2. ACPI - Advanced Configuration and Power Interface
Softwareanforderungen
Viele ACPI-Funktionen rund um das Power Management beschränken
sich auf das Motherboard und die direkt darauf befindlichen Komponenten.
Einige Funktionen wie der globale Sleep-Modus (G1) funktionieren
aber nur dann, wenn neben dem Betriebssystem und der Hard- und
Software auf dem Motherboard auch die Treiber der sonstigen Hardware-Komponenten
ACPI-kompatibel sind.
Besonders kritisch sind hier Treiber von Massenspeichern und Grafikkarten.
Arbeiten diese nicht ACPI-konform, so erwacht der PC entweder
nicht mehr aus dem Sleep-Modus, oder der Bildaufbau ist zerstört.
Noch höher sind die Anforderungen an die Treiber, wenn man
'Suspend to Disk' oder 'Suspend to RAM' nutzen will. Hier muss
die ACPI-Boot-Routine nicht nur den Prozessor wieder aufwecken,
sondern zusätzlich auch die Register aller im System befindlichen
Komponenten wieder herstellen. Das ist vom Betriebssystem nicht
zu leisten, da einige PC-Steckkarten mit Write-Only-Register arbeiten,
deren Zustand sich nicht abfragen lässt.
Die Reinitialisierung überträgt ACPI deshalb dem Kartentreiber,
der die entsprechende Funktion auch perfekt beherrschen muss.
Das ist bei Karten mit Write-Only-Registern nur dann möglich,
wenn der Treiber selbst Schattenregister verwaltet, in denen er
sich jede Veränderung des Register-Zustands merkt. Nur so
ist sichergestellt, dass man nach dem Schnellstart des PC wirklich
da landet, wo man das System verlassen hat.
Bisher leisten nur zertifizierte Windows 98 - Treiber diese direkte
Initialisierung und da für ältere ISA-Karten keine zertifizierten
Treiber nachgeliefert werden, muss man sich wohl oder übel
darauf einstellen, die Oldtimer aus dem System zu entfernen.