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Die Value of Children Forschung

Das Value of Children Forschungsprogamm greift die in den 1970ern Jahren vom East-West Population Institute in Honolulu durchgeführten „Cross national value of children studies“ (VOC-studies) auf, die den Bedingungen der weltweiten Bevölkerungsentwicklung nachgegangen sind. Maßgeblich für das Untersuchungsdesign war hierbei die Arbeit von Hoffman & Hoffman (1973), die ein konzeptionelles Modell entwickelten: Danach ist der Wert von Kindern einerseits zentral für das generative Verhalten und wird andererseits selbst von den sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen bedingt. Trotz wesentlicher Erkenntnisse wies dieses Projekt einige methodische sowie theoretische Defizite auf: Beispielsweise stellte sich das Schlüsselkonzept, der Wert von Kindern, als rein empirische Ableitung dar. Darüber hinaus wurden die international erhobenen Daten nicht umfassend unter ländervergleichender Perspektive ausgewertet.

Gleichwohl erschien diese Idee der Instrumentalität von Kindern als viel versprechend für die Erklärung internationaler Unterschiede generativen Verhaltens sowie der Ausgestaltung der Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern in unterschiedlichen Beziehungsphasen. Zudem erwies sie sich als anschlussfähig an neuere theoretische Konzepte der Familiensoziologie. So wurde sie hier erneut aufgegriffen, theoretisch eingebunden und im Rahmen einer international angelegten Neuerhebung empirisch untersucht. Dabei wurden Befragte aus verschiedenen, zum Teil miteinander verbundenen, familialen Generationen erfasst.

Das VOC-Erhebungsdesign

Zum Vergrößern bitte Grafik anklicken.

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Die Hauptthemen der Befragung waren neben der retrospektiven Erfassung der Fertilitätsbiographie, der Haushaltszusammensetzung, des Verwandtschaftsnetzes und der Einstellungen zu Kindern auch Fragen nach dem intergenerationalen Fluss von Hilfeleistungen verschiedenster Art, Vererbung, Erziehungseinstellungen und Qualität der Eltern-Kind Beziehung.
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Fragebogen Mütter
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Die Haupterhebungsphase konzentriert sich auf die Jahre 2002/ 2003, wobei fortwährend weitere Länder das Befragungsdesign und -programm aufnehmen, um es mit eigenen Mitteln zu realisieren. Auf diese Weise konnten bis heute Daten von fast 17.000 Befragten aus 17 Ländern gewonnen werden. Diese werden zukünftig über das Zentralarchiv Köln verfügbar sein.
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VOC-Stichprobe (Stand: Oktober 2010)

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Die Vorbereitung und Bearbeitung dieses Forschungsprogramms erfolgte in enger Kooperation mit dem Fachbereich Entwicklungspsychologie und Kulturvergleich der Universität Konstanz unter Leitung von Prof. Dr. Gisela Trommsdorff.

Durch diese interdisziplinär ausgerichtete Herangehensweise, die familiensoziologische, psychologische und kulturvergleichende Ansätze integriert, wurde eine umfassende und differenzierte Erforschung des Wertes von Kindern möglich einschließlich daran geknüpfter Untersuchungsgegenstände.
Das gesamte Vorhaben wurde zwischen 1998 und 2007 in verschiedenen Teilprojekten durchgeführt, die beinahe durchgängig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wurden:
Values of Children in Six Cultures. Eine Replikation und Erweiterung der 'Values-of-Children-Studies' in Bezug auf generatives Verhalten und Eltern-Kind-Beziehungen in Japan, Indonesien, Israel, Türkei, Deutschland und USA (DFG)

Values of Children in Nigeria (World Society Foundation)

Value of Children in Six Cultures. Eine Replikation und Erweiterung der 'Value-of-Children-Studies' in bezug auf generatives Verhalten und Eltern-Kind-Beziehungen (DFG)

Russisch-deutsche Kooperation mit der Universität in Nishnij Nowgorod, Russland (DFG)

Bibliographie der Chemnitzer VOC-Forschungsgruppe:


Konferenzbeiträge und Workshops (ab 2000):