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alaska/MATLAB

alaska/MATLAB umfasst Modellelemente und Schnittstellenfunktionen zur Kopplung der Simulationswerkzeuge alaska und MATLAB/Simulink. Dabei ist sowohl die Kopplung von Modellen und deren gemeinsame Simulation direkt in MATLAB/Simulink als auch die Co-Simulation, bei der das alaska- und das MATLAB/Simulink-Modell im jeweiligen Werkzeug simuliert werden, möglich. Darüber hinaus besteht dei Möglichkeit, Simulink-Modelle mit dem Real-Time Workshop zu exportieren und direkt mit alaska-Modellen zu verwenden.

Kopplung von Modellen

Für die Modellkopplung wird ein spezielller S-Function-Block für Simulink bereitgestellt. Dieser Block integriert den alaska-Analysekern in beliebige Simulink-Modelle. Er lädt ein gültiges alaska-Modell, das definierte Input- und Output-Kanäle zur Kommunikation zwischen dem alaska- und dem Simulink-Modell enthält. Eine weitere Bearbeitung der Modelle im alaska/ModellerStudio ist nicht erforderlich, so dass die Modelle auch von Simulink-Anwendern ohne alaska-KnowHow genutzt werden können. Die Gleichungen des alaska- und des Simulink-Modells werden mit dem Simulink-Solver gelöst.

Co-Simulation von Modellen

Bei der Co-Simulation werden die Simulationswerkzeuge alaska und MATLAB/Simulink über eine Netzwerkverbindung (TCP/IP) verbunden, d.h. beide Werkzeuge können auf unterschiedlichen Rechnern laufen. Beide Modelle bleiben im jeweiligen Simulationswerkzeug komplett editierbar. Dieser Weg der Kopplung bietet sich an, wenn an beiden Simulationsmodellen parallel entwickelt werden soll. Die Modelle werden mit den Solvern des jeweiligen Werkzeuges simuliert. Der Informationsaustausch zwischen beiden Modellen erfolgt in einem vorgegebenen Zeitraster. Die Nutzung der Modelle in der jeweiligen Modellierungs- und Simulationsumgebung gestattet die Nutzung der kompletten Funktionalität der Simulationswerkzeuge während der Berechnung, z.B. für 3D-Visualisierung, Diagrammdarstellung, Anzeige aktueller Systemzustände usw.

Export von Simulink-Modellen

Mit dem Real-Time Workshop (jetzt Simulink Coder) von MATLAB/Simulink kann aus Simulink-Modellen C bzw. C++ Code generiert werden. alaska stellt ein Target bereit, mit dem daraus eine Modellbibliothek (DLL) erzeugt werden kann, die den Anforderungen der alaska-Schnittstelle für extern definierte zeitdiskrete Systeme entspricht. Somit kann die im Simulink-Modell enthaltene Funktionalität (inklusive interner Zustände und sog. tunable parameters) direkt in alaska-Simulationsmodellen verwendet werden. Dabei handelt es sich um eine Co-Simulation, die RTW-exportierte DLL enthält ihren eigenen Solver. Die Steuerung der Simulation übernimmt alaska. Eine Simulink-Lizenz ist für die Verwendung der DLL nicht erforderlich.

Neben diesen Verfahren stehen in alaska weitere Möglichkeiten zur Kommunikation mit anderen Entwicklungs- und Simulationswerkzeugen, wie z.B. ein dll-Interface sowie der Export der Matrizen für die Zustandsraumdarstellung (ABCD-Matrizen), zur Verfügung.