Da wissenschaftlich gut belegt ist, dass sich die Erfolgsrate bei langjährigen und abhängigen Rauchern durch eine Kombination von verhaltenstherapeutischen Strategien mit medikamentösen Verfahren zur Behandlung der Entzugserscheinungen, z.B. mit Nikotinersatzprodukten (Nikotinpflaster oder -kaugummis), "Zyban" oder "Chamtix", noch deutlich steigern lässt, werden in dem Programm auch die entsprechenden medikamentösen Therapieoptionen berücksichtigt und in Absprache mit dem Hausarzt bei Bedarf eingesetzt.
Zu Beginn des Kurses wird eine ausführliche Fragebogendiagnostik zum Rauchverhalten einschließlich typischer Rauchsituationen, zur Rauchanamnese, zum Abhängigkeitsgrad, zur aktuellen Aufhörmotivation und bisherigen Erfahrungen mit Aufhörversuchen sowie zum körperlichen und psychischen Gesundheitszustand durchgeführt. Diese Vorbefragung dient dazu,
a. die Tabakentwöhnungsinterventionen möglichst optimal auf die individuellen Bedingungen jedes einzelnen Teilnehmers abstimmen und
b. mögliche unerwünschte Effekte des Tabakentzugs aufgrund körperlicher oder psychischer Beschwerden ausschließen bzw. diesen therapeutisch entgegenwirken zu können.
In Einzelfällen wird den Teilnehmern angeboten, festgestellte psychische Probleme von den Experten des Lehrstuhles für Klinische Psychologie bzw. der geplanten Hochschulambulanz genauer diagnostizieren bzw. bei Bedarf behandeln zu lassen.