Tiefen-Schärfeverlagerung
Objektive können auf bestimmte Betrachterebene scharf gestellt werden. Dem Zuschauer wird die Möglichkeit genommen, selbst "scharf" zu stellen. Bestimmte Bilddetails ohne besondere Bedeutung, bzw. unwichtige Dinge gelangen so in den "Hintergrund".
Raum
Unterschiedliche Perspektiven erzeugen verschiedene Bildwirkungen.
Parallelen, die vom Betrachter wegführen, scheinen am Horizont zusammenzulaufen (sie "flüchten"). Schneiden solche Fluchtpunkte die horizontale Bildebene, wird ebenfalls Weite und Tiefe suggeriert. Fällt der Kamerastandpunkt "steil" von unten auf ein Objekt, ergeben sich stürzende Linien, die einen Schwenk nahezu unmöglich machen.
Mittels verschiedener Brennweiten läßt sich die Wirkung im Raum verändern. Weitwinkelobjektive vergrößern den Bildausschnitt.
Farben
Eine Kamera reflektiert jedes Motiv in dem Farbton, der durch die Umgebung abgegeben wird. Das Licht hat eine Eigenfarbe, die besonders bei Sonnenuntergängen spürbar wird.
Die Farbtemparatur ändert sich ständig und somit auch die Farbwirkung der angestrahlten Objekte.
Helligkeit
Das menschliche Auge ist in der Lage mittels der Pupillen jede Veränderung der Helligkeit von Objekten sofort auszugleichen. Eine Kamera bildet gewissermaßen den Mittelwert von dem vorhandenen Licht und öffnet, bzw. schließt dementsprechend die Iris.
Geringer Kontrastbereich. Nur dort wo Licht hinfällt oder ein Objekt beleuchtet wird, können wir überhaupt etwas erkennen.
Zeit
Das Abbild der Wirklichkeit ist beim Film auf 25 Bilder pro Sekunde festgelegt. Informationen dazwischen gehen verloren.
Zeitsprünge in der Handlung verdeutlichen Rückblenden in nur wenigen Minuten oder Sekunden
(Auf -und Abblende).
Aufnahmeorte wechseln innerhalb eines Schnittes.
Verlangsamte Bildfolgen (Zeitlupe oder "Slow motion") geben Einblick in ansonsten kaum erfaßbare, irreale Bewegungsabläufe.