Studium der Soziologie, Politikwissenschaft sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der RWTH Aachen;
Magisterarbeit zum Thema: "Erwerbsbiografie in der Moderne - Eine empirische Analyse zur beruflichen Weiterbildung älterer Erwerbstätiger in NRW"
01.2005 bis 02.2012
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der TU Chemnitz, Fachbereich: Empirische Sozialforschung
2009
Promotion (Dr. phil.) mit Prädikat 'summa cum laude' am Institut für Soziologie der TU Chemnitz (Dissertationsschrift: „Entwicklungspfade nichtehelicher Lebensgemeinschaften. Eine empirische Analyse auf der Basis eines Lebensstilansatzes“)
2010-2011
Vertretung der Vorlesung "Methoden der empirischen Sozialforschung" an der RWTH Aachen
WS 11/12
Vertretung der Professur für Soziologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Fakultät für Soziale Arbeit
seit 03.2012
Juniordozent (W1) für Methoden an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Forschungsschwerpunkte
Familiensoziologie mit dem Schwerpunkt voreheliche Partnerschaften
Sozialstrukturanalyse mit den Schwerpunkten Lebensstilforschung und Ost-West-Vergleich
Religionssoziologie mit dem Schwerpunkt auf Veränderungen der Religiosität im Lebensverlauf
Lehrveranstaltungen
Legende
Anmeldung möglich
Anmeldung unter Vorbehalt möglich.
Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich. Entweder ist der Anmeldezeitraum überschritten oder die Veranstaltung ist voll belegt.
Übersicht Lehrveranstaltungen
Bücher
Kopp, Johannes & Lois, Daniel (2012):Sozialwissenschaftliche Datenanalyse. Eine Einführung.
In: Wiesbaden: Springer VS.
Kopp, Johannes & Lois, Daniel (2012):Sozialwissenschaftliche Datenanalyse.Eine Einführung.
Wiesbaden: Springer VS.
Kopp, Johannes/Lois, Daniel/Kunz, Christina & Arránz Becker, Oliver (2010):"Verliebt, verlobt, verheiratet". Institutionalisierungsprozesse in Partnerschaften.
In: Wiesbaden: VS-Verlag.
„Verliebt, verlobt, verheiratet“ – Auch wenn sich die Entwicklung von Partnerschaften und Beziehungen in diesem Kindervers so einfach anhört, in der Realität sind die Prozesse, durch die Partnerschaften eine gewisse Dauerhaftigkeit erreichen, wesentlich komplizierter. Indem vorliegenden Buch wird untersucht, welche Zwischenschritte bei der Institutionalisierung von Beziehungen wichtig sind und durch welche Umstände diese Verfestigung der Partnerschaft befördert oder behindert wird. Darüber hinaus wird untersucht, welche Rolle die persönlichen Netzwerke spielen und welche Ursachen und Folgen Trennungen in den verschiedenen Phasen einer Partnerschaft aufweisen.
Kopp, Johannes/Lois, Daniel/Kunz, Christina & Arránz Becker, Oliver (2010):"Verliebt, verlobt, verheiratet".Institutionalisierungsprozesse in Partnerschaften.
Wiesbaden: VS-Verlag.
Lois, Daniel (2009): Lebensstile und Entwicklungspfade nichtehelicher Lebensgemeinschaften. Eine empirische Analyse mit dem Sozioökonomischen Panel.
In: Wiesbaden: VS-Verlag.
Zu den wichtigsten Veränderungen der privaten Lebensführung in den letzten Jahrzehnten zählt die Bedeutungszunahme der nichtehelichen Lebensgemeinschaft. Innerhalb dieser Lebensform werden wichtige Weichenstellungen getroffen: Während einige Partnerschaften sich durch die Gründung einer Familie und eine Heirat weiter verstetigen, enden andere voreheliche Paarbeziehungen durch eine Trennung. Die vorliegende Arbeit überprüft am Beispiel dieser Entwicklungspfade nichtehelicher Lebensgemeinschaften, inwieweit Lebensstilmerkmale eigenständige Erklärungsbeiträge liefern können, die durch klassische sozialstrukturelle Indikatoren wie Bildung, Einkommen oder Berufsprestige nicht abgedeckt werden.
Lois, Daniel (2009): Lebensstile und Entwicklungspfade nichtehelicher Lebensgemeinschaften.Eine empirische Analyse mit dem Sozioökonomischen Panel.
Wiesbaden: VS-Verlag.
Beiträge in Fachzeitschriften
Arránz Becker, Oliver & Lois, Daniel (2012):Competing pleasures? The Impact of Leisure Time Use on the Transition to Parenthood.In: Journal of Family Issues : DOI: 10.1177/0192513X12437694.
Arránz Becker, Oliver & Lois, Daniel (2012):Competing pleasures? The Impact of Leisure Time Use on the Transition to Parenthood.In: Journal of Family Issues : DOI: 10.1177/0192513X12437694.
Arránz Becker, Oliver & Lois, Daniel (2011):Leisure-related opportunity costs and the transition to motherhood - A panel analysis.In: Schmollers Jahrbuch - Journal of Applied Social Science Studies 131: 213-223.
Abstract
Using data from the German Socio-Economic Panel (1992-2009), we analyze the impact of both the quantity and specific types of leisure activity on the risk of the transition to parenthood two years later. With regard to the leisure time budget, neither timing nor level effects are found once third variables (above all, partnership type) are controlled for. Concerning specific types of leisure activity, respondents with a strong preference for out-of-home leisure activities delay having their first child (timing effect), but do not end up with a higher level of childlessness at age 41.
Arránz Becker, Oliver & Lois, Daniel (2011):Leisure-related opportunity costs and the transition to motherhood - A panel analysis.In: Schmollers Jahrbuch - Journal of Applied Social Science Studies 131: 213-223.
Lois, Daniel (2011):Wie verändert sich die Religiosität im Lebensverlauf? Eine Panelanalyse unter Berücksichtigung von Ost-West-Unterschieden.In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 63: 83-110.
Abstract
Der Beitrag untersucht mit Daten des Soziooekonomischen Panels und Fixed-Effects-Regressionsmodellen die Veränderung der Kirchgangshäufigkeit im Lebensverlauf. Im Zeitraum 1992–2007 ist altersübergreifend ein leichter Rückgang zu beobachten. Dieser im Sinne einer Säkularisierung interpretierbare Periodeneffekt wird durch einen positiven Alterseffekt konterkariert. Der positive Einfluss des Lebensalters schwächt sich jedoch mit fortlaufender Kalenderzeit tendenziell ab. Dies kann ebenfalls als eine Form von Säkularisierung interpretiert werden. Vertiefende Analysen zeigen, dass der Übergang in den Ruhestand sowie in Westdeutschland die erste Eheschließung, Kinder im Schulalter und eine Verwitwung, jeweils zu einem Anstieg der Kirchgangshäufigkeit beitragen und den positiven Alterseffekt somit teilweise vermitteln. Eine Erhöhung des individuellen Bildungsniveaus und Erwerbsumfangs, die erste Scheidung (in Westdeutschland) und der Übergang in eine nichteheliche Lebensgemeinschaft (in Ostdeutschland) wirken dem positiven Alterseffekt jedoch entgegen und verstärken somit den altersübergreifenden Säkularisierungstrend.
Lois, Daniel (2011):Wie verändert sich die Religiosität im Lebensverlauf? Eine Panelanalyse unter Berücksichtigung von Ost-West-Unterschieden.In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 63: 83-110.
Lois, Daniel & Kopp, Johannes (2011):Elternschaftskonstellationen bei Alleinerziehenden.In: Zeitschrift für Familienforschung. Sonderheft 8 (Pluralisierung von Elternschaft und Kindschaft, Hg. von Dieter Schwab & Laszlo A. Vaskovics): 59-76.
Lois, Daniel & Kopp, Johannes (2011):Elternschaftskonstellationen bei Alleinerziehenden.In: Zeitschrift für Familienforschung. Sonderheft 8 (Pluralisierung von Elternschaft und Kindschaft, Hg. von Dieter Schwab & Laszlo A. Vaskovics): 59-76.
Lois, Daniel (2011):Church membership and church attendance across time - A trend analysis considering differences between East and West Germany.In: Comparative Population Studies - Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft 36: 161-192.
Abstract
On the basis of ALLBUS data this paper examines for the period under observation 1980-2008 how the probability of church membership and the frequency of churchgoing change depending on age, calendar time and birth cohort. In accordance with conventional secularisation theories, it is shown for Western and Eastern Germany that the share of individuals with a religious denomination in the periods 1980-2008 and 1991-2008 is continuing to fall. The general secularisation trend is however counteracted by positive age effects on the probability of church membership (in Western and Eastern Germany) and on the frequency of churchgoing (in Western Germany). A form of secularisation which has received little attention so far in this context lies in the fact that the positive age effect on church attendance among Western German persons weakens significantly with ongoing calendar time. In view of cohort effects, it is shown for Western Germany that in particular the 1946-1953 birth cohort, which was considerably influenced by the 68 movement, is typified by low levels of religious participation. A revitalisation of ties to churches is shown in the new Federal States in the cohorts from 1961 onwards, which were socialised during the dissolution of the GDR and after reunification.
Lois, Daniel (2011):Church membership and church attendance across time - A trend analysis considering differences between East and West Germany.In: Comparative Population Studies - Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft 36: 161-192.
Arránz Becker, Oliver & Lois, Daniel (2010):Selection, alignment, and their interplay: Origins of lifestyle homogamy in couple relationships.In: Journal of Marriage and Family 72: 1234-1248.
Abstract
The present study examines different processes leading to lifestyle homogamy in married and cohabiting couples using data from the German Socioeconomic Panel (n = 3,490 couples). The analyses first suggest that alignment over time promotes homogamy of leisure-related lifestyles, especially with respect to action-oriented activities. However, intermediate stages in the life course (i.e., phases of active parenting and labor force participation) tend to inhibit alignment, whereas cues indicating a high-quality match (e.g., educational homogamy and being in a long-term or a marital relationship) promote alignment. Second, we find evidence for selection effects in that not only homogamy but also convergence of lifestyles over time may increase couples’ resilience to relationship breakup.
Arránz Becker, Oliver & Lois, Daniel (2010):Selection, alignment, and their interplay: Origins of lifestyle homogamy in couple relationships.In: Journal of Marriage and Family 72: 1234-1248.
Arránz Becker, Oliver & Lois, Daniel (2010):Unterschiede im Heiratsverhalten westdeutscher, ostdeutscher und mobiler Frauen. Zur Bedeutung von Transformationsfolgen und soziokulturellen Orientierungen.
In: Soziale Welt 61: 5-27.
Abstract
Der Beitrag vergleicht das Heiratsverhalten ost- und westdeutscher Frauen nach der Wiedervereinigung auf der Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP). Im Ausgangsmodell weisen die ostdeutschen Frauen eine signifikant niedrigere Übergangsrate in die erste Ehe auf als die westdeutsche Vergleichsgruppe. Ereignisdatenanalysen zeigen, dass dieser Unterschied durch zwei Gruppen von Faktoren erklärbar ist: Erstens durch soziokulturelle Merkmale ostdeutscher Frauen wie ihre gering ausgeprägte Religiosität und ihre hohe Berufsorientierung, zweitens durch Transformationsfolgen wie ein geringeres Haushaltseinkommen und eine verminderte Lebenszufriedenheit. Differenzierte Befunde resultieren für die Familiengründung sowie für das Eingehen einer nichtehelichen Kohabitation: Diese beiden Übergänge werden zwar von ostdeutschen Frauen früher vollzogen, sind aber bei ihnen schwächer an die Eheschließung gekoppelt als bei westdeutschen Frauen. Das Heiratsverhalten mobiler Frauen, die ihren Wohnsitz in der Nachwendezeit von Ost- nach Westdeutschland verlegen, entspricht überraschenderweise dem westdeutschen Muster, obwohl sie eine geringere Religiosität und eine tendenziell höhere Berufsorientierung aufweisen als westdeutsche Frauen.
Arránz Becker, Oliver & Lois, Daniel (2010):Unterschiede im Heiratsverhalten westdeutscher, ostdeutscher und mobiler Frauen.Zur Bedeutung von Transformationsfolgen und soziokulturellen Orientierungen.
In: Soziale Welt 61: 5-27.
Arránz Becker, Oliver/Lois, Daniel & Nauck, Bernhard (2010):Differences in Fertility Patterns between East and West German Women. Disentangling the roles of cultural background and of the transformation process.
In: Comparative Population Studies – Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft 35: 7-34.
Abstract
The present study compares parity-specific fertility patterns of West and East German women (from birth cohorts 1970 and younger) after German reunification using panel data from the GSOEP (waves 1990 through 2006). Whereas the transition rate for the birth of the fi rst child tends to be higher in the East German than in the West German sub-sample, the likelihood of second births remains considerably higher among West German women across time. The analyses presented comprise a detailed comparative test of different intervening mechanisms, represented by sociocultural orientations and social inequalities resulting from the societal transformation process. Although the transition rate to fi rst births among East German women is lowered by their higher education and work aspirations, their higher degree of family orientation promotes their propensity to start a family. Surprisingly, the higher proportion of persons without a denomination in East Germany promotes the transition to parenthood because it accelerates both the engagement in and the consolidation of intimate relationships. The lower transition rate to second births among East German women is partly accounted for by the higher work aspirations, by the lower religiosity and by the lower general life satisfaction in this subgroup.
Arránz Becker, Oliver/Lois, Daniel & Nauck, Bernhard (2010):Differences in Fertility Patterns between East and West German Women.Disentangling the roles of cultural background and of the transformation process.
In: Comparative Population Studies – Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft 35: 7-34.
Lois, Daniel/Arránz Becker, Oliver & Kunz, Christina (2009):Fördernde und hemmende Einflüsse der Kohabitation auf die Heiratsabsicht. Eine nutzen- und kostentheoretische Analyse.
In: Zeitschrift für Familienforschung 21(1): 30-54.
Gegenstand der Arbeit ist die These, dass die nichteheliche Lebensgemeinschaft (NEL) sowohl als Vorstufe als auch als Alternative zur Ehe zu interpretieren ist, da sie gleichzeitig die Heiratskosten und den Heiratsnutzen senkt. Es wird empirisch analysiert, wie nichtehelich mit ihrem Partner kohabitierende Personen – gegenüber einer Vergleichsgruppe von Paaren ohne gemeinsamen Haushalt – verschiedene Nutzen- und Kostenaspekte einer Eheschließung wahrnehmen und wie sich diese unterschiedlichen „Entscheidungsparameter“ auf die relative Heiratsintention auswirken. Die Ergebnisse bestätigen primär die Vorstufenfunktion der NEL: Bereits kohabitierende Personen nehmen die Kostenseiten einer Eheschließung – speziell den Verzicht auf eine Fortsetzung der Partnersuche, eine erwartete Ablehnung der ehelichen Partnerschaft im sozialen Netzwerk sowie den Verzicht auf sexuelle Freiheiten durch die längerfristige Festlegung auf den Partner – als weniger gravierend wahr. Heiratsanreize entstehen bei kohabitierenden Paaren nach unseren Befunden also primär über die geringen Kosten. Darüber hinaus weisen die Ergebnisse darauf hin, dass eine ökonomische Absicherung der Partner oder ihrer Kinder weiterhin ein Alleinstellungsmerkmal der Ehe ist.
Lois, Daniel/Arránz Becker, Oliver & Kunz, Christina (2009):Fördernde und hemmende Einflüsse der Kohabitation auf die Heiratsabsicht.Eine nutzen- und kostentheoretische Analyse.
In: Zeitschrift für Familienforschung 21(1): 30-54.
Lois, Daniel (2008):Arbeitsteilung, Berufsorientierung und Partnerschaftsstabilität. Ehen und nichteheliche Lebensgemeinschaften im Vergleich.
In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 60: 53-77.
Das zentrale Ergebnis der Arbeit ist, dass sich Ehen und nichteheliche Lebensgemeinschaften im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen der außerhäuslichen Arbeitsteilung und der Partnerschaftsstabilität unterscheiden. Ehen werden durch die Erwerbsbeteiligung der Frau destabilisiert und durch eine traditionelle Arbeitsteilung stabilisiert. Empirisch äußert sich dies in einem positiven Effekt des Einkommens bzw. der Berufsorientierung der Frau und einem negativen Effekt des relativen Einkommens des Mannes auf die Trennungswahrscheinlichkeit. Nichteheliche Lebensgemeinschaften werden dagegen durch eine egalitäre Arbeitsteilung stabilisiert. Es lässt sich kein negativer Effekt der Erwerbsbeteiligung der Frau auf die Stabilität nachweisen. Das relative Einkommen des Mannes erhöht zudem das Risiko einer Auflösung von nichtehelichen Partnerschaften.
Unabhängig vom Einkommensverhältnis erweist sich eine Einstellungshomogamie der Partner als erklärungskräftig. Die nichteheliche Partnerschaft wird stabilisiert, wenn beide Partner beruflichen Erfolg anstreben. Dieses Ergebnis deutet nicht nur auf eine egalitäre Geschlechtsrollenorientierung unverheirateter Männer hin. Es ist zudem ein Hinweis darauf, dass eine egalitäre Ausrichtung der Partnerschaft Konsequenzen für die Lebensgestaltung hat, die von beiden Partnern akzeptiert werden müssen – zum Beispiel im Hinblick auf die Familienplanung oder das Timing der Eheschließung.
Lois, Daniel (2008):Arbeitsteilung, Berufsorientierung und Partnerschaftsstabilität.Ehen und nichteheliche Lebensgemeinschaften im Vergleich.
In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 60: 53-77.
Lois, Daniel (2008):Einflüsse von Lebensstilmerkmalen auf den Übergang in die erste Ehe.In: Zeitschrift für Familienforschung 20: 13-33.
Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit Lebensstilmerkmale wie eine Familien-, Freizeit- oder Berufsorientierung eigenständig den Übergang von der nichtehelichen Lebensgemeinschaft in die erste Ehe erklären können. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lebensstilelemente im Hinblick auf das Heiratsverhalten weder einfache Reflexe anderer soziostruktureller Merkmale wie Alter, Bildung oder Erwerbsstatus darstellen, noch von diesen unabhängig sind. Zwischen einem häuslich-familienorientierten sowie religiösen Lebensstil und der Heiratswahrscheinlichkeit bestehen (geschlechtsunspezifisch) auch dann positive Zusammenhänge, wenn das Bildungsniveau, die formale Konfessionszugehörigkeit und weitere Merkmale kontrolliert werden. Die negativen Effekte eines berufs- und freizeitorientierten Lebensstils der Frau auf die Übergangsrate lassen sich dagegen durch das Bildungsniveau, den Erwerbsstatus und die Familiengründung erklären. Darüber hinaus ist relevant, wie bestimmte Lebensstilmerkmale innerhalb des Paares verteilt sind. Die Heiratswahrscheinlichkeit steigt tendenziell bei einer relativ zur Frau ansteigenden Berufsorientierung des Mannes. Sie sinkt dagegen, wenn sich die Familienorientierung der Partner unterscheidet.
Lois, Daniel (2008):Einflüsse von Lebensstilmerkmalen auf den Übergang in die erste Ehe.In: Zeitschrift für Familienforschung 20: 13-33.
Lois, Daniel (2007):Determinanten der Weiterbildungsbeteiligung älterer Erwerbstätiger.In: Zeitschrift für Arbeitsmarktforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik 16 (1): 5-22.
Der Beitrag zeigt mit Daten des Berichtssystems Weiterbildung 2000, dass die altersspezifische Beteiligung an formeller beruflicher Weiterbildung on-the-job je nach Anlass der Teilnahme variiert: Die Partizipation an Einarbeitungs- und vor allem Aufstiegsqualifizierungen erweist sich als negativ altersabhängig, während die Beteiligung an Anpassungsfortbildungen in keinem signifikanten Zusammenhang mit dem Alter steht. Auch ältere Erwerbstätige investieren folglich in ihr Humankapital – allerdings selektiv und unter spezifischen Bedingungen: Mit steigendem Alter gewinnen positive Einstellungen gegenüber der eigenen Lernfähigkeit als Teilnahmevoraussetzungen an Bedeutung. Zudem gibt die Qualität technologischer Innovationen den Ausschlag darüber, ob eine formelle Weiterbildung überhaupt erforderlich wird. Sind neue Arbeitsaufgaben z.B. mit der vorangehenden Tätigkeit verwandt, kann die Umstellung von älteren Erwerbstätigen teilweise durch einen Transfer ihres Erfahrungswissens bewältigt werden.
Lois, Daniel (2007):Determinanten der Weiterbildungsbeteiligung älterer Erwerbstätiger.In: Zeitschrift für Arbeitsmarktforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik 16 (1): 5-22.
Gerhardt, Anke & Lois, Daniel (2003):Aspekte des Erwerbsverhaltens älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ergebnisse des Mikrozensus 1996 und 2003.
In: Statistische Analysen und Studien NRW 15/03: 15-22.
Gerhardt, Anke & Lois, Daniel (2003):Aspekte des Erwerbsverhaltens älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.Ergebnisse des Mikrozensus 1996 und 2003.
In: Statistische Analysen und Studien NRW 15/03: 15-22.
Aufsätze in Herausgeberbänden, Arbeitspapiere
Lois, Daniel & Kopp, Johannes (2011):Institutionalisierungsprozesse in Partnerschaften. Erste Ergebnisse auf der Grundlage des Beziehungs- und Familienpanels.In: Brüderl, Josef/Castiglioni, Laura & Schumann, Nina (Hrsg.): Partnerschaft, Fertilität und intergenerationale Beziehungen. Ergebnisse der ersten Welle des Beziehungs- und Familienpanels. Würzburg: Ergon: 105-124.
Lois, Daniel & Kopp, Johannes (2011):Institutionalisierungsprozesse in Partnerschaften. Erste Ergebnisse auf der Grundlage des Beziehungs- und Familienpanels.In: Brüderl, Josef/Castiglioni, Laura & Schumann, Nina (Hrsg.): Partnerschaft, Fertilität und intergenerationale Beziehungen. Ergebnisse der ersten Welle des Beziehungs- und Familienpanels. Würzburg: Ergon: 105-124.
Lois, Daniel/Kunz, Christina & Kopp, Johannes (2010):"Verliebt, verlobt, verheiratet". Institutionalisierungsprozesse in Liebesbeziehungen junger Erwachsener und Jugendlicher.
In: Walper, Sabine & Wendt, Eva-Verena (Hrsg.): Partnerschaften und die Beziehungen zu Eltern und Kindern. Befunde zur Beziehungs- und
Familienentwicklung in Deutschland. Würzburg: Ergon: 55-85.
Lois, Daniel/Kunz, Christina & Kopp, Johannes (2010):"Verliebt, verlobt, verheiratet".Institutionalisierungsprozesse in Liebesbeziehungen junger Erwachsener und Jugendlicher.
In: Walper, Sabine & Wendt, Eva-Verena (Hrsg.): Partnerschaften und die Beziehungen zu Eltern und Kindern. Befunde zur Beziehungs- und
Familienentwicklung in Deutschland. Würzburg: Ergon: 55-85.
Lois, Daniel (2005):Weiterbildungsbeteiligung älterer Erwerbstätiger. Die Messung im Mikrozensus und der Einfluss soziodemografischer Variabler.
In: : Beitrag zur 4. Nutzerkonferenz „Forschung mit dem Mikrozensus: Analysen zur Sozialstruktur und zum Arbeitsmarkt“. Mannheim: ZUMA: .
Lois, Daniel (2005):Weiterbildungsbeteiligung älterer Erwerbstätiger.Die Messung im Mikrozensus und der Einfluss soziodemografischer Variabler.
In: : Beitrag zur 4. Nutzerkonferenz „Forschung mit dem Mikrozensus: Analysen zur Sozialstruktur und zum Arbeitsmarkt“. Mannheim: ZUMA: .