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Prof. Dr. Siegfried Dümmel |
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geb. 1929 |
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Siegfried Dümmel wurde am 26. Juni 1929 in Pumptow, Kreis Pyritz, geboren.
Nach dem Abitur und einem Studium an der Universität Greifswald als Fachlehrer für Mathematik und Physik begann er 1952 eine Tätigkeit an der damaligen Fachschule für Schwermaschinenbau und
Elektrotechnik Chemnitz, aus der sich die heutige Universität entwickelte. Zusammen mit einigen wenigen Kollegen ging er daran, eine akademische Lehre aus bescheidenen Anfängen heraus aufzubauen. Damit gehört er sozusagen zu den "Gründungsmitgliedern" des mathematischen Bereiches in Chemnitz.
Im Jahre 1964 wurde er zum Dozenten für "Reine Mathematik" und 1965 zum Professor mit Lehrauftrag berufen. Von 1969 bis 1994 war er ordentlicher Professor für Analysis, seit 1991 auch nach neuem Hochschulrecht. Der wissenschaftliche Weg von Prof. Dümmel ist eng mit der Entwicklung der Chemnitzer Mathematik zu einer Stätte universitärer Forschung verbunden. Seine Untersuchungen auf dem Gebiet der Analysis, insbesondere zur Potentialtheorie und zu inversen Problemen bei partiellen Differentialgleichungen waren Bausteine zur Etablierung dieses Zweiges in Chemnitz. Am 24. 3. 1960 promovierte er zum Dr. rer. nat. In seiner Dissertation arbeitete er über verallgemeinerte Potentiale. 1965 habilitierte er sich mit einer Arbeit zu Potentialen von Massenverteilungen auf k-dimensionalen Punktmengen. Aus dem umfangreichen wissenschaftlichen Schrifttum geht hervor, daß Prof. Dümmel sich neben disziplinären Untersuchungen auch den Anwendungen verpflichtet fühlte und damit eine gute Tradition in Chemnitz begründete. Naturgemäß erfüllte Prof. Dümmel in den vergangenen vier Jahrzehnten umfangreiche und vielseitige Lehrverpflichtungen. Waren seine Lehraufgaben in den Anfangsjahren vor allem von der Ingenieurausbildung geprägt - angesichts der wenigen Mitarbeiter eine Aufgabe von hoher Belastung - so rückte mit der Immatrikulation eigener Studenten im Diplom und Lehramt deren Ausbildung in den Mittelpunkt. Vielen Generationen von Studenten war Prof. Dümmel ein kompetenter und verständnisvoller Lehrer und Ratgeber. Eine umfangreiche Arbeit leistete er mit eigenen Vorlesungen und konzeptioneller Arbeit bei der Ausgestaltung der Ausbildung von Mathematiklehrern. Prof. Dümmel betreute auch Diplomarbeiten und Dissertationen. Von 1968 bis 1970 weilte er als Gastprofessor an der Universität Aleppo (Syrien). In den Jahrzehnten seines Wirkens übernahm Prof. Dümmel auch die Bürde der Verantwortung, u. a. als kommissarischer Direktor des Instituts für Mathematik von 1965 bis 1967, wenn es sich als notwendig erwies. Besonders trifft das für die vergangenen Jahre des Umbruchs zu, wo er als Leiter des Fachbereichs von 1991 bis 1994 schwere und weittragende Entscheidungen zu treffen hatte. Daß er dabei mit Augenmaß und hohem menschlichen Einfühlungsvermögen gehandelt hat, trug ihm die Hochachtung der Kolleginnen und Kollegen der Fakultät ein. Seit 1994 ist Prof. Dümmel im Ruhestand. |
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