371) 531-34122
E-Mail: helmberg@mathematik.tu-chemnitz.de
URL: http://www.tu-chemnitz.de/~helmberg


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: (0371) 531-55555, -31637, -31690
Fax: (0371) 531-12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de