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Prof. Dr. Manfred Schneider

Prof. Dr. Manfred Schneider

geb. 1934

Manfred Schneider wurde am 22. August 1934 in Kändler bei Karl-Marx-Stadt geboren. Nach seiner Grund- und Oberschulzeit, die er 1953 mit dem Abitur beendete, studierte er von 1953 bis 1958 Mathematik an der Universität Leipzig. Während des Studiums, das er mit dem Diplom abschloß, beschäftigte er sich mit gewöhnlichen und partiellen Differentialgleichungen und ihrer numerischen Behandlung. Nach Studienabschluß arbeitete Manfred Schneider als Mathematiker in der Industrie.

Im Jahre 1961 nahm Manfred Schneider eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Mathematik der TH Karl-Marx-Stadt auf. Im Jahre 1963 promovierte er mit der Arbeit "Eine Methode zur näherungsweisen Lösung von Rand- und Anfangswertaufgaben gewöhnlicher Differentialgleichungen".
Ab 1963 war er als wissenschaftlicher Oberassistent am gleichen Institut tätig und nahm dort eine Reihe von Lehraufträgen wahr. 1967 habilitierte er sich mit der Arbeit "Einschließungssätze bei einem verallgemeinerten Iterationsverfahren". Ab September 1967 wurde Dr. Schneider zum Dozenten, ab September 1968 zum Professor mit Lehrauftrag und ab September 1969 bis 1992 für das Fachgebiet Numerische Mathematik an der TH Karl-Marx-Stadt berufen.

Während seiner Tätigkeit an der TH Karl-Marx-Stadt bzw. TU Chemnitz hielt Prof. Schneider regelmäßig Lehrveranstaltungen aus Höheren Mathematik, Partiellen Differetialgleichungen, Numerischen Mathematik, Funktionentheorie, Funktionalanalysis, Numerik gewöhnlicher und partieller Differentialgleichungen, Methode der Finiten Elemente für Mathematik-, Ingenieur- und Lehrerstudenten.

Von 1970 bis Anfang 1980 und von 1983 bis 1989 übte Prof. Schneider die Funktion des Direktors der Sektion Mathematik aus.

Prof. Schneider war Autor eines Lehrbuches "Numerische Mathematik", Mitherausgeber von insgesamt 40 Büchern der Studienbüchereihe "Mathematik für Lehrer" und der Lehrbüchereihe MINÖL. Weiterhin erarbeitete er in seiner bisherigen Tätigkeit 20 Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften, vor allem über Probleme der Numerischen Mathematik, verschiedene Aufgabensammlungen und Materialien zur Vorlesung Höhere Mathematik I-III (Eigendruck an der TH Karl-Marx-Stadt). Er übernahm die wissenschaftliche Redaktion der deutschen Übersetzung des Lehrbuches von I. S. Beresin und N. P. Shidkow "Numerische Mathematik" (Bände 1 und 2; VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1970) aus dem Russischen und verfaßte drei Lehrbriefe zu gewöhnlichen Differential- und Integralgleichungen. Ab 1977 arbeitete er an der Anwendung der Finiten Elemente auf die numerische Behandlung von partiellen Differentialgleichungen.

Prof. Schneider betreute zahlreiche Graduierungsarbeiten (ca. 30 Diplomarbeiten für Mathematikstudenten, ca. 30 Staats- bzw. Diplomarbeiten für Lehrerstudenten und 10 Dissertationen).

Er wirkte an verschiedenen wissenschaftlichen Aktivitäten wesentlich mit (FEM-Symposien für Anwendung der Methode der Finiten Elemente, Tagungen über Probleme und Methoden der Mathematischen Physik, Tagungen über Probleme der Mathematikausbildung von Ingenieuren, Jahrestagung der Mathematischen Gesellschaft der DDR). Er hielt zahlreiche Vorträge im In- und Ausland.

Prof. Schneider war Mitglied der Zentralen Fachkomission für Mathematik bei den Ministerien für Volksbildung und Hoch- und Fachschulwesen und des Wissenschaftlichen Beirates für Mathematik beim Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen und Leiter der AG Mathematik für Nichtmathematiker.

Zur Zeit ist Prof. Schneider im Ruhestand.

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