Videostudio






DVD-Fetsplatten-Recorder

Das Ende der VHS-Kassette

Im Vergleich zum VHS-Recorder bietet der DVD-Recorder Vorteile: Die Speicherung der Daten auf DVD erlaubt eine bessere Bild- und Tonqualität, das langwierige Vor- oder Zurückspulen im Film entfällt. Außerdem verbrauchen die DVD-Scheiben weniger Platz bei der Archivierung. Zudem kann die DVD beliebig oft ohne Qualitätsverluste vervielfältigt werden.

DVD-Recorder mit Festplatte bieten einen weiteren Vorteil: Mit ihnen kann der Film nach der Aufzeichnung nachbearbeitet werden, um zum Beispiel ungewollte Szenen vor dem Brennen zu entfernen. Allerdings ist diese Prozedur je nach Ausstattung etwas zeitaufwendig.

Checkliste zum Recorder-Kauf

Wie laut / leise ist das Gerät? (Laufwerks-/ Lüfter-Geräusche)
Welche Medien werden unterstützt? (DVD-R/-RW, +R/+RW,-RAM, CD, Double Layer)
Welche Formate werden abgespielt? (Video-CD, S-Video-CD, MP3, JPG, DivX)
Wieviele Qualitäts-Modi gibt es? Welche bieten die gewünschte Qualität?
Bei Festplatten-Rekordern: Welche Archiv-Funktionen gibt es? (Filme, Musik, Bilder, 1:1 Kopie)
Auf benötigte Anschlüsse achten (Video- und Audio-Ein- und –Ausgänge, Wichtig: Frontanschlüsse
Wie einfach lassen sich Sequenzen ausblenden / herausschneiden?
Welche Sonderfunktionen gibt es? (Kartenleser, Fotos direkt brennen, Camcorder-Anschluss)

Festplatten-Recorder
Bei Festplatten-Recordern wird die Aufnahme zunächst auf eine eingebaute Festplatte gespeichert. Nach der Aufzeichnung können Sie das Material nachbearbeiten und anschließend auf DVD brennen.

Plus oder Minus
Günstige Recorder basieren meist auf einem Platinen-Layout der Firma Philips (+). Plus-Rohlinge haben keine größeren Nachteile gegenüber den Minus-Rohlingen. Beim Rohlingskauf müssen Plus-Brenner-Besitzer auf das Vorzeichen achten. Multinormrecorder brennen verschiedene (alle) Rohlinge.

DVD-Formate
-R: Nur einmal beschreibbar, läuft auf fast allen DVD-Playern, 1 - 6 Stunden

+R: Nur einmal beschreibbar, läuft auf fast allen DVD-Playern, Kapazität 4,7 GByte

-RW: Mehrfach beschreibbar (zirka 1.000 fach), läuft auf vielen DVD-Playern, gute Nachbearbeitungsmöglichkeit, Kapazität 4,7 GByte

+RW: Mehrfach beschreibbar (zirka 1.000 fach), läuft auf vielen DVD-Playern, gute Nachbearbeitungsmöglichkeit, Kapazität 4,7 GByte

-RAM: Mehrfach beschreibbar (zirka 100.000 fach), teuer, läuft auf wenigen DVD-Playern, sehr gute Nachbearbeitungsmöglichkeit, Kapazität bis 9,4 GByte. Wird in der Regel nur vom Recorder selbst und einigen PC-Laufwerken erkannt.

+R DL (Double Layer): Nur einmal beschreibbar, läuft auf nicht allen DVD-Playern, Kapazität 8,5 GByte

 

Aufnahme-Modi und Aufnahmezeiten
Aufnahme-Modus DVD (4,7 gbyte) Festplatte 80 GB Festplatte 160 GB Qualität
HQ High-Quality 1 Stunde 13 Stunden 26 Stunden sehr gut
SQ Standard-Quality 2 Stunden 30 Stunden 60 Stunden gut
LP long play 4 Stunden 64 Stunden 128 Stunden ausreichend
EP Extra Long Play 6 Stunden 98 Stunden 196 Stunden schlecht
SLP Super Long Play 8 Stunden 132 Stunden 164 Stunden schlecht

 

Anschlüsse
Jeder DVD-Recorder bietet mindestens zwei Scart-Buchsen. Wollen Sie einen S-VHS-Recorder anschließen, ist ein S-Video-Anschluss (Hoside) ideal. Signale vom digitalen Camcorder übertragen Sie am besten über die i-Link-Schnittstelle (DV-Eingang, Firewire).


Alternative

Ungeschützte, bzw. selbst aufgenommene DVDs lassen sich natürlich in jedem PC vervielfältigen. Voraussetzung ist ein DVD-Brenner.

Dipl. Ing. (FH) Detlef Bergmann