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Wie auch beim Auslandsstudium kann man das Praktikum auf eigene Faust organisieren oder es sich durch eine Organisation vermitteln lassen. 1. IAESTE Die Organisation IAESTE ("International Association for the Exchange of Students for Technical Experience") ist eine studentische Organisation, welche vorzugsweise Praktika für Studenten von natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen vermittelt, wobei hier auch Mathematiker mitmachen dürfen. Wer in den Sommerferien ein Auslandspraktikum machen will, muß bereits im Vorjahr mit der Planung beginnen. Jedes Jahr im Oktober/November veranstaltet IAESTE an der TU Chemnitz einen Infoabend. Bis dahin muß man auch einen Bewerbungsbogen ausfüllen und abgeben, in dem man seine fachlichen Fähigkeiten und Sprachkenntnisse (Englisch) auflisten muß. Anhand der Angaben auf dem Bewerbungsbogen versuchen nun die Leute von IAESTE, einen Praktikumsplatz zu finden. Grundsätzlich gilt, daß man auf das Zielland wenig Einfluß hat, man kann auf dem Bewerbungsbogen nur angeben, in welche Länder man *nicht* gehen will. Im Februar/März findet dann ein Vergabeabend statt. Wenn man zu den Glücklichen gehört, für die ein Platz gefunden wurde, dann hat man nun eine Woche Bedenkzeit, ob man den Platz wirklich annehmen will. Entscheidet man sich für den Platz, so muß man ein Bewerbungsschreiben an die ausländische Firma/Forschungseinrichtung senden. Kommt von dort ein OK, kann man nun mit den Reisevorbereitungen beginnen. Auch im Zielland gibt es ein IAESTE-Team, das einem bei der Organisation von Unterkünften usw. gerne behilflich ist und einen auch während des Praktikumsaufenthalts die ganze Zeit über betreut. Genauere Infos und Erfahrungsberichte gibt es bei IAESTE Chemnitz IAESTE Chemnitz Reichenhainer Straße 70/D21 D - 09126 Chemnitz (0371) - 531 - 190 20 (0371) - 531 - 190 21 E-Mail: iaeste@tu-chemnitz.de Mathematikstudenten, die mit IAESTE im Ausland waren: Bernhard Leps: Taschkent (Usbekistan) Martin Purrucker: Oslo (Norwegen) und Moskau (Rußland) Tobias Rothaug: Blacksburg, Virginia (USA) 2. AIESEC Auch die Organisation AIESEC ("Asociation Internationale des Etudiants en Sciences Economiques et Commerciales") ist an der TU Chemnitz vertreten und vermittelt Auslandspraktika für Studenten weltweit. Der Schwerpunkt liegt hier auf wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen (z. B. Wirtschafts- oder Finanzmathematik). Es ist ein umfangreicher Bewerbungs- und Auswahlprozeß zu durchlaufen. Im Vorfeld des Praktikums sind auch diverse Vorbereitungsveranstaltungen zu absolvieren. Seinen Praktikumsplatz kann man sich dann in der AIESEC-Datenbank selbst aussuchen. Genauere Infos bei AIESEC Chemnitz: AIESEC Chemnitz Reichenhainer Straße 41/002 09126 Chemnitz Telefon: 0371 54398 Fax: 0371 5314398 E-Mail: ch@aiesec.de 3. LEONARDO Die für die Chemnitzer Studenten zuständige Anlaufstelle für das europäische Bildungsprogramm LEONARDO DA VINCI hat ihren Sitz zwar in Dresden. Dennoch lohnt sich ein Vorbeischauen - zunächst über das Internet - beim sogenannten LEONARDO-BÜRO PART SACHSEN durchaus. Studenten mit der Absicht, ein Auslandspraktikum machen zu wollen, werden unter anderem durch die Vergabe von Stipendien oder durch Hilfe bei der Suche nach einem Praktikumsplatz unterstützt. Voraussetzung ist dabei, daß die Praktikumsdauer zwischen drei und sechs Monaten liegt, auch ist das Einsatzgebiet auf das europäische Ausland beschränkt (Ausnahme Schweiz - für die gibt es ein Extra-Programm: StudEx - siehe hier). Außerdem muß man bereits sein Vordiplom in der Tasche haben, und das mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,9. Hat man zum Zeitpunkt der Bewerbung schon einen Praktikumsplatz sicher, so kann alles ziemlich schnell gehen. Im absoluten Idealfall ist es möglich, schon nach drei Wochen einen positiven Stipendienbescheid zu bekommen. Darauf sollte man sich jedoch keinesfalls verlassen! Eine Bewerbung ist jedoch auch ohne Praktikumsplatz möglich. Dann bekommt man die Stipendiumszusage nur unter Vorbehalt, sie gilt erst, wenn man einen geeigneten Platz nachweisen kann. Dieser "schwebende Status" kann recht lange aufrecht erhalten werden, man muß jedoch regelmäßig sein fortbestehendes Interesse bekunden und Suchaktivitäten nachweisen. In diesem Fall wird man auch bei der Suche unterstützt. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist diese Hilfe jedoch nicht sehr effektiv, da sie sich auf eine Datenbank aller bisheriger LEONARDO-Stipendiaten stützt, und da gab es eben noch nicht so viele Mathe-Studenten. Aus meiner Sicht ist es beim LEONARDO-Programm daher besser, sich selbst eine Praktikumsstelle zu suchen. 4. Auslandspraktikum auf eigene Faust Mathematikstudenten, die sich auf eigene Faust ein Auslandspraktikum organisiert haben: Olaf Benedix: Thun (Schweiz)
Andre Schneider: München (Oberbayern)
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