ZahlentheorieSommersemester 2013 (F.Göring)
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| Inhalt: | Teilbarkeit, Zahlentheoretische Funktionen, Lineare Kongruenzen, Restklassenringe, Kongruenzrechnung mit Polynomen, Quadratische Reste, Diophantische Gleichungen, reell analytische Methoden in der Zahlentheorie, Verschlüsselung |
| Modulnr: | FD2, FA2 |
| Vorwissen: | Algebra |
| Abschluss: | Schein mit/ohne Note oder Teil einer Fachprüfung |
Es werden die wesentlichen Inhalte der Vorlesung und Übung besprochen. Dabei kommt es insbesondere auf das Verständnis der enthaltenen Ideen an. Auch Algorithmen müssen nicht auswendig gelernt werden. Ihr zu Grunde liegendes Prinzip sollte aber klar sein, sodass sie grob reproduziert werden können.
Schwerpunkte sind:
1. Beweisen Sie, dass jede nichtleere Teilmenge der Menge der natürlichen Zahlen ein kleinstes Element enthält! Verwenden Sie hierzu nur die Peano-Axiome sowie die Eigenschaften der Ordnungsrelation "kleinergleich" aus der Vorlesung!
2. Beweisen Sie die Kommutativität von Addition sowie Multiplikation natürlicher Zahlen!
3. Finden Sie eine Lösung der Diophanitschen Gleichung 610x+377y=1.
4. Bestimmen Sie das kleinste positive x mit 133|(x-25) und 92|(x-17).
5. Beweisen Sie die Äquivalenz der folgenden 3 Aussagen über endlich viele gegebene natürliche Zahlen:
6. Beweisen Sie den Satz von Legendre über den Exponenten von p in der Primfaktorzerlegung von n!, also Theorem 1.65.
7. Schätzen Sie das Produkt der Primzahlen in {n+1,...,2n} für große n vermöge des Beweises des Bertrandschen Postulates nach unten durch eine Exponentialfunktion in n (entsprechend der letzten Anmerkung vom 13.Mai) ab!
45. Schätzen Sie beim erweiterten euklidischen Algorithmus die Größe der auftretenden Zwischenergebnisse möglichst gut in Abhängigkeit von den Eingangsdaten ab!
51. Fritz, Frieda und Friedrich haben in dieser Reihenfolge die öffentlichen Schlüssel (e, n)= (3,517), (3,667) bzw. (3,697) als RSA-Parameter. Dabei ist die Länge der Klartextblöcke in Bits jeweils maximal gewaehlt. Jeder der drei bekommt eine inhaltsgleiche für ihn verschlüsselte Botschaft zugesandt. Dabei ist die Blocklänge (in Bits) für den Modul jeweils minimal gewählt. Sie bekommen folgende Bitfolgen zugeschickt:
Fritz: 01001100100100...
Frieda: 001011010100101...
Friedrich: 100001000001111...
Wie groß ist jeweils die Länge der Chiffretextblöcke und der Klartextblöcke?
Ermitteln Sie mit dem kryptoanalytischen Ansatz für kleine Exponenten den ersten Klartextblock!
Ermitteln Sie über die Faktorisierung von n die privaten Schlüssel der drei Leute!