Videostudio






Bewegung im Film

Im Film bewegen sich meist Objekte vor der laufenden Kamera. Verfolgt man einen Bewegungsablauf mit den bekannten Methoden wie Schwenk (horizontal), Neigung (vertikal), Zoom oder Fahrt, spricht man von der Kameraführung.

Die Kamera wird bewegt, um Bewegungen festzuhalten.

Eine Kamerabewegung sollte deshalb nur dann erfolgen, wenn es sich unbedingt notwendig macht und dramaturgisch sinnvoll ist. Zuviel Bewegung lenkt aber vom eigentlichen Geschehen ab und verursacht zusätzlich technische Probleme.

Gründe für eine sinnvolle Bewegung:

  • statische Motive aufwerten, (Museum, Ausstellungsstücke)
  • Reizwechsel auslösen, (bewegte Aufnahmen erzeugen mehr Interesse beim Zuschauer)
  • Unterstützung von dargestellten Bewegungsabläufen, (zusätzliche Dynamik verleihen)
  • Orientierungshilfe, (Übersichtsfahrten, Panoramaschwenks sind geeignete Filmeinführungen)
  • räumliche Ausdehnung begreifbar machen, (Rundum-Schwenk)
  • Vermeidung von Schnitten, (Vermeidung von Achsensprüngen)
  • Objekte verfolgen, (Fußballspiel, Dokumentationen)

Eine Kamerabewegung verlangt das Beherrschen von verschiedenen Fähigkeiten.

  • ruckfrei und zielsicher
  • manuelles Nachfocusieren erforderlich
  • mehrmals proben
  • Schärfepunkte eventuell am Objektiv markieren.
  • Der Kameramann muß Bewegungsabläufe im Ansatz erkennen.

Mit sinnvollen Bewegungen läßt sich etwas aussagen:

Der Zuschauerblick wird geführt.
Der Zuschauer muß dem Kamerablick folgen. Er wird auf etwas aufmerksam gemacht.

Nachstellen von Bewegungsabläufen
Kameras nehmen die Position des Akteurs ein und vermitteln somit ungewöhnliche Blickwinkel.

Hilfsmittel
Um ungewollte dynamische Bewegungen (z.B. bei Autofahrten, Laufen etc.) zu verhindern, müssen diese ausbalanciert werden. Hier helfen Steadycam, Schwebestative oder Einbeinstative, die durch Schwerpunktverlagerung Ausgleich schaffen.