Themenvorschläge für Abschlussarbeiten
An der Professur werden laufend InteressentInnen für die Bearbeitung von Fragestellungen im Rahmen von Abschlußarbeiten gesucht.
Die genaue Ausrichtung von Thema und Vorgehensweise ist abzusprechen und richtet sich nach den Erfordernissen und Möglichkeiten (!) sowohl des Bewerbers/ der Bewerberin, als auch der Betreuung durch die Professur. Empirische Arbeiten setzten unbedingt solide methodische Grundkenntnisse (i.d.R. in der qual. Sozialforschung) voraus !!
Themen, die in Kooperation mit Betrieben bearbeitet werden sind möglich. Reine Auftragsarbeiten sind i.d.R. aber problematisch. Themen die im wesentlichen betriebswirtschaftlich angelegt sind (oder sich bevorzugt aus dem Theorierepertoire der BWL bedienen) sind meist ungeeignet. Jedes Thema muss einen klaren Bezug zur Soziologie (und darin i.d.R. zu unseren Spezialsoziologien) haben.
Schauen Sie sich die bei uns schon angefertigten Abschlussarbeiten einmal an (siehe dazu die Liste auf unserer Seite). Anfragen bitte an die Hilfskraft für Lehre.
Bevor Sie mit uns Kontakt aufnehmen, sollten Sie sich auf alle Fälle in das Thema eingelesen haben!
Kontakt:
Prof. Voß (GGV), Dr. Kleemann (FK), MA Handrich (CH)
Zudem können alle Projektmitarbeiter/innen Arbeiten betreuen - fragen sie dort ggf. nach - oft gibt es großes Interesse an einzelnen Fragestellungen. Die Betreuung wird dort sicher sehr individuell sein.
Allgemeine Themenfelder
Bei uns sind viele Themen möglich - Folgende Themenfelder interessieren uns jedoch generell und werden daher ggf. bevorzugt angenommen und betreut. Diese Themenfelder müssen jedoch für konkrete Vorhaben auf alle Fälle eingegrenzt und spezifiziert werden!! Denken Sie daran, dass für empirische Studien meist der Feldzugang (z.B. bei Betrieben) gesichert sein musss, was in letzter Zeit immer schwieriger wird!
- Psychosoziale Folgen des Organisationswandels, spez. in Folge der "Krise" (siehe die Kooperation der Professur mit dem SFI Frankfurt)
- Ethnographische Studien zu "kleinen Arbeitswelten" (analog zu den kleinen Lebenswelten von Hitzler)
- Empirische Studien zur Lebensführung bei beruflich 'interessanten' Spezialgruppen
- Studien zur Arbeits- oder Berufssituation von Erwerbstätigen in High-Tech-Umgebungen
- Studien zur Arbeits oder Berufssituation von marginalisierten oder prekär beschäftigen Erwerbstätigen
- Studien zu speziellen Berufsgruppen oder Tätigkeitsfeldern mit direktem ('interaktivem') Kundenkontakt
- Studien zur Wahrnehmung von und zum Umgang mit Servicetätigkeiten durch die Kunden (!)
- Spezialstudien zur Anwendung von Technik im privaten Alltag
- Ethnographische Studien zu Crowdsourcing-Anwendungen bzw. zu "Arbeit" in web2.0-Portalen (v.a. in Form einer www-Empirie)
- Spezialstudien zu einzelnen Gruppen oder Aspekten bzgl. Arbeit-Leben-Problemen
- Veränderungen von Qualifikationen bzw. Qualifikationsanforderungen im Zuge des Strukturwandels der Arbeitswelt (Stichwort u.a. "Individualberuf")
- Usability-Studien, insbes. Verwendung von Technik im Alltag, untersucht mit ethnographischen Methoden (Intensivinterviews, Beobachtung usw.)
Themenstichworte zur Ideenfindung für Bachelorarbeiten
(wird regelmässig überarbeitet)
Ende des Normalarbeitsverhältnisses (allgemein oder genauer gezeigt an einzelnen Bereichen/Gruppen):
Entwicklung von Überstunden und Mehrarbeit
Entwicklung von Leiharbeit
Entwicklung von Befristungen
Entwicklung von Wochenendarbeit
Entwicklung von Teilzeitarbeit
Entwicklung von geringfügiger Beschäftigung
Kleinselbständige (einzelne Gruppen)
Homeofficearbeit/er
Prekarität (gezeigt an einzelnen Gruppen):
Konzept Prekarität – Theorie (zu einzelnen Aspekten des Konzepts9
Einzelne Gruppen/Erscheinungen von Prekarität (kleine Fallstudien)
Lebensführung (spezielle Probleme, einzelne Gruppen):
Kleinselbständige (ausgewählte einzelne Bereiche)
Handwerker
Spezielle Gruppen von Kreativen
Homeofficearbeit/er
Arbeitslose (einzelne Gruppen, besondere Betroffenheiten: Literaturarbeit u/o kleine Fallstudien)
Technik:
PDA und Smartphones als Arbeitsmittel (Literaturarbeit u/o kleine Fallstudien)
Formen und Folgen permanenter Erreichbarkeit
Nutzung von Navisystemen – z.B. bei beruflichen Autofahrern (Trucker, Taxi, Ausfahrer)
Arbeitskraftunternehmer:
Bildung und Weiterbildung für den AKU
AKU in ausgewählten einzelnen Branchen und/oder Berufen (verschiedene Arbeiten: Literaturarbeiten oder kleine Fallstudien)
Heimarbeiter/innen
www:
Twitter und Twitternutzer (verschiede Nutzergruppen: Literaturarbeit oder kleine Fallstudien)
Blogsphere und Blogger (Literaturarbeit oder kleine Fallstudien)
Clickworker – Minijobs im Web2.0 (Literaturarbeit oder kleine Fallstudien)
Minifirmen und Einpersonenselbständige rund ums Internet (Literaturarbeit oder kleine Fallstudien)
Skypenutzung im Beruf
Einige Einzelthemen bzw. Themenfelder für MA-Arbeiten
Die folgenden näher spezifizierten Themen sind anspruchsvoll und von daher primär für MA- und Diplom-Arbeiten gedacht. BA-Kandiaten/innen können sich aber gerne anregen lassen.
Crowdsourcing ... aus der Userperspektive
Im Rahmen des Projekts "Konsumenenarbeit" besteht Interesse an empirischen Spezialstudien (i.d.R. mit intensiven ethnographischen Methoden, durchaus mit kleinen Fallzahlen) zur Nutzung/ Wahrnehmung von Crowdsourcing-angeboten durch die User. Der Feldzugang muss selber hergestellt werden.
Unbedingt vorher mit dem Thema vertraut machen (v.a. durch das Buch von Papsdorf und die papers des projekts, z.B. div. Kleemann u.a.).
Kontakt: GGV, FK, Tabea Beyreuther (Projekt Konsumentenarbeit)
Sauber machen ...
Studien (emp. mit ethnographischen Methoden) zu allen Arten von Reinigungstätigkeiten/-berufen: Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, Belastungen, Arbeit-Leben-Problematik, Genderaspekte, Prkarisierung/ Illegalität usw.
Kontakt: GGV, Anna Hoffmann (PIA)
Arbeit und Beruf im WWW
Die Professur wird sich in den nächsten Jahren verstärkt um das Arbeits- und Berufssfeld Internet i.w.S. kümmern. Hierzu sind Arbeiten zu fast allen Themen- und Problemfeldern potenziell interessant.
Kontakt: GGV, FK
Männer, Frauen und Maschinen
Das man sich mit Genderblick um Technik und damit z.B. um das Verhältnis von "Frauen und Technik" kümmert ist nicht neu. Abgesehen davon, dass man hierzu vielfältige interessante Themen bearbeiten kann, ist das ganz praktische Verhältnis von Frauen (gerne auch Männer) zu komkreten Maschinen wenig bearbeitet. Hier könnte man sich vielfältige Bereiche (und damit Technikformen - gerne auch im Bereich der Alltags- oder Haushaltstechnik) anschauen: Der Mann uns seine Miele - die Frau und ihre Black and Decker.
Nicht zuletzt wäre aber das Verhältnis der Geschlechter zu Maschinen in der industriellen Arbeit ein wichtiger Bereich. Kurz etwa: gibt es ein besonderes Verhältnis von Frauen in der idnstriellen Massenarbeit zu den von Ihnen benutzten Arbeitsmitteln und/oder hergestellten technischen Artefakten/Geräten.
Kontakt: GGV, FK
Arbeit beim Militär - soldatische Arbeit
Die Militärsoziologie ist ein nicht unwichtiges aber (gerade auch in Deutschland) nur marginales Gebiet der Soziologie - obwohl das Militär einer der größten 'Arbeitgeber' ist. Insbesondere die Tatsache, dass die Tätigkeit beim Militär (was immer es auch ist) natürlich auch "Arbeit" und auch "Erwrbstätigkeit" ist (und dort "Berufe" ausgeübt werden), findet wenig Beachtung. Und erst recht nicht, dass dies eine ganz 'besondere' Arbeit ist, deren Ziel (oder ultimatives Mittel) die Gewaltanwendung ist, also Töten und Zerstörung, auch wenn es darum geht "Sicherheit" zu erzeugen.
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Erfahrung von Prof. Voß können Themen aus díesem Feld ins Auge gefasst werden - dabei ist fast der ganze Bestand industriesoziologischer Problemstellungen anwendbar. Der Phantasie sind hier (erst einmal) keine Grenzen gesetzt - so könnte man etwa (in Fortsetzuung zu den Arbeiten unseres Pilotenprojekts) nach der arbeit von Kamppiloten fragen oder sich um Frauen im Militär kümmern. man sollte aber nicht das Problem des Zugangs unterschätzen - auch dazu wird ggf. Phantasie erforderlich sein.
Kontakt: GGV
>> zum stream der Sendung
Wiss. Mitarbeiter an Hochschulen
Empirische Untersuchung von ausgewählten Aspekten der Berufs- und Lebenslage beim "Mittelbau" von Hochschulen, z.B. Arbeit und Leben/ Lebensführung, Karriereerwartungen und -planungen, Berufsorientierungen, Arbeitsgestaltung, (auch: Unterschiede Männer-Frauen, verschiedene Disziplinen)
Kontakt: GGV, FK
>> zum Beitrag auf SPIEGEL-Online
Theorien des "Alltags"
Aufarbeitung sozialwissenschaftlicher Konzeptualisierungen von "Alltag" und verwandten Konzepten mit dem Ziel, einen eigenen "praxeologischen" bzw. "interaktionistischen" Theorierahmen zu entwickeln bzw. Vorarbeiten dazu zu leisten
Kontakt: FK
Außendienstarbeit
Aufarbeitung des Stands der Forschung und Sekundäranalyse von qualitativem Interviewmaterial. Evtl auch Fallstudien zu ausgewählten Gruppen.
Kontakt: FK
Fotografie - Methoden
Aufarbeitung des state of the art zur Fotografie als Forschungsmethode
Kontakt: GGV
Fotografie, Film usw. - Berufe, Tätigkeiten
Literaturarbeit und/oder eigene Empirie zu Beufen bzw. Tätigkeiten im weiteren Feld von Fotographie, Film, Gestaltung usw. auch vir dem Hintergrud der Diskussion zur Creatice Class (Figaro, Menz u.a.)
Kontakt: GGV
Alltagsorganisation - Alltagstechnik
Begrenzte empirische Arbeiten mit qualitativen Verfahren und kleinem sample zu Einzelverfahren und/oder Einzeltechnologien der Alltagsorganisation, z.B. zur Verwendung von Zeitplanern, Palmtops, Handys usw. (auch vor dem Hintergrund der These der "Verbetrieblichugn des Alltags")
Kontakt: GGV
Technik im Alltag - eigene Empirie
Begrenzte empirische Arbeit mit qualitativen Verfahren und kleinem sample zu alltäglicher Relevanz und praktischen Handhabung/Usability (ggf. unter Verwendung des Konzepts "Alltägliche Lebensführung") von ausgewählten Technikformen im Alltag, z.B., Waschmaschine, Kaffee-Maschine, Espressomaschine ...
Kontakt: GGV
Lebensführung - Empirie
Empirische "dichte" Beschreibung und Analyse der Alltagsorganisation von Sozialgruppen mit markanten Formen von Lebensführung auf Basis einer kleinen Zahl intensiver Interviews (Fallstudien) in Verwendung des Theoriekonzepts und des methodischen Ansatzes der "alltäglichen Lebensführung" - jedoch mit deutlichem Bezug zur Berufstätigkeit.
Mögliche Gruppen z.B.: Job-Hopper, Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger, auffällige Jugendgruppen, Kleinselbständige, Taxifahrer, Krankenhausärzte, niedergelassene Ärzte, Priester, chronisch Kranke, alte Menschen, Bauern, Putzfrauen/männer, Gefängnisinsassen, Professoren/innen, HochschulmitarbeiterInnen, Politiker/innen, Wahrsager, Feuerwehrleute, Priester, Polizisten, Millionäre, Bettler usw. usw.
Sehr gute Vertrautheit mit dem Konzept und den Forschungsmethoden zur "Alltäglichen Lebensführung" wird erwartet (bitte unbedingt die schon vorliegenden Diplomarbeiten, u.a. von Berhardt, anschauen)
Kontakt: GGV
Verkehr - Arbeit und alltägliche Nutzung
Das Thema Verkehr findet aktuell wieder einer erheblich verstärkte Beachtung. Arbeiten, die sich dem an ausgewählten Beispielen (und Verkehrmitteln - durchaus auch mit regionalem Bezug, z.b. in Chemnitz) mit dem Blick auf Arbeit (Zugbegleiter, Verkehrsmittelführer, Dispachter, Management, Technik und Wartung usw.) und/ oder alltägliche Nutzung (Mobilität, Arbeit und Verkehrsmittelwahl, Verkehrsmittel und Lebensführung/ Alltag/ Lebensstil usw.) bei ausgewählten Gruppen können daher sehr attraktiv sein und verbinden sich mit Interessen (und laufenden Arbeiten) an der Professur. Eine Kooperation mit Verkehrsanbietern kann sinnvoll sein und wird von der Professur gefördert.
Kontakt: GGV
Arbeit resp. Berufe im Luftverkehr und auf Airports
Anschließend an Forschungen der Professur zur Arbeit von Piloten und Flugbegleitern kann man sich (empirisch mit Fallstudien) auch anderen Berufen/Tätigkeitsfeldern im Luftverkehr/Reiseverkehr und deren spezifischen Arbeits- bzw. Berufsbedingungen zuwenden, vor allem auch den Tätigkeiten am Boden bzw. in den Airports: Flugsicherung, Rampagents, Gepäckhandler, Catering, Reinigungsdienste (im Flieger, auf dem Airport), Sicherungsdienste, Feuerwehr, Airlineangestellte am Counter, Wetterdienst, Zoll, Airlines-Shops, Sozialdienste usw.
Kotakt: GGV