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Neues in alaska 7.0


alaska7 Die Simulationssoftware alaska ist in der Version 7.0 verfügbar. Neben einigen Korrekturen wurden eine Reihe von Neuerungen realisiert, die eine deutlich effizientere Arbeit mit alaska ermöglichen. Diese Neuerungen beziehen sich z.B. auf die Schnittstellen zu MATLAB/Simulink und ANSYS sowie auf die interaktive Unterstützung der Parametrisierung bestehender Simulationsmodelle. Der neue Modul alaska/DC organisiert die Verteilung einer Vielzahl gleichartiger Berechnungen (Parametersätze) im Netzwerk. Nachfolgend werden einige der Neuerungen vorgestellt:


Verteiltes Rechnen mit alaska/DC

DC steht für Distributed Computation. Dieser neue alaska-Modul bietet die Möglichkeit, umfangreiche Parametersatzrechnungen automatisiert auf eine beliebige Anzahl von Rechnern im Netzwerk zu verteilen. Typischer Anwendungsbereich umfangreicher Parametersatzberechnungen ist die Auslegung und Zertifizierung von Windkraftanlagen (design load cases). Die Methodik ist jedoch auch auf beliebige parametrisierte Simulationsmodelle anwendbar, die für eine große Anzahl von Konfigurationen (Parametersätze) berechnet werden sollen.
alaska/DC verfügt neben einer Kommandozeilen-Schnittstelle auch über ein grafisches Interface, mit dem die Berechnungsaufgaben gestartet werden und deren Abarbeitung überwacht werden kann. Weitere Informationen zu alaska/DC finden Sie auf der entsprechenden Produkt-Seite.

Nutzung von MATLAB/Simulink-Modellen per Real-Time Workshop-Export

alaska bietet verschiedene Möglichkeiten mit MATLAB/Simulink zu kommunizieren. Sie können alaska direkt in Simulink-Modellen in einem s-function-Block nutzen, sie können auch alaska und MATLAB/Simulink über das Netzwerk (TCP/IP-Verbindung) koppeln.
Mit alaska 7 wurde nun die Möglichkeit geschaffen, Simulink-Modelle unter Verwendung des Real-Time Workshop (jetzt Simulink Coder) in eine Programm-Bibliothek (DLL) zu exportieren. Diese DLL kann wie jede andere DLL zur externen Definition von Modellfunktionalität in alaska-Modellen verwendet werden.

Import von ANSYS-Modellen

Zur Verwendung elastisch deformierbarer Bauelemente in Mehrkörpermodellen bietet alaska eine Schnittstelle zur FE-Software ANSYS. Aus einer modalen Reduktion des FE-Modells generiert das Schnittstellenprogramm ANSYS2alaska alaska-Modellkomponenten, die beliebig in alaska-MKS-Modellen verwendet werden können.
Für alaska 7 wurde ANSYS2alaska komplett überarbeitet. Es steht jetzt sowohl als 32-Bit als auch als 64-Bit Anwendung zur Verfügung. Mit der 64-Bit Version gibt es keine Einschränkungen mehr für die FE-Modellgröße, vorausgesetzt das erzeugte Modell lässt sich in alaska verarbeiten (alaska ist weiterhin eine 32-Bit Anwendung). Die Geometrie- und Rechenkomponenten des aus dem FE-Modell erzeugten alaska-Modells wurden streng getrennt, wodurch eine deutliche Performancesteigerung erzielt wurde. Insbesondere für große ANSYS-Modelle ist die Rechenzeit von ANSYS2alaska deutlich reduziert worden.

Modellparametrisierung mit dem Parametrisierungseditor

alaska erlaubt die Erstellung parametrisierter Simulationsmodelle. Die Modelle werden unter Verwendung von Modellparametern, z.B. für Bauteilabmessungen oder Steifigkeits- und Dämpfungswerten elastischer Interaktoren, definiert. Die Werte für diese Modellparameter werden vorzugsweise in XML-Dateien abgelegt. Somit wird eine konsequente Trennung zwischen Modelldefinition (mdl-Datei) und Modellkonfiguration (xml-Datei) möglich. Für eine Modelldefinition können mehrere Modellkonfigurationen existieren.
Zur Vereinfachung der Erstellung solcher parametrisierter Simulationsmodelle steht mit alaska 7 ein spezieller Editor, der Parametrisierungseditor, zur Verfügung. Mit Hilfe dieses Editors ist es einfach möglich Variablen hinzuzufügen, sie zu verändern oder zu löschen. Auch können alle vom Rechenkern zur Parametrisierung des Modells benötigten Variablen angezeigt und gegebenenfalls direkt in die Parameterwertdatei übernommen werden.

Resultatexport in beliebigem Format

Simulationsresultate werden von alaska standardmäßig in XML-Tabellen ausgegeben. Im Allgemeinen ist diese Art der Resultatausgabe ausreichend, da dieses Format einfach lesbar ist und geeignete Werkzeuge zur Visualisierung (z.B. der alaska/XMLViewer) existieren. Ist es jedoch erforderlich, sehr große Mengen an Resultaten auszugeben und für ein nachgelagertes Postprocessing in andere Formate zu konvertieren, ist der Zwischenschritt über das XML-Format unter Umständen nicht handhabbar bzw. unnötig. Ab alaska 7 besteht nun die Möglichkeit, alaska-Simulationsergebnisse in beliebigem Format auszugeben. Dazu wird eine DLL-Schnittstelle bereitgestellt. In der DLL definiert der Nutzer seine spezifischen Ausgabeformate. Möglich ist somit auch eine Vorverarbeitung der alaska-Simulationsresultate (Zeitreihen) in nutzerspezifische Bewertungskenngrößen (z.B. statistische Auswertung, skalare Kennwerte).