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M.A. Josephine Herold






Akademischer Werdegang

1995 - 2001

2001 - 2006



2004


2003 - 2005

2005


2006

seit 2006


2006 - 2007


2007/2008


2008

seit 2008


seit 2008

2011



Ausbildung und Berufstätigkeit im juristischen Bereich

Studium Soziologie und Erziehungswissenschaft an der FernUniversität in Hagen
Schwerpunkte: Stadtsoziologie, Biographie und Sozialisation, Jugend, Arbeitssoziologie, Qualitative Sozialforschung, Berufspädagogik und berufliche Weiterbildung, Heilpädagogischer Schwerpunkt

Studienarbeit "Innen- und Außenräume in ihrer Bedeutung für Kinder und Jugendliche - am Beispiel der räumlichen Umgestaltung des Neubaugebietes Zwickau-Neuplanitz 1995 - 2004"

Freiberufliche Dozentin in den Bereichen berufliche Bildung und Sprachen

Magisterarbeit "Ziel Berufliche Handlungsfähigkeit - eine theoretische und praxisbezogene Diskussion der Relevanz und Realisierbarkeit von Schlüsselqualifikation bzw. Kompetenzentwicklung in der beruflichen Bildung"

Studienabschluß Magistra Artium (M. A.) Erziehungswissenschaft und Soziologie

Freiberufliche Dozentin an Fachschulen und Berufsfachschulen für Sozialwesen in den Bereichen Soziologie, Sozialpädagogik, Pädagogik und Psychologie

Freiberufliche Dozentin in Weiterbildungsmaßnahmen für Erzieher zum "Curriculum zur Umsetzung des Bildungsauftrages in sächsischen Kindertageseinrichtungen"

Mitglied in der Aufgabenerstellungskommission für die Abschlussprüfung der Fachschulen Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik, in Sachsen

Mitglied in der Aufgabenerstellungskommission für die Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Sozialwesen in Sachsen

Ständiges Mitglied in Prüfungskommissionen für die Abschlussprüfung der Fachschulen Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik, sowie der Berufsfachschulen für Sozialwesen

Promotionsvorhaben "Raumerfahrung von Kindern in Kleinstädten am Beispiel von Penig und Mittweida 2008/2009"

Mitglied in der Erstellungskommission für die schriftliche Abschlussprüfung der Fachschulen Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik, in Sachsen

Abstract zur laufenden Promotion

Raumerfahrung von Kindern in Kleinstädten am Beispiel von Penig und Mittweida 2008/2009

Die städtische Raumplanung und -gestaltung orientiert sich vorrangig an den Interessen Erwachsener. Für Kinder und Jugendliche werden Schonräume in Form von Kleinkinderspielplätzen und Bolzplätzen sowie pädagogisch betreuten Freizeiteinrichtungen errichtet, funktionsoffene Räume existieren innerstädtisch nur noch selten. Die fast lückenlose Funktionszuweisung des (Stadt-)Raumes scheint kaum selbstbestimmte kindliche Aktionsräume zuzulassen. Und doch sind sie im Straßen- und Stadtbild zu finden - Kinder, die nicht nur vorbestimmte Spielplätze nutzen sondern sich auch Räume erobern, aneignen, die eigentlich nicht für sie vorgesehen waren.
Dieses Promotionsvorhaben thematisiert die Freizeitgestaltung von Kindern im Zusammenhang mit der sie umgebenden sozialen, kulturellen und räumlichen Umwelt, wobei die kindliche Perspektive auf die Stadt und ihre differenzierten räumlichen Gegebenheiten im Vordergrund steht. Kinder eignen sich Räume in unterschiedlicher Weise an und konstituieren als Akteure in diesem Prozess ihre Aktionsräume. Ihre Raumerfahrung steht damit im direkten Zusammenhang mit ihrer Erfahrungswelt.
Ausgewählt wurden Kinder in der späten Kindheitsphase. Gerade diese Altersgruppe, die sich im Übergang von der Kindheit in die Jugendphase befindet, scheint eine vernachlässigte Gruppe in der Nutzungsverteilung des städtischen Raumes zu sein. Spielplätze orientieren sich meist an den Bedürfnissen jüngerer Kinder, Treffpunkte von Jugendlichen sind häufig noch nicht relevant. Die sogenannten 'Lücke-Kinder' sind auf der Suche nach eigenen Erfahrungsräumen, in denen sie sich ausprobieren können, um sich von der Kindheit abzulösen und der Jugend zuzuwenden.
Als Forschungsfeld wurden zwei Kleinstädte im Umfeld von Chemnitz - Penig und Mittweida - ausgewählt. Mittels qualitativer Methoden, bevorzugt der Befragung in leitfadengestützten Interviews und Stadtbegehung mit Kindern, wurden Daten zu Freizeitgelegenheiten und -aktivitäten der Kinder erhoben. Im Ergebnis der Auswertung sollen Aussagen über die Spezifik kleinstädtischer Aktionsräume von Kindern in der späten Kindheitsphase und über die Spezifik kleinstädtischer
Raumerfahrung getroffen werden. Kindheit in der Großstadt und auf dem Lande wurde in verschiedenen Studien bereits thematisiert. Die Kleinstadt, so die These dieser Arbeit, bietet ebenfalls spezifische Raumerfahrungs- und -konstitutionsmöglichkeiten.