Kurze Zeit später trat der exakt gleiche Fehler bei einem anderen Gerät wieder auf. Da aber eine erneute Reparatur für 450,- Euro nicht zur Debatte stand, haben wir uns daran gemacht, das Gerät selbst zu reparieren. Dazu haben wir 50 Minuten (Netto) benötigt und Materialkosten von 10,- Euro eingesetzt. Hier steht, wie es geht:
Zunächst wird das Gerät auseinander genommen.

Nachdem das Gehäuse entfernt wurde erkennt man drei Flachbandkabel, die mit der Leiterplatte verbunden sind. Diese sind vorsichtig aus der Steckverbindung zu lösen. Das geschieht durch öffnen der kleinen Plastverriegelung (Vorsicht: Keine Gewalt anwenden). Mit dem Fingernagel schafft man das gut.

Nach lösen der Befestigungsschrauben und dem Trennen verschiedener Steckverbindungen kann die Leiterplatte schließlich abgehoben werden.

Jetzt kann man schon erahnen, wo am Gerät das Linsensystem verborgen ist. Dazu muss die Plastabdeckung gelockert und abgenommen werden.

Eine einzige Schraube hält das hier markierte Teil am Anfang der Multi-Lens-Unit. Wie man im rechten Bild erkennen kann, hatte sich durch die extreme Hitze am Anfang des Lichtkanals die erste Glaslinse vom Alu-Rahmen gelöst (klappern). Durch die Schräglage ergab sich eine unkorrekte Streuung des Lichts. Dieses Doppel-Linsenmodul, kann man beim Epson-Regional Customer Service, M.K.-Computer Electronic GmbH (Telefon: +49-7161-6066-300, www.mk-electronic.de) für 196,21- Euro erwerben (Artikelnummer: 1279196). Will man das Geld auch noch sparen, klebt man die Linse einfach wieder an.

Dafür eignet sich Hochtemperatur-Silikon, den es für ca. 10,- Euro in jedem Baumarkt gibt. Es muss ganz wenig Klebstoff aufgetragen werden. Gerade soviel, dass nichts nach innen aus tritt. Beim Positionieren der Linse kann man nicht viel falsch machen. Der korrekte Sitz auf dem Leichtmetallrahmen ist praktisch passgenau vorgegeben.

Nach der Aushärtungsphase (ein Tag) kann man die Linse wieder einsetzen.
ABER:
An dieser Stelle gibt es absolut nichts zu justieren. Das bestätigte uns auch das Epson-Repair-Center. Was die Mitarbeiter in Köln so aufwendig betrieben haben wollen, ist nicht nachvollziehbar und eigentlich Unfug. Nach erfolgreichem Zusammenbau kann der Beamer in Betrieb genommen werden. Unser Gerät läuft seitdem wieder tadellos.
Nachtrag:
Bei erneutem Auftreten des gleichen Fehlers an anderen Beamern (Hier waren sogar alle drei Linsen lose!), gelang es uns mit der gleichen Methode das Gerät wieder zu reparieren. Möglicherweise ist diese Reparaturmethode auch auf andere Modelle anwendbar. Im Zweifelsfall sollte man natürlich eine Fachwerkstatt kontaktieren.