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Abgeschlossenen Dissertationen

Norbert Huchler: Entgrenzung² - Zur Lebensführung von Piloten (2011)
(Veröffentlichung in Vorbereitung)
Piloten haben seit über 50 Jahren Erfahrung mit raum-zeitlicher Mobilität und den damit verbunden vielseitigen Flexibilitätsanforderungen. Vor dem Hintergrund eines steigenden Mobilitätsbedarfs der Gesellschaft und sich stetig wandelnder institutioneller (v.a. gesetzlicher und ökonomischer) Rahmenbedingungen haben Piloten individuell angepasste Strategien und stabile Arrangements entwickelt, mit Flexibilitätsanforderungen in ihrer täglichen Arbeits- und Lebenssituation umzugehen.
Ziel des Vorhabens war es, in einem ersten Schritt verallgemeinerbare Strategien und Arrangements von Piloten empirisch zu systematisieren und Bedingungen für deren Persistenz zu ergründen. Diese Arrangements fallen je Arbeits- und Lebenssituation und mit den jeweiligen subjektiven Erwartungen der Piloten an und deren Einstellungen in Bezug auf die beiden Sphären Arbeit und Leben im Luftverkehr höchst unterschiedlich aus. Ein erster tieferer Blick in der Empirie zeigt jedoch auch, dass die verschiedenartigen Arrangements auf ähnlicher Weise mit aktuellen Anforderungen konfrontiert sind, wie sie in der Arbeitssoziologie allgemein bzw. für andere Tätigkeitsfelder diskutiert werden; unter den Schlagwörtern: Ökonomisierung, Entgrenzung, Subjektivierung etc. Es ist offensichtlich, dass die bisherigen stabilen Arrangements in ihrer Verschiedenheit unterschiedlich, aber dennoch alle vor ähnlichen Herausforderungen stehen und potentiell gefährdet sind.
Die These war, dass sich durch ein systematisches In-Beziehung-Setzen der lang gewachsenen und erprobten unterschiedlichen Arrangements im Luftverkehr mit den aktuellen vielseitigen Herausforderungen (v.a. zunehmende Flexibilitätsanforderungen) eine Tendenz nachgezeichnet werden kann, die sich – mit dem Blick auf erhöhte Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen – auf die gesamte (Arbeits-)Gesellschaft übertragen lässt.
Die Arbeit griff zum einen auf die umfangreichen Erkenntnisse aus dem DFG-Forschungsprojekt „Multiple Entgrenzung des Flugpersonals im kommerziellen Luftverkehr“ (TU Chemnitz, Nov. 2005 bis Okt. 2008 ) zurück. Zum anderen wurden 40 qualitative Interviews mit Piloten ausgewählt und noch einmal intensiv ausgewertet.
Der theoretische Fokus richtete sich dabei auf Forschungen zu den Themenfeldern Mobilität, Entgrenzung, Flexibilisierung, Arbeit und Leben und auf die Konzepte des Arbeitskraftunternehmers und der Lebensführung.
Peggy Szymenderski: Gefühlsarbeit im Polizeidienst (2011)
(Veröffentlichung in Vorbereitung)
Ausgangspunkt dieser Untersuchung war die Feststellung, dass Polizistinnen und Polizisten in einem „bürokratischen Dilemma“ stecken. Einerseits müssen sie die bürokratischen Reglementierungen, die durch die Behörde Polizei vorgegeben sind, befolgen. Andererseits sind sie bei ihrer Arbeit mit sehr existenziellem Problem, wie Gewalt, Tod und Missbrauch konfrontiert.
Daraus entstehen Diskrepanzen zwischen der rationalen Logik polizeilichen Handelns und dem persönlichen Erleben von Polizist/innen. Es kommt demnach zu Widersprüchen zwischen dem, was ein/e Polizist/in fühlt und dem, was er/sie fühlen soll.
Diesen Widerspruch bezeichnet man auch als emotionale Dissonanz, mit der die Polizist/innen einen Umgang finden müssen, wenn sie zum einem die geforderte Arbeitsleistung erbringen und zum zweiten, sich selbst vor emotionaler Belastung schützen möchten.
Emotionale Dissonanzen werden bewältigt, indem die Gefühle dahingehend verändert werden, dass sie zu den Normen passen oder es wird das Verhalten so verändert, dass es zu den Gefühlen passt. Diese Regulation der eignen Emotionen bezeichnet man als Gefühlsarbeit.
In der mit Methoden der qualitativen Sozialforschung arbeitenden Untersuchung wurde nun genauer betrachtet, welche Modi des Umgangs mit emotionalen Situationsanforderungen es bei der polizeilichen Arbeit gibt. Es wurde daher davon ausgegangen, dass Gefühle in sehr unterschiedlicher Art und Weise bearbeitet werden. Zudem wurde danach gefragt, welche sozialen Randbedingungen bei der Kultivierung der Umgangspraktiken eine Rolle spielen. Neben diesen unterschiedlichen Umgangstypen und den damit verbundenen Wirkungszusammenhängen der Rahmenbedingungen wurden aus den Ergebnissen auch Maßnahmen zur praktischen Gestaltung polizeilicher Arbeit abgeleitet.
Angela Poppitz: Bahnalltag im Arbeitsalltag (2008)
Beruflich Bahnfahren. Aneignung des arbeitsbedingten Bahnalltags bei Pendlern und Geschäftsreisenden. München/ Mering: R. Hampp, 2008

Beruflich Bahnfahren. Aneignung des arbeitsbedingten Bahnalltags bei Pendlern und Geschäftsreisenden. München/ Mering: R. Hampp, 2008

Das qualitativ angelegten Dissertationsvorhaben beschäftigte sich mit der Erforschung des arbeitsbedingten Bahnreisealltags von Zugreisenden als Arrangement aus Arbeit und Bahn­fahrt. Es wurde hierbei gefragt, inwieweit sich der moderne Arbeitsalltag von arbeitsbedingten Reisenden und deren Ge­staltung und (Er-)Leben des Bahnfahrens durch­dringen und wechselseitig bedingen. Wie gehen arbeitsbedingt Reisende mit dem temporären Lebensraum Zugabteil räumlich, zeitlich und sozial um? Welche Kon­sequenzen ergeben sich für den Charakter des Bahnabteils einerseits und die Organisation des subjektiven Arbeitsalltags andererseits? Es wurde davon ausgegangen, dass zwischen Arbeitsalltag und Bahnfahralltag eine enge Verbindung besteht, deren Strukturen und Abhängigkeiten detailliertere Betrachtung erfahren sollten Ziel dieser Arbeit ist es, einen Beitrag zu einer Soziologie des (arbeitsbezogenen) Bahnreisens zu leisten, indem zum einen die Veränderungen arbeitsweltlicher Strukturen zur Verkehrsentwicklung bzw. Verkehrsmittelwahl auf der Gesellschaftsebene in Beziehung gesetzt werden. Zum anderen wurde dann auf der Akteursebene genau in den Blick genommen werden, wie gerade arbeitsbedingte Bahnreiende Arbeit und Raumüberwindung arrangieren und in welcher Weise sich dies auf die Lebenswelt Bahnabteil aber auch auf die Arbeitsarrangements der Akteure auswirkt.
Julia Egbringhoff: Bedingungen und Auswirkungen neuer Formen von Selbständigkeit: Alltägliche Lebensführung von Ein-Personen- Selbständigen (2006)
Ständig selbst. Eine Untersuchung der alltäglichen Lebensführung von Ein- Personen- Selbständigen. München, Mering: R. Hampp 2007

Ständig selbst. Eine Untersuchung der alltäglichen Lebensführung von Ein- Personen- Selbständigen. München, Mering: R. Hampp 2007

Neue Arbeitsformen sind in mehrfacher Hinsicht entgrenzt: Wann, wo, wie lange, wie viel und wann nicht gearbeitet wird, ist nicht von außen vorgegeben. Im vorliegenden Buch wird am Beispiel von Ein-Personen-Selbständigen in Sachsen analysiert, wie diese ihren Alltag strukturieren und welchen Orientierungen sie dabei folgen. Im Zentrum steht das Verhältnis von'Arbeit und Leben'. Die Gruppe der Ein-Personen-Selbständigen ist so schillernd wie sozialstrukturell heterogen. Für die qualitative Untersuchung wurden Interviews beispielsweise mit einem Tiefkühlkostfahrer, einer Kulturmanagerin, einem Webdesigner und der Besitzerin eines Pizzaservice geführt. Ständig selbst über seine Arbeitskraft und Lebenskraft entscheiden zu können und zu müssen, erweist sich als extrem anspruchsvoll. Der Blick hinter das stetige Anwachsen neuer Selbständigkeit zeigt ein differenziertes Bild im Umgang mit diesen Anforderungen: Wie dynamische Formen mit fließenden Übergängen von Arbeit und Leben als Zugewinn von Lebensqualität gefunden werden, das Privatleben im täglichen Existenzkampf unterzugehen droht oder an der vertrauten wie starren Zuweisung von Erwerbs- und Privatzeit festgehalten wird, um sich vor der als grenzenlos erlebten Arbeit zu schützen. Zu Schlüsselkompetenzen werden Selbstbegrenzung und Balancierung, um die für sich selbst passende Form und das subjektive Maß im Umgang mit der eigenen Ressource Arbeitskraft zu finden. (Klappentext)
Alma-Mira v.d. Hagen-Demszky: Lebensführung und alltägliche Vergesellschaftung. Mikro-Kosmos einer Plattenbausiedlung in Budapest (2005)
Alltägliche Gesellschaft. Netzwerke alltäglicher Lebensführung in einer großstädtischen Wohnsiedlung. München, Mering: R. Hampp 2006

Alltägliche Gesellschaft. Netzwerke alltäglicher Lebensführung in einer großstädtischen Wohnsiedlung. München, Mering: R. Hampp 2006

Wie vergesellschaften sich Individuen in ihrem Alltag? Wie bilden und erhalten sie soziale Netzwerke? Wie entsteht dabei aus unzählbaren Einzelhandlungen das Gefüge der Gesellschaft? Diesen Fragen geht die Autorin des Buches auf Grundlage umfangreichen empirischen Materials, darunter zahlreichen Tiefeninterviews, nach. Das Buch zeichnet nach, wie Gesellschaft über viele Einzelakte der handelnden Menschen bottom-up entsteht. Im Mittelpunkt stehen die Individuen und ihre jeweiligen Gesellschaften von Familie, Freunden und Verwandten, von Beziehungen am Arbeitsplatz und am Wohnort. Gezeigt wird, in welchem Verhältnis diese kleinen Gesellschaften des Alltages zur Gesellschaft insgesamt stehen und wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Es werden dabei u.a. verschiedene Typen der alltäglichen Vergesellschaftung vorgestellt: Individuelle Organisationsformen des Soziallebens und der gesellschaftlichen Anbindung. Schauplatz der Untersuchung ist eine Plattenbausiedlung in Budapest und der dort zu findende örtliche Gesellschaft alltäglicher Nachbarschaftsbeziehungen. Zentrales Ergebnis ist, dass sich der Modus der alltäglichen Vergesellschaftung in Richtung Eigenverantwortung verschoben hat: Das mehr oder weniger passive Vergesellschaftet-Werden wird von einer zunehmenden Notwendigkeit zur aktiven Selbstvergesellschaftung überlagert. Folge ist, dass daraus für viele Betroffene neuartige Konflikte und Risiken entstehen. Neben den bekannten Formen des Kapitals im Sinne Bourdieus scheint dabei die jeweilige Persönlichkeit eine entscheidende weitere Ressource für die Bewältigung von Anforderungen zu sein, die insoweit als eine mögliche vierte Form von Kapital gelten kann. (Klappentext)
Frank Kleemann: Die Wirklichkeit der Teleheimarbeit (2004)
Die Wirklichkeit der Teleheimarbeit. Eine arbeitssoziologische Untersuchung. Berlin: editon sgima 2005

Die Wirklichkeit der Teleheimarbeit. Eine arbeitssoziologische Untersuchung. Berlin: editon sgima 2005

Zu Hause am Computer arbeiten, via Internet verbunden mit der Zentrale, flexibel zwischen Beruf und Privatem wechseln: Teleheimarbeit dient in öffentlichen Diskursen als positives Sinnbild für den Wandel der Arbeit auf dem Weg in die Informationsgesellschaft. Allerdings nimmt der Diskurs allzu häufig nur punktuell Bezug auf die Wirklichkeit. Denn "die" Teleheimarbeit gibt es nicht. Kleemanns empirische Untersuchung nimmt informatisierte Heimarbeit differenziert unter die Lupe. Dabei zeigt sich, dass es auf Seiten der Betriebe und der Arbeitenden unterschiedliche Interessen an Teleheimarbeit gibt. In deren Schnittmenge ergeben sich vier ¿ hier umfassend analysierte ¿ Grundformen der Teleheimarbeit von sehr verschiedener Funktion und Qualität. Der Autor untersucht darüber hinaus, welche Auswirkungen räumlich distanziertes Arbeiten allgemein auf die Arbeits- und Alltagspraxis der Beschäftigten und den betrieblichen Sozialzusammenhang hat. Er interpretiert Teleheimarbeit abschließend als Ausdruck postfordistischer Arbeitsverhältnisse; angetrieben werden die Veränderungen nicht durch die Informationstechnologien (sie stellen nur die Möglichkeiten bereit), sondern durch einen gesellschaftlich induzierten Wandel der Subjektivität der Arbeitenden.
Sylvia Dietmaier-Jebara: Alltägliche Gesellschaftsbilder (2004)
Gesellschaftsbild und Lebensführung. Gesellschaftspolitische Ordnungsvorstellungen im ostdeutschen Transformationsprozess. München, Mering: R. Hampp 2005

Gesellschaftsbild und Lebensführung. Gesellschaftspolitische Ordnungsvorstellungen im ostdeutschen Transformationsprozess. München, Mering: R. Hampp 2005

Wie wirkt sich der Zusammenbruch des realsozialistischen Systems der DDR auf die Gesellschaftsbilder der betroffenen Menschen aus? Dieser Frage widmet sich das vorliegende Buch. Grundlage des Buchs sind umfangreiche Intensivbefragungen in den neuen Bundesländern kurz nach der Wende. Zentrales Untersuchungsergebnis ist eine Typologie von Gesellschaftsbildern, die zu DDR-Zeiten etabliert wurden sowie deren Veränderung in Folge des Transformationsprozesses. Deutlich wird dabei u.a., wie die Menschen in den neuen Bundesländern Gesellschaft und Politik der Bundesrepublik derzeit wahrnehmen und beurteilen. Konzeptionell leistet das Buch eine Reaktivierung der in der Soziologie lange Zeit bedeutsamen aber inzwischen stagnierenden Gesellschaftsbild-Forschung durch eine theoretische Verbindung mit dem Konzept der Alltäglichen Lebensführung. Gesellschaftsbilder werden dabei als alltäglich relevante und aktiv konstruierte Deutungen der gesellschaftlichen Umwelt von Menschen bestimmt, die gerade in Umbruchszeiten eine wichtige Orientierungshilfe darstellen. Das Buch wendet sich sowohl an soziologisch und politikwissenschaftlich interessierte Leser als auch an Praktiker der politischen Bildungsarbeit. (Klappentext)
Thomas Wex: Nonprofit-Organisationen - Genese, Struktur und Logik der Organisationen jenseits von "Markt" und "Staat" (2002)
Der Nonprofit-Sektor der Organisationsgesellschaft. Wiesbaden: DUV/Gabler 2004

Der Nonprofit-Sektor der Organisationsgesellschaft. Wiesbaden: DUV/Gabler 2004

Lange Zeit dominierte in der sozialwissenschaftlichen Literatur und in der ordnungspolitischen Debatte die dichotome Unterscheidung von Erwerbswirtschaft und Staat. Dabei geriet aus dem Blick, dass neben diesen Sektoren ein weiterer existiert: Der Bereich der Nonprofit-Organisationen, die sich in vielfacher Hinsicht von Wirtschaftsunternehmen sowie staatlichen Behörden und Verwaltungen unterscheiden.Thomas Wex beschreibt die historische Entstehung des Nonprofit-Sektors und zeigt die Unterschiede von Nonprofit-Organisationen im Vergleich zu Wirtschaftsunternehmen und Staat auf. Es wird ein Modell verschiedener Organisationstypen der Gesellschaft entwickelt und die jeweils besondere Logik der drei Organisationsbereiche rekonstruiert. Der Autor gibt Antwort auf die zentralen Fragestellungen der Nonprofit-Forschung: Warum gibt es Nonprofit-Organisationen? Inwieweit unterscheiden sich Nonprofit-Organisationen von anderen Organisationstypen? Welche Position nimmt der Nonprofit-Sektor in der Gesamtstruktur der Gesellschaft ein? (Klappentext)
Jörg Dombrowski: Die Personalführung der Meister im Übergang zur posttayloristischen Arbeitsorganisation (2001)
Erziehung zur Selbstorganisation. Zum typischen Führungshandeln von Meistern bei Einführung moderner Gruppenarbeit. München, Mering: R. Hampp 2003

Erziehung zur Selbstorganisation. Zum typischen Führungshandeln von Meistern bei Einführung moderner Gruppenarbeit. München, Mering: R. Hampp 2003

Erziehung zur Selbstorganisation: Zum typischen Führungshandeln von Meistern bei Einführung moderner Gruppenarbeit Seit den 90er Jahren ist Gruppenarbeit wieder fester Bestandteil der Arbeitsorganisation von Betrieben. Dabei wird sowohl von Wissenschaftsseite als auch von Betriebspraktikern übereinstimmend festgestellt, dass moderne Gruppenarbeit einer neuen angemessenen Führungsform bedarf. Ungeklärt ist aber, inwieweit die Industriemeister die propagierten Führungskonzepte unter den konkreten betrieblichen Rahmenbedingungen und ihrer eigenen spezifischen beruflichen Sozialisation umsetzen (können), d.h., wie das Führungshandeln der Industriemeister tatsächlich aussieht. Diese Fragestellung aufnehmend werden in der Arbeit die zentralen Merkmale des Führungshandelns von Meistern bei moderner Gruppenarbeit offengelegt und zu einem "typischen" Führungshandeln zusammengeführt. Die empirische Basis der Ausführungen bilden leitfadengestützte Intensivinterviews mit Meistern in mehreren Werken eines Unternehmens der Automobilzuliefererindustrie. Der anschaulich entwickelte und präsentierte Typus des "erziehenden Führungshandelns" kann als das zentrale Ergebnis der Studie gelten. Dieses neue Führungshandeln beinhaltet Elemente klassischer berufspädagogischer Erziehungsvorstellungen, ohne aber auf wirkliche Selbstbestimmung der Mitarbeiter abzuzielen. Erklärt wird das umfassende Auftreten des "erziehenden Führungshandelns" mit der Tatsache, dass viele der bisher praktizierten alternativen Formen der Kontrolle nur unzureichend für die Steuerung gruppenförmiger Arbeit geeignet sind. Zudem zieht der Autor aus den Befunden interessante Folgerungen für die vieldiskutierte Rolle der Meister und der Arbeitsautonomie von Mitarbeitern.
Michael Ruoff: Technik als Möglichkeit. Eine techniksoziologische Annäherung an das Neue (2000)
Schnee von morgen. Das Neue in der Technik. Würzburg: Könighausen & Neumann 2002

Schnee von morgen. Das Neue in der Technik. Würzburg: Könighausen & Neumann 2002

>> Interview auf Tagesspiegel-Online
Reinhard Bauer: Verberuflichung von Weiterbildung und die Zukunft der dualen Berufsausbildung. Eine berufssoziologische Analyse am Beispiel des Kraftfahrzeuggewerbes (2000)
Verberuflichung von Weiterbildung und die Zukunft der dualen Berufsbildung. Opladen: Leske+Budrich 2000

Verberuflichung von Weiterbildung und die Zukunft der dualen Berufsbildung. Opladen: Leske+Budrich 2000

Die Studie fragt nach dem Beitrag sogenannter Fortbildungsberufe zur Lösung des Qualifizierungs-, Abwanderungs- und Nachwuchsproblems der dualen Berufsausbildung.
Im Mittelpunkt der Studie stehen drei zentrale Probleme des dualen Systems der Berufsausbildung in Deutschland: die Bewältigung neuartiger Qualifikationsanforderungen, die Abwanderung von Arbeitskräften aus ihren Ausbildungsbranchen und die Rekrutierung von qualifiziertem Nachwuchs. Einerseits wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese Probleme in einer der wichtigsten Ausbildungsbranchen, dem Kraftfahrzeuggewerbe, mit Einführung des Fortbildungsberufes „Kraftfahrzeug-Servicetechniker“ gelöst werden. Andererseits werden Elemente einer Soziologie der beruflichen Weiterbildung skizziert. Dabei wird die „Verberuflichung von Weiterbildung“, wie sich die Schaffung von Fortbildungsberufen auch charakterisieren läßt, als prinzipiell tauglicher Problemlösungsansatz identifiziert, wenn bestimmte zusätzliche Bedingungen erfüllt sind. (Klappentext)
Hermann Iding: Organisationsberatung im Krankenhaus (2000)
Hinter den Kulissen der Organisationsberatung. Qualitative Fallstudien von Beratungsprozessen im Krankenhaus. Opladen: Leske+Budrich 2001

Hinter den Kulissen der Organisationsberatung. Qualitative Fallstudien von Beratungsprozessen im Krankenhaus. Opladen: Leske+Budrich 2001

Macht steht im Zentrum dieser Analyse von Beratungsprozessen. - Wie zeigt sich Macht in der Organisationsberatung? - Welche Macht hat der Auftraggeber? - Welche Macht haben die Berater? - Wie hängen Macht und der Widerstand gegen Wandel zusammen? Qualitative Fallstudien von mehrjährigen Beratungsprozessen im Krankenhaus gehen diesen Fragen empirisch nach. Dabei zeigt sich, dass die Strukturen der Organisation und die Strukturen der Beratung das Feld abstecken, auf dem die Beteiligten machtvoll agieren. Dies wird für erste Überlegungen zu einer mikropolitischen Theorie der Organisationsberatung verwendet, die die Metapher des Spiels für den Beratungsprozess nutzt. So gelingt es, systemisches und strategisches Denken zu verbinden. Die Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zu einer qualitativen empirischen Beratungsforschung. (Klappentext)