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Ausbildung von Diplomlehrern

Am 1. September 1957 wurde der Lehrstuhl Mathematik am Pädagogischen Institut Chemnitz-Zwickau gegründet und zunächst in den Räumen der Humboldt-Schule untergebracht. Die Leitung wurde dem Oberstufenlehrer Alfred Weber übertragen. Er kam vom Pädagogischen Institut Halle, wo er vier Jahre lang Vorlesungen im mathematischen Grundstudium gehalten hatte.

Am 1. Oktober 1959 zog das Sekretariat des Lehrstuhles in das ehemalige Fabrikgebäude am Schillerplatz, von wo es nach Übernahme des Gebäudes durch den Kraftverkehr für die Zeit von 1960 - 1962 in die Gewerkliche Berufsschule am Karl-Marx-Platz (heute Park der Opfer des Faschismus) übersiedelte.

Am Anfang des Jahres 1965 wurde mit der Eingliederung des Lehrstuhls Mathematik des Pädagogischen Instituts in das Institut für Mathematik der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt begonnen.

In einer Konzeption für die Vereinigung vom Pädagogischen Institut und Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt wurde festgelegt, dass die Eingliederung mit Wirkung vom 1. 4. 1965 erfolgt und die Konsequenzen schrittweise realisiert werden sollen.

Für das Studienjahr 1965/66 sollten, soweit es die Mathematik betrifft, die für das PI vorgesehenen Studentenzahlen und Studienformen beibehalten werden. Aufgenommen wurden je 60 Studenten für die Studienrichtungen Mathematik/Physik und Physik/Mathematik. Dazu kamen 75 Absolventen der 10. Klasse für den Vorbereitungskurs.

Der bisherige Lehrstuhl für Mathematik des PI bildete innerhalb des Instituts für Mathematik eine Abteilung für die Fachausbildung der Lehrerstudenten und eine Abteilung für Methodik des Mathematikunterrichts. Die Fachabteilung sollte im Laufe einer längeren Übergangsperiode im Institut für Mathematik aufgehen. Zum Fachrichtungsleiter für die Lehrerausbildung wurde Dr. Gerhard Mühling berufen.

 
Prof. Gerhard Mühling Beratung; 2. v.l. Prof. Gerhard Mühling
Prof. Gerhard Mühling Beratung
 
Dr. Horst Elfers Emeritierung von Dr. Elfers, 1990; v. r. n. l.: Rektor Prof. Friedmar Erfurt, Dr. Horst Elfers, Dr. Walther
Dr. Horst Elfers Emeritierung von Dr. Elfers

Das Fernstudium für Lehrer begann mit der 2. Matrikel 1965 und endete mit der 12. Matrikel 1975. 397 Lehrerinnen und Lehrer erwarben im Rahmen dieses Fernstudiums das Staatsexamen bzw. ab 1971 das Diplom.

Der Beitrag des Wissenschaftsbereichs "Methodik des Mathematikunterrichts" der Universität Karl-Marx-Stadt zur mathematikmethodischen Theoriebildung in der DDR (Vortrag von Thomas Zais, pdf-file).

Mit der Neustrukturierung zu Beginn der 90-er Jahre wurde eine Professur Didaktik des Mathematikunterrichts eingerichtet. Auf diese wurde Prof. Klaus Reichold berufen. Nach dessen Tod übernahm Prof. Peter Borneleit die Professur, die zu 50% Aufgaben an der Universität Leipzig zu übernehmen hatte.

Auf Beschluß des Staatsministeriums in Dresden wurde im Wintersemester 1999 die Lehrerausbildung an der Universität Chemnitz eingestellt.


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