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Abgeschlossene Projekte

Auf den angegebenen Subseiten finden sich Informationen zu den an der Professur bearbeiteten und inzwischen abgeschlossenen Projekten.
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"Konsumentenarbeit" Zur Einbindung der Arbeitskraft von Konsumenten in den betrieblichen Produktionsprozess im Web 2.0


Gegenstand des empirischen Forschungsprojekts "Konsumentenarbeit" waren neuartige Möglichkeiten der betrieblichen Kundenintegration, die sich mit den veränderten Nutzungspraktiken des interaktiven Internets oder des Web2.0 (z.B. "Crowdsourcing", "Open Innovation" usw.) ergeben.
(Laufzeit: 11/2009 - 10/2012, Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Gefühlsarbeit im Polizeidienst

Eine qualitative Untersuchung zu den Formen des Umgangs mit emotionalen Situationsanforderungen bei der polizeilichen Arbeit
(Promotionsprojekt - Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung, 2008-2011)

Entgrenzte Arbeit im Luftverkehr

(Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2006-2008)
In Debatten um die Organisation von Arbeit wird häufig von Entgrenzung gesprochen, ohne dass eine genauere kategoriale Bestimmung vorliegt. Insbesondere die Klärung des Zusammenhangs der verschiedenen Dimensionen von Entgrenzung steht aus.
Dazu wurden exemplarisch PilotInnen und FlugbegleiterInnen im kommerziellen Luftverkehr mit Verfahren der qualitativen Sozialforschung untersucht, die besonders vielfältigen und simultan ablaufenden dynamischen Prozessen der Entgrenzung ausgesetzt sind.

Entgrenzte Arbeit - Entgrenzte Familie

Neue Formen der praktischen Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld von Arbeit und Familie

(Hans-Böckler-Stiftung, 2007-2009)

Kooperation mit der Abteilung Familienpolitik des Deutschen Jugendinstituts München (DJI)
Bis in die 1960er Jahre war die Gesellschaft gekennzeichnet durch ein relativ stabiles Verhältnis von Familie und Erwerbsarbeit mit zwei streng voneinander getrennten Sphären mit klaren geschlechtsspezifischen Zuweisungen. Zunehmend zeigen sich in diesem Verhältnis vielfältige Wandlungsprozesse, die als ein Durchlässigwerden von Grenzen zwischen Arbeit und Leben oder Privatem und Öffentlichem beschrieben werden können. Nicht nur die Form des Familienlebens hat sich verändert, sondern der gesamte Alltag ist anforderungsreicher und komplexer geworden. Parallel vollzogen sich einschneidende Umwälzungen in der Art des Wirtschaftens und Arbeitens – Stichworte sind Arbeitszeitflexibilisierung, eine zunehmend subjektive Bedeutung und Intensivierung von Arbeit. So muss im Verlauf eines Lebens permanent neu eine Balance von Arbeit und Familie hergestellt werden.
Das Projekt untersuchte dieses neue Spannungsverhältnis von Arbeit und Familie mit Verfahren der qualitativen Sozialforschung am Beispiel von Berufstätigen mit Familie im Handel und in der TV-Industrie. Besondere Aufmerksamkeit kam dabei den praktischen Gestaltungsleistungen zur Koordinierung des Verhältnisses von Familien und Arbeitswelt zu.

Autonomie und Standardisierung in medienvermittelter Grenzstellenarbeit

Informatisierte Kommunikationsarbeit in Communication Centern

(Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG 1999-2001, 2002-2004)
Im Rahmen der DFG-Forschergruppe »Neue Medien im Alltag« an der TU Chemnitz arbeitet seit 1.12.98 das Teilprojekt »Neue Arbeits- und Alltagspraktiken in medienvermittelten autonomisierten Arbeitsformen«. Ziel ist die Untersuchung der arbeits- und alltagspraktischen Verarbeitung von Arbeitsanforderungen, die in neuartigen Formen hoch autonomisierter und medientechnisch basierter Erwerbsarbeit entstehen, durch die arbeitende Person. Methodisch basiert das Projekt auf themenzentrierten, narrationsorientierten Tiefeninterviews mit Arbeitenden in exemplarisch ausgewählten Arbeitsformen. Themenschwerpunkt in der zweiten Forschungsphase ist die Arbeit in Call-Centern bzw. Communication-Centern verschiedener Ausrichtung.

Arbeiter und Angestellte als Arbeitskraftunternehmer?

Erwerbsorientierungen in entgrenzten Arbeitsformen

(Hans Böckler Stiftung HBS, 2000-2003)
Neue betriebliche Organisationsstrategien, die in den Sozialwissenschaften als “Entgrenzung von Arbeit” beschrieben werden, stellen erhöhte Anforderungen an die Flexibilität und Verantwortungsbereitschaft der Erwerbstätigen. Das qualitativ angelegte empirische Forschungsprojekt ging der Frage nach, in welcher Weise typische Beschäftigtengruppen in ihren Orientierungen und Interessen auf diese veränderten Ansprüche reagieren. Theoretischer Bezugspunkt war die These, dass sich in entgrenzten Arbeitsformen mit dem “Arbeitskraftunternehmer” ein neuer Typus von Arbeitskraft ausbildet. Als Phänomene von Entgrenzung wurden Gruppenarbeit für gewerbliche Beschäftigte und Projektarbeit bei Angestellten untersucht. Befragt wurden 60 Arbeitnehmer (20 Frauen und 40 Männer) mittlerer bis hoher Qualifikation aus sechs Betrieben unterschiedlicher Branchen. In leitfadengestützten Intensivinterviews wurde ein breites Spektrum von Erwerbsorientierungen erhoben und in drei Orientierungstypologien zusammengefasst: Leistungsorientierungen, berufsbiographische Orientierungen und Elastizitätsmuster im Verhältnis von Arbeit und Privatleben.

Dienstleistung als Interaktion

Theoretische und empirische Untersuchungen zu Möglichkeiten und Grenzen von Kundenorientierung bei personenbezogener Erwerbsarbeit

(Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG, 2002-2003)
Dienstleistungsarbeit gilt als Bereich zukunftsträchtiger Berufstätigkeiten mit einem erheblichen Potential für neue Arbeitsplätze. Zugleich wird häufig kritisiert, daß in Deutschland eine entwickelte Dienstleistungskultur i. S. von Kundenorientierung fehle. Nach wie vor jedoch ist über die Eigenarten dieses sehr heterogenen Typs von Tätigkeiten wenig bekannt, so daß Reformempfehlungen oft zu kurz greifen; dies gilt insbesondere für personenbezogene Formen der Dienstleistungsarbeit. Ziel des geplanten Vorhabens ist es, deren spezifische soziale Qualität aufzuklären.

Theorieentwicklung `Entgrenzung von Arbeit´

(Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, 2002-2004)
Ziel des Entwicklungs- und Begleitforschungsprojektes "Innovative Arbeitsforschung – Lernender Forschungszusammenhang" ist die Entwicklung eines neuartigen interdisziplinären Forschungsverfahrens, mit dem Arbeitsforschung und Arbeitspraxis systematisch miteinander verknüpft werden. Das Forschungsverfahren, bezeichnet als "Lernender Forschungszusammenhang", besteht aus drei Arbeitsschritten: "Problemdefinitionswerkstatt", "interdisziplinäre Interpretationswerkstatt" und "Transfer- und Beratungswerkstatt".