1. Einleitung
Die Ziele der Gleichstellungsarbeit sind zum einen durch die gesetzlichen Bestimmungen des Sächsischen Hochschulgesetzes geregelt und ergeben sich zum anderen aus den Schlussfolgerungen des Tätigkeitsberichtes der Gleichstellungsbeauftragten der TU vom Oktober 2002.
Das Sächsische Hochschulgesetz (SächsHG) vom 11. Juni 1999 sieht vor, dass die Gleichstellungsbeauftragte einen Tätigkeitsbericht vorzulegen hat. In § 91, Abs. 5 heißt es: "Das Konzil ist zuständig für (...) die Erörterung (...) des Tätigkeitsberichtes der Gleichstellungsbeauftragten", und weiterhin: "Es kann zu den Angelegenheiten nach Satz 1 Nr. 4 eigene Stellungnahmen abgeben".
Da im vergangenen Jahr kein Tätigkeitsbericht vorgelegt wurde, bezieht sich diese Berichterstattung auf den Zeitraum 12/ 2002-12/2004.
In § 4, Abs. 2, des SächsHG vom 11. Juni 1999 heißt es weiter:
Die Hochschulen fördern die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirken bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben auf die Beseitigung der für weibliche Mitglieder bestehenden Nachteile hin.
Daraus lassen sich folgende wesentliche Tätigkeitsfelder einer Gleichstellungsbeauftragten ableiten:
-
Mitwirkung in Berufungsverfahren
-
Mitwirkung bei der Besetzung von Stellen des wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Personals
-
Beratende Mitwirkung in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung (Konzil, Senat, Senatskommissionen, Haushaltkommission, Fakultätsrat)
-
Mitwirkung in der Graduiertenkommission
-
Studienberatung insbesondere für Frauen (Beratung zu Fördermöglichkeiten von Studierenden)
-
Mithilfe bei der Umsetzung des Frauenförderplanes der TU Chemnitz
-
Beratung von Frauen aller Statusgruppen zu den verschiedensten Anliegen persönlicher oder beruflicher Natur (Karriereplanung, Erziehungsurlaub, Konflikte am Arbeitsort, Mobbing)
-
Förderung von Studierenden und Promovierenden mit Kind/ Kindern
-
Beratung und Unterstützung bei der Lösung von Problemen, die in der Lehre, bzw. beim Studium auftreten und die Belange von Frauen betreffen
-
Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten anderer Universitäten/ Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen, mit Frauenvereinen und -verbänden;
-
Mitwirkung auf Landes-, Bundes- und Kommunalebene
1.1. Gleichstellungsbeauftragte der Fakultäten und Zentralen Einrichtung sowie die Frauenbeauftragte
Gleichstellungsbeauftragte der TU Chemnitz
Dipl.-Lehrerin Karla Kebsch
Frauenbeauftragte der TU Chemnitz (bestellt im Oktober 2002)
Dr. Renate Wißuwa
Stellvertretende Frauenbeauftragte der TU Chemnitz
Dipl.-Lehrerin Karla Kebsch
Gleichstellungsbeauftragte der Fakultäten
|
Fakultät |
Name |
|
Elektrotechnik und Informationstechnik |
Ramona Ecke, Diplom-Ingenieurin |
|
Informatik |
Karin Gäbel |
|
Maschinenbau und Verfahrenstechnik |
Dagmar Schmidt |
|
Mathematik |
Ingeburg Hambach, Diplom-Mathematikerin |
|
Naturwissenschaften |
Carmen Hammer, Diplom-Betriebswirtin |
|
Philosophische Fakultät |
N.N. |
|
Wirtschaftswissenschaften |
Dr. Pia Weiß |
Gleichstellungsbeauftragte Zentraler Einrichtungen
|
Einrichtung |
Name |
|
Universitätsbibliothek |
Annett Kittner |
Gleichstellungsbeauftragte und Frauenbeauftragte bilden die Gleichstellungskommission. Leider gehört der Kommission nach wie vor keine studentische Vertretung an.
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2. Personalstatistik
2.1. Professuren
|
Fakultät |
Professuren
C3/C4 |
Anteil
Professorinnen |
Juniorprofessuren |
Anteil Junior-
professorinnen |
|
Naturwissenschaften |
21
|
0
|
4
|
1
|
|
Mathematik |
19
|
0
|
2
|
0
|
|
Maschinenbau |
26
|
2
|
2
|
0
|
Elektrotechnik/
Informationstechnik |
18
|
0
|
0
|
|
|
Informatik |
13
|
1
|
1
|
0
|
|
Wirtschaftswiss. |
15
|
1
|
2
|
0
|
|
Philosophische Fakultät |
54
|
8
|
3
|
2
|
|
Gesamt |
166
|
12
|
14
|
3
|
Abbildung: Professuren C4/ C3 / JuniorprofessorInnen nach Fakultäten (Stand 31.12.2004)
Professuren gesamt: 166, davon Frauen 11 = 7,22%
Juniorprofessuren gesamt: 14, davon Frauen 3 = 21,42%
An drei von sieben Fakultäten ist es auch in diesem Berichtszeitraum nicht gelungen, Professorinnen zu berufen.
Bezüglich des in den Berichten der Gleichstellungsbeauftragten 2002 angesprochenen Ungleichgewichts hinsichtlich der Zugehörigkeit der Professorinnen zu den einzelnen Fakultäten wurde auch in diesem Berichtszeitraum keine Änderung festgestellt. Nach wie vor gehört die Mehrzahl der von Frauen vertretenen Professuren der Philosophischen Fakultät an. Dies ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass die Anzahl weiblicher Studierender in den sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächern sehr hoch ist, damit auch mehr Frauen den Weg der wissenschaftlichen Qualifikation, bis hin zur Promotion bzw. Habilitation wählen und so eine größere Anzahl von Bewerberinnen auf die einzelnen Professuren in diesem Bereich zur Verfügung steht. Erfreulich ist, dass an der Fakultät für Maschinenbau 2004 eine weitere Professur an eine Frau vergeben wurde. Dies versetzt die Gleichstellungsbeauftragte in die Lage, einen leichten Anstieg des Frauenanteils innerhalb der Professuren festzustellen.
Juniorprofessorinnen wurden an der Fakultät für Naturwissenschaften (Institut für Physik) und an der Philosophischen Fakultät bestellt.
Die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten sind beratende Mitglieder in den jeweiligen Berufungskommissionen, in allen Berufungsverhandlungen im Berichtszeitraum war ihre Mitwirkung sichergestellt. Es wurde darauf geachtet, dass die gesetzlichen Bestimmungen zur Herstellung der Chancengleichheit (Sächsisches Hochschulgesetz, Sächsisches Frauenfördergesetz, Frauenförderplan der Hochschule) eingehalten wurden.
Die kontinuierliche Teilnahme an Berufungsverfahren war und ist eine der arbeits- und zeitintensivsten Aufgabenbereiche der Gleichstellungsbeauftragten. Dazu gehören ein umfangreiches Aktenstudium (Bewerbungsunterlagen), die Teilnahme an den Beratungen der Berufungskommission, die Teilnahme an den Probevorträgen der letztendlich geladenen Bewerberinnen und Bewerber sowie die abschließenden Beratungen zur Erstellung der jeweiligen Listenplatzierungen.
Die Gleichstellungsbeauftragte der TU hat die Aufgabe, die Beauftragten der Fakultäten bei schwierigen Entscheidungsfindungen zu beraten und mit ihnen gemeinsam darauf zu achten, dass auch Bewerberinnen, fachliche Eignung natürlich vorausgesetzt, die Möglichkeit zum Probevortrag erhalten und bei entsprechender Eignung auf der Vorschlagsliste platziert werden.
Die Gleichstellungsbeauftragte der TU nahm zu jeder erstellten Vorschlagsliste aus den einzelnen Fakultäten Stellung. Als beratendes Mitglied in den Senatskommissionen und im Senat hatte sie die Möglichkeit, ein Votum abzugeben. Im Berichtszeitraum gab es jedoch keine nennenswerten Beanstandungen der Verfahrensabläufe in den einzelnen Fakultäten.
Diskutiert wurde in Beratungen des Senats, der Senatskommissionen und Fakultätsräte über Zusammensetzungen von Berufungskommissionen. Obwohl das Bemühen aller Fakultäten erkennbar war, den Frauenanteil in den Berufungskommissionen zu erhöhen, gestaltete es sich außerordentlich schwierig, Vertreterinnen aus der Gruppe der Hochschullehrerinnen, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen oder Studentinnen verstärkt zu nominieren.
Mit der vom SächsHG vorgehaltenen Option der Mitwirkung eines auswärtigen Wissenschaftlers/ einer auswärtigen Wissenschaftlerin, wäre dies jedoch realisierbar. Wissenschaftlerinnen-Datenbanken, bereit gestellt z. B. vom CEWS mit femconsult soll die Suche nach Expertinnen unterstützen und das vorhandene Potenzial an qualifizierten Wissenschaftlerinnen sichtbar machen.
Wünschenswert wäre das verstärkte Aufgreifen dieser und anderer Datenbankenangebote durch die naturwissenschaftlich- technischen Fakultäten, um die Unterrepräsentanz von Frauen vorrangig in der Gruppe der HochschullehrerInnen und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen in Berufungskommissionen entgegenzuwirken.
Die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten der Philosophischen Fakultät u.a. bei der Mitwirkung in Berufungskommissionen, wurden dankenswerterweise von den Gleichstellungsbeauftragten der einzelnen Fakultäten und der Gleichstellungsbeauftragten der TU mit übernommen.
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2.2. Wissenschaftliches Personal
Der Anteil von Frauen im akademischen Mittelbau ist an der TU Chemnitz insgesamt nicht zufriedenstellend. Trotzdem liegen einige Fakultäten erfreulicherweise über dem Bundesdurchschnitt.
Der Anteil weiblichen Personals im nichtwissenschaftlichen Bereich mit insgesamt 59,8% ist ein sehr positives Ergebnis.
|
Fakultät |
Wissenschaftliches Personal
auf Etatstellen |
davon Professoren |
|
Anteil weiblich in %
|
Anteil weiblich in %
|
|
Bundesstatistik
|
TU Chemnitz
|
Bundesstatistik
|
TU Chemnitz
|
|
Naturwissenschaften |
15,5
|
17,6
|
4,2
|
-
|
|
Mathematik |
14,4
|
17,5
|
5,5
|
-
|
|
Maschinenbau |
14,4
|
9,1
|
3,4
|
9,5
|
|
Elektrotechnik/ Informationstechnik |
7,6
|
1,5
|
2,3
|
-
|
|
Informatik |
13,0
|
11,1
|
6,9
|
7,7
|
|
Wirtschaftswiss. |
22,8
|
33,3
|
6,3
|
6,7
|
|
Philosophische Fakultät |
38,3
|
41,8
|
19,8
|
20,8
|
|
Fakultäten gesamt |
20,9
|
22,0
|
9,3
|
9,3
|
Abbildung: Wissenschaftliches Personal im Bundesvergleich (Stand: 31.12.2004)
|
Fakultät |
wissenschaftliches Personal
auf Etatstellen |
nichtwissenschaftliches
Personalauf Etatstellen |
|
Anteil weiblich in %
|
Anteil weiblich in %
|
|
Naturwissenschaften |
17,6
|
72,8
|
|
Mathematik |
17,5
|
100,0
|
|
Maschinenbau |
9,1
|
44,1
|
|
Elektrotechnik/ Informationstechnik |
1,5
|
34,6
|
|
Informatik |
11,1
|
88,2
|
|
Wirtschaftswiss. |
33,3
|
94,4
|
|
Philosophische Fakultät |
41,8
|
80,4
|
|
ZV, ZE |
24,1
|
61,0
|
|
Gesamt |
22,1
|
59,8
|
Abbildung: Anteil weiblichen Personals auf Etat-Stellen (Stand: 31.12.2004)
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2.3. Studierende
Die Einrichtung zahlreicher neuer interessanter und innovativer Studiengänge an der TU Chemnitz hat auch zu einem leichten Anstieg des Gesamtanteils von Frauen unter den Studierenden geführt. Lag dieser Anteil im Sommersemester 2002 noch bei 42,8%, konnten im WS 2004/2005 bereits 44,1%Frauenanteil verzeichnet werden. Der Anteil der Studentinnen an der Philosophischen Fakultät mit 66,8% ist dabei am größten, gefolgt von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit 42,4% und der Fakultät für Mathematik mit 36,8%. In den Naturwissenschaften studieren 25,9% Frauen, in der Informatik 11.1%.
Nicht zufriedenstellend sind die Anteile weiblicher Studierender in den Fakultäten für Maschinenbau mit 10,8% und Elektrotechnik/Informationstechnik mit 8%.
Die Anzahl weiblicher Studierender insgesamt verdeutlicht, dass die Bereitschaft von jungen Frauen, Studienfelder in den naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungsrichtungen zu belegen, zugenommen hat.
Einen maßgeblichen Anteil an diesen erfreulichen Ergebnissen haben die vielfältigen Initiativen der Universität:
- Girl`sDay
- Tag der offenen Tür
- Studienwerbung direkt an Schulen
- Vorträge
- Laborvorführungen
- Vortragsreihen für Lehre und Schüler
- Arbeitsgemeinschaften für SchülerInnen
- Herbstuniversität für SchülerInnen
- Sonntagsuniversität
- Schülerpraktika in allen Fakultäten der TU Chemnitz
- Projekt "Frauen studieren Naturwissenschaft und Technik (bis Ende 2003 gefördert)

Abbildung: Anzahl der weiblichen Studierenden an den Fakultäten (Zuordnung nach Einschreibung; ohne Gasthörer, ohne Kollegiaten; ohne Beurlaubte; Stand: 01.12.2004
Der Anteil von Frauen im Promotionsstudium hat sich im Berichtszeitraum von 24,7% auf 34,5% erhöht. Einen großen Anteil daran hat die Philosophische Fakultät, die auf Grund der Vielfalt der angebotenen Fächer auch im vergangenen Berichtszeitraum einen hohen Anteil Frauen im Promotionsstudium zu verzeichnen hatte.
In der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften stieg der Frauenanteil auf 50%, in den Fakultäten für Maschinenbau und Mathematik liegt der Frauenanteil etwa bei 20%.
Leider ist es an der Fakultät für Elektrotechnik/Informationstechnik im Berichtszeitraum wiederum nicht gelungen, Frauen für ein Promotionsstudium zu gewinnen.
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3. Frauen in Leitungspositionen und in der akademischen Selbstverwaltung
3.1. Universitätsleitung
Dem Rektoratskollegium gehört eine Frau an, sie hat das Amt der Prorektorin für Lehre und Studium inne. In der Zentralen Verwaltung sind eine Dezernentin und sechs Abteilungsleiterinnen beschäftigt.
Drei der sechs Zentralen Einrichtungen werden von Frauen geleitet.
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3.2. Akademische Selbstverwaltung
Konzil
In das Konzil der Universität wurden 7 Professorinnen (54 Professuren insgesamt), 2 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen (21 wissenschaftliche MitarbeiterInnen insgesamt), 8 Studentinnen (19 Studierende insgesamt) und 7 sonstige hauptberufliche Mitarbeiterinnen (12 hauptberufliche Mitarbeiterinnen insgesamt)gewählt. Das entspricht einem Anteil von 22,6% und stellt eine deutliche Steigerung zum vorhergehenden Berichtszeitraum dar. Hier lag der Frauenanteil bei 16,8%.
Senat
Unter den stimmberechtigten Mitgliedern im Senat befand sich bis 31.12.2004 keine Frau. Konzil
In den Senatskommissionen sind Frauen vertreten, jedoch ist der Anteil nicht zufriedenstellend wie die nachfolgenden Abbildungen zeigen.
|
HSL
|
%
|
AM
|
%
|
SHM
|
%
|
Stud.
2003-2004
2004-2005
|
%
|
|
1
|
12,5
|
0
|
0
|
0
|
0
|
1
|
33,3
|
Abbildung: Frauen in der Kommission für Lehre und Studium
|
HSL
|
%
|
AM
|
%
|
SHM
|
%
|
Stud.
2003-2004
2004-2005
|
%
|
|
2
|
25
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
Abbildung: Frauen in der Kommission Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
|
HSL
|
%
|
AM
|
%
|
SHM
|
%
|
Stud.
2003-2004
2004-2005
|
%
|
|
1
|
12,5
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
Abbildung: Frauen in der Bibliothekskommission
|
HSL
|
%
|
AM
|
%
|
SHM
|
%
|
Stud.
2003-2004
2004-2005
|
%
|
|
1
|
12,5
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
Abbildung: Frauen in der Haushaltskommission
Fakultätsräte
In den Fakultätsräten sind in der Gruppe der HochschullehrerInnen und Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen mit Ausnahme der Fakultäten für Naturwissenschaften und Elektrotechnik/Informationstechnik in allen Fakultäten weibliche Bedienstete vertreten.
In der Philosophischen Fakultät, der Fakultät für Mathematik und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften gehören dem Fakultätsrat auch Mitarbeiterinnen aus dem nichtwissenschaftlichen Bereich an.
In der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Mathematik wirkten im Berichtszeitraum konstant Vertreterinnen der Studierenden mit, in den Fakultäten für Naturwissenschaften, Informatik und Wirtschaftswissenschaften konnten in einzelnen Wahlperioden Studentinnen zur Mitarbeit gewonnen werden.
In den Fakultäten für Maschinenbau und Elektrotechnik/Informationstechnik waren im Berichtszeitraum keine Studentinnen in den Fakultätsräten vertreten.
Mit Ausnahme der Philosophischen Fakultät wurden in allen Fakultäten Gleichstellungsbeauftragte gewählt, die mit beratender Stimme an den Fakultätsratssitzungen teilnehmen.
|
Fakultät
|
HSL
|
%
|
AM
|
%
|
SHM
|
%
|
Stud.
2003-2004
|
%
|
Stud.
2004-2005
|
%
|
|
NaWi
|
-
|
|
-
|
|
-
|
|
1
|
50
|
-
|
|
|
Mathematik
|
-
|
|
2
|
100
|
1
|
100
|
1
|
50
|
1
|
50
|
|
MB
|
-
|
1
|
33,3
|
|
-
|
|
-
|
|
-
|
|
|
ET/IT
|
-
|
|
1
|
33,3
|
-
|
|
-
|
|
-
|
|
|
IF
|
1
|
16,7
|
-
|
|
-
|
|
-
|
|
1
|
50
|
|
WiWi
|
1
|
16,7
|
-
|
|
1
|
100
|
2
|
100
|
-
|
|
|
Phil. Fak
|
3
|
27,3
|
-
|
|
2
|
100
|
1
|
25
|
2
|
50
|
Abbildung: Zusammensetzung der Fakultätsräte in der Amtperiode 2003 bis 2006
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4. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
4.1. Stipendien im Rahmen des Hochschul- und Wissenschaftsprogramms (HWP) Programm zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre
Promitionsstudium
Promotionsstipendien im Rahmen des Hochschul- und Wissenschaftsprogramms erhielten mit Förderbeginn 2 bzw. 3 2004 zwei Frauen aus der Philosophischen Fakultät bzw. Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Der Förderzeitraum endet jeweils 12/2006.
Drei von vier Wissenschaftlerinnen, deren Promotionsförderung mit Ablauf des Jahres 2003 beendet war (Beginn 2001), haben die Promotion erfolgreich abgeschlossen.
Wiedereinstiegsstipendium
Seit 1997 stellt das Land Sachsen jährlich Mittel für 12 Stipendien zur Förderung des Wiedereinstiegs in die wissenschaftliche Arbeit bereit.
Das Wiedereinstiegsstipendium wird an Frauen und Männer vergeben, die zur Wahrnehmung familiärer Aufgaben ihr Promotions- oder Habilitationsvorhaben unterbrochen oder abgebrochen haben und die Forschungsarbeit mit dem Ziel des Abschlusses der Promotion oder Habilitation wieder aufnehmen wollen.
Die TU Chemnitz konnte im Jahr 2002 ein Wiedereinstiegsstipendium an eine Wissenschaftlerin vergeben.
Habilitationsstelle
Ebenfalls aus Mitteln des Hochschul- und Wissenschaftsprogramms wird im Zeitraum 2/02-4/06 eine Wissenschaftlerin bei der Anfertigung der Habilitation finanziell unterstützt.
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4.2. Graduiertenstipendium (Landesstipendium)
Im Berichtszeitraum wurden 4 Wissenschaftlerinnen von insgesamt 13 zu fördernden LandesstipendiatInnen mit einem Stipendium unterstützt.
Die Gleichstellungsbeauftragten der jeweiligen Fakultäten sowie die Gleichstellungsbeauftragte der TUC wurden an allen dazu durchgeführten Beratungen und Entscheidungsfindungen der Graduiertenkommission angemessen beteiligt.
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5. Promotionen/Habilitationen
5.1 Abgeschlossene Promotionen im Berichtszeitraum
|
Fakultät |
2002 |
2003 |
2004 |
|
gesamt |
davon weibl. |
gesamt |
davon weibl. |
gesamt |
davon weibl. |
|
Naturwissenschaften |
19
|
7
|
27
|
3
|
14
|
1
|
|
Mathematik |
3
|
0
|
6
|
0
|
3
|
2
|
|
Maschinenbau |
19
|
2
|
18
|
1
|
23
|
2
|
|
ET / IT |
15
|
1
|
5
|
0
|
9
|
0
|
|
Informatik |
1
|
0
|
2
|
0
|
2
|
0
|
|
Wirtschaftswiss. |
21
|
4
|
6
|
0
|
18
|
4
|
|
Philosophische Fakultät |
16
|
5
|
21
|
7
|
26
|
13
|
|
Gesamt |
94
|
37
|
85
|
11
|
95
|
22
|
|
|
|
39,37%
|
|
12,93%
|
|
23,15%
|
nach oben
5.2. Abgeschlossene Habilitationen im Berichtszeitraum
|
Fakultät |
2002
|
2003
|
2004
|
|
gesamt |
davon weibl. |
gesamt |
davon weibl. |
gesamt |
davon weibl. |
|
Naturwissenschaften |
2
|
0
|
1
|
1
|
4
|
1
|
|
Mathematik |
0
|
0
|
1
|
0
|
2
|
0
|
|
Maschinenbau |
3
|
0
|
0
|
0
|
3
|
1
|
|
ET / IT |
0
|
0
|
0
|
0
|
2
|
1
|
|
Informatik |
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
|
Wirtschaftswiss. |
0
|
0
|
2
|
0
|
1
|
1
|
|
Philosophische Fakultät |
6
|
1
|
4
|
0
|
4
|
2
|
|
Gesamt |
11
|
1
|
8
|
1
|
16
|
6
|
|
|
|
9,09%
|
|
12,5%
|
|
37,5%
|
nach oben
6. Universitätsinterne Tätigkeit der Gleichstellungsbeauftragten
6.1. Beratungstätigkeit
Das Gleichstellungsbüro dient Mitarbeiterinnen und Studentinnen der TUC als Anlaufstelle für persönliche Beratungen. Frauen richten Anfragen zu den unterschiedlichsten frauenspezifischen Themen an das Büro der Gleichstellungsbeauftragten. Quantitativ lässt sich ein stetes Anwachsen des Klärungsbedarfs bei Frauen feststellen.
Zu beobachten ist, dass sich wesentlich mehr Mitarbeiterinnen als StudentInnen an die Gleichstellungsbeauftragte wenden.
Die Schwerpunkte der Beratung bilden folgenden Themen:
-
Angelegenheiten aus dem Dienstverhältnis mit der Universität: Stellenausschreibungen, Teilzeitbeschäftigung, Trennungsgeld
-
Ansätze von Mobbing, Unstimmigkeiten mit Vorgesetzten und Kollegen
-
Sexuelle Belästigung
-
Kinderbetreuung
-
Wiedereinstiegsmöglichkeiten für Frauen nach der Erziehungspause
-
Fördermöglichkeiten für Wissenschaftlerinnen
Zunehmend ist die Nachfrage nach Fördermöglichkeiten durch Stipendien, Zwischenfinanzierungen von Dissertationen im Übergang zur Habilitation u.a..
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6.2. Angebote im Semester
6.2.1. Feriencamp
Auf Grund der großen Resonanz und wiederholten Nachfrage organisierte die Gleichstellungsbeauftragte in Zusammenarbeit mit den Institut für Sportwissenschaft und dem Praktikumsamt der Philosophischen Fakultät für Kinder von Universitätsangehörigen jeweils in den sächsischen Schulferien im Februar ein Winterferiencamp. Kinder und Jugendliche haben dabei erholsame Winterferien verbracht und bei Skialpin und Snowboardkursen - unter fachkundiger Anleitung von StudentInnen des Instituts für Sportwissenschaft - interessante Ferientage verlebt.
Für viele berufstätige Eltern ist die Kinderbetreuung während der Schulferien problematisch. Die Feriencamps liefern so einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Winterferiencamp 2003:
Wintersportgebiet Jochtal-Gitzschberg / Mühlbach / Südtirol / Italien
40 TeilnehmerInnen
Winterferiencamp 2004:
Wintersportgebiet Hochzillertal / Kaltenbach / Strass / Österreich
28 TeilnehmerInnen
Die Ausrichtung der Feriencamps wurde freundlicherweise durch die Universität, die Philosophischen Fakultät und das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau finanziell unterstützt.
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6.2.2. Girls-Day
Mit dem Girls`Day, dem Zukunftstag für Mädchen, wurde am 25. April 2002 zum zweiten Male eine bundesweite Kampagne zur Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen gestartet. Auch die Universität Chemnitz hat sich an diesem Projekt sehr erfolgreich beteiligt. Jeweils ca. 400 Mädchen von Chemnitzer Schulen fanden in den beiden darauffolgenden Jahren 2003 und 2004 den Weg in die Universität.
Dieser Aktionstag für Schülerinnen soll die Berufswahl erleichtern und Einblicke in wissenschaftlich-technische Berufsfelder geben. Ziel der TU Chemnitz war und ist es, insbesondere in den Natur- und Ingenieurwissenschaften die Anzahl der Studierenden zu steigern. Deshalb sollen Mädchen an diesem Tag die verschiedenen Angebote der TU Chemnitz kennen lernen, um sich frühzeitig für ein Studium in diesen Fachrichtungen zu begeistern.
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7. HWP-geförderte Projekte im Berichtszeitraum/ Projektleitung oder Projektmitarbeit durch die Gleichstellungskommission
7.1. Projekt "Frauen in Naturwissenschaft und Technik" (12/2003 abgeschlossen)
Das Projekt "Frauen in Naturwissenschaft und Technik" wurde als Maßnahme zur Steigerung des Anteils von Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen nach Artikel 1, § 1, Abs. 2c des Hochschulwissenschaftsprogramms (HWP) gefördert. Ziel des Projektes war es, Barrieren und Hemmnisse abzubauen, die viele Gymnasiastinnen davon abhalten, naturwissenschaftliche oder technische Studienfelder zu wählen und später eine Tätigkeit in diesen Bereichen zu ergreifen. Die Erhöhung des Anteils weiblicher Studierender in diesen Fächern sollte ein Beitrag zur Erhöhung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre in den naturwissenschaftlich-technischen Bereichen sein.
Für den geringen Anteil von Frauen in Naturwissenschaft und Technik sind vielfältige Gründe verantwortlich:
-
allgemeiner Informationsmangel über technisch-naturwissenschaftliche Studien- und Tätigkeitsfelder aufgrund geschlechtsspezifisch sozialisierter Interessen
-
falsche, weil überkommene Vorstellungen über das Berufsbild einer Ingenieurin/ Naturwissenschaftlerin
-
mangelnde Information von Gymnasiastinnen über technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge
-
mangelnde Möglichkeiten des Austauschs mit gleichaltrigen/ altersnahen Studentinnen der Ingenieur- und Naturwissenschaften
-
durch Erziehung und Sozialisation werden Geschlechterstereotype - u.a. zu "typisch weiblichen" Fähigkeiten und Lebensaufgaben - vermittelt
-
im alltäglichen schulischen Kontakt zwischen Mädchen und Jungen werden diese Stereotype durch erzieherisch bedingtes, geschlechtsspezifisches Verhalten vertieft
-
unbewusste und ungewollte Unterschiede im Verhalten der Lehrer und Lehrerinnen gegenüber Jungen und Mädchen vertiefen im Selbstbild verankerte Einschätzungen eigener, geschlechterspezifischer Fähigkeiten und Verhaltensregeln
-
mangelnde Präsenz des Themas in der von den Mädchen wahrgenommenen Öffentlichkeit
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Vermittlung von Geschlechterstereotypen durch die Medien
Um die u.a. unter diese Gesichtspunkten entstandene Distanz der Mädchen und Frauen zu technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen abzubauen und den Anteil von Studentinnen in diesen Studiengängen zu erhöhen, entwickelten die ProjektmitarbeiterInnen mehrere Handlungsdimensionen, auf denen die Arbeit durchgeführt werden konnte:
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Maßnahmen und Aktionen an den Universitätsstandorten Chemnitz und Freiberg sowie an Gymnasien(Teilnahme am Tag der offenen Tür an den Universitäten und einzelnen Gymnasien, Teilnahme am Girls`Day, Frauenschnupperstudium an der TU Chemnitz (2002), Projektveranstaltung im Rahmen der Chemnitzer Herbstuniversität, Projektveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Landesarbeitsamt auf der Bildungsmesse SÄBIT in Leipzig 2002
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Aufbau von Kooperation und Netzwerken und deren Nutzung für die Projektarbeit
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Öffentlichkeitsarbeit
In den Universitäten und Hochschulen bundesweit sind vielfältige Bemühungen erkennbar, um natur- und technikwissenschaftliche Studiengänge (einschließlich der Informatik) umzugestalten, um mehr Studierende zu gewinnen.
Zur Erhöhung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit dessen ist es unabdingbar, durch entsprechende Maßnahmen in den Schulen bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt die erforderlichen Grundlagen für die Förderung von Interessen und Kompetenzen von Mädchen in Naturwissenschaft, Technik und Informatik zu legen und umfassende Medienkompetenz zu vermitteln.
Das Projekt "Frauen in Naturwissenschaft und Technik", welche die ProjektmitarbeiterInnen Lutz Stockmann, Anja Loose und Kathrin Schramm unter der Projektleitung des damaligen Prorektors für Lehre und Studium Prof. Dr. R. mit sehr großem Engagement und unter erfreulicherweise stetig zunehmendem Interesse und der Mitarbeit von Gymnasien betrieben haben, war ein wichtiger Baustein im Bemühen der TU Chemnitz, Grundlagen zur Erhöhung des Anteils weiblicher Studierender in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen zu schaffen.
Leider wurde die Förderung dieses Projektes nicht weiter betrieben und mit Ablauf des Jahres 2003 beendet.
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7.2. Projekt "ELISA" - Förderung und Vernetzung weiblicher Eliten aus natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen an sächsischen Universitäten und Hochschulen (Beginn 1/2004)
Trotz sehr guter Ausbildung sind Frauen beim beruflichen Ein -und Aufstieg in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Berufen noch immer benachteiligt und unterrepräsentiert. Frauen aus natur- ingenieur- und medizinwissenschaftlichen Studiengängen wird der Zugang zu attraktiven Führungspositionen oft erschwert bzw. sie stoßen im beruflichen Alltag auf strukturelle Barrieren.
Um Studentinnen aus den genannten Studienrichtungen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern und ihre Karrierebestrebungen zu unterstützen wurde im Rahmen der "Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung und Weiterentwicklung von Hochschule und Wissenschaft sowie zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre" (Artikel 1 § 1 Abs. 2 HWP) das Projekt ELISA-Elitenförderung Sachsen initiiert.
Das Projekt wird finanzier aus Mitteln des Bundes, für den Zeitraum 2004-2006 stehen den teilnehmenden Einrichtungen insgesamt 600.000 € für Personal- und Sachmittel zur Verfügung.
Projektpartner sind neben der TU Chemnitz die TU Dresden, die HTW Dresden, die Uni Leipzig, die HTWK Leipzig und der HS Zittau/Görlitz.
Die Gesamtprojektleitung hat die TU Dresden übernommen. Teilprojektleiterin an der TU Chemnitz ist die Gleichstellungsbeauftragte der TU, Projektmitarbeiterin und - koodinatorin ist Frau Richter, M.A..
Insgesamt gibt es drei Programmdurchläufe. Pro Durchlauf können maximal 36 Studentinnen gefördert werden, d.h., jeder Einrichtung werden 6 Plätze zur Verfügung gestellt.
Es ist beabsichtigt, leistungsstarke und engagierte Studentinnen der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen gezielt zu fördern und in ihren Karriere-Ambitionen zu unterstützen, sowie innovative Formen der Ausbildungszusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen zu erproben bzw. weiter auszubauen.
Das studienbegleitende Programm bietet motivierten Studentinnen im Hauptstudium die Chance, frühzeitig die richtigen Weichen für den beruflichen Ein- und Aufstieg zu stellen. ELISA richtet sich an der TU Chemnitz an Studentinnen folgender Fächer:
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Elektrotechnik und Informationstechnik
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Maschinenbau
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Informatik
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Wirtschaftswissenschaften (nur Wirtschaftsinformatik)
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Mathematik
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Physik
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Chemie
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Chemnitzer Modell
Das Programm setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: Mentoring, Coaching, Workshops zur Schulung sozialer Kompetenzen. Dadurch haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre Karrierechancen zu verbessern und sich praxisnah auf die Anforderungen im Berufsleben vorzubereiten. Ferner wird die Bildung eines Netzwerkes zwischen den Studentinnen angestrebt, welches auch nach dem Berufseinstieg aktivierbar bleibt sowie die Verstetigung des Programms durch Unternehmenskontakte.
Das Mentoring dient der praxis- und erfahrungsorientierten Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Die beteiligten Unternehmen bieten im weiteren Verlauf des Programms den Studentinnen die Möglichkeit, formelle und informelle Strukturen und Abläufe kennen zu lernen. Auf diese Weise können die Studentinnen berufliche Fähigkeiten und Interessen erkennen und weiterentwickeln sowie sich in verschiedenen Arbeitsfeldern zu erproben. Dabei auftretende Probleme können in gemeinsam entwickelten Lösungsansätzen behoben werden. Die Unternehmen haben so die Möglichkeit, ihre Beraterkompetenzen weiterzuentwickeln und frühzeitig qualifizierten Nachwuchs an sich zu binden. Im Idealfall ist das Mentoring der erste Schritt für eine spätere Anstellung in diesem Unternehmen.
Programmbegleitend gibt es für die Studentinnen die Möglichkeit, bis zu fünf Stunden Einzel-Coaching an den jeweiligen Standorten zu nutzen.
Hierbei werden berufsbezogene Themen im geschützten Rahmen bearbeitet.
Das Coaching dient der Förderung von Selbstreflexion, individueller Problemlösestrategien und Verantwortung.
Workshops
Pro Durchgang werden zwei Workshops angeboten, die an den Einrichtungen in Dresden bzw. Leipzig stattfinden. Hier werden soziale Kompetenzen trainiert, die in der fachlichen Ausbildung zu kurz kommen. Inhalte sind u.a. Teamentwicklung und Teambuilding, Vorbereitung auf Mentoring und Coaching, Work-life-balance.
Am Ende des Programms erhält jede Teilnehmerin im Rahmen einer Abschlussveranstaltung ein Zertifikat, das sich in späteren Bewerbungsunterlagen sicherlich positiv hervorhebt.
Für den ersten Projektdurchgang, der in Oktober 2004 startete, bewarben sich an der TU Chemnitz 6 Studentinnen, vier wurden ins Programm aufgenommen.
Netzwerkpartner und Unternehmen
Kooperierende Netzwerkpartner sind auf der universitären Seite die TU Dresden, die HTW Dresden, die Uni Leipzig sowie HTWK Leipzig, die HS Zittau/Görlitz. Das Netzwerk wird von der "Femtec. Hochschulkarrierezentrum für Frauen Berlin GmbH" beraten. Als eine vom BMBF geförderte Private-Public-Partnership betreut sie in Kooperation mit führenden Wirtschaftsunternehmen weibliche Studierende mit sehr guten Studienleistungen und entsprechenden persönlichen Voraussetzungen an gegenwärtig vier deutschen Universitäten. In regelmäßigen Abständen finden gemeinsame Treffen der universitären Verbundpartner statt.
Zahlreiche Unternehmen in der Region Chemnitz haben ihr Interesse am Projekt ELISA signalisiert, so u.a. NILES-SIMMONS GmbH, KOMSA, PC-Ware Leipzig, VW Mechatronic Stollberg, Druckerei Gröher Chemnitz.
Um die Qualität des Verbundprojektes zu gewährleisten und kontinuierlich weiterzuentwickeln, wird es prozessbegleitend evaluiert. Ergebnisse, Erfolge und eventuell auftretende Probleme werden im Sinne einer Qualitätssicherung überprüft und dokumentiert und fließen in die Folgedurchläufe ein.
Projektbegleitend wird die Akquise von Fördermitteln zur Verstetigung des Projektes durchgeführt. Die Verstetigung soll nach dem Auslaufen der HWP-Mittel teilweise über kommerzielle Angebote aus den bereichen der firmenspezifischen Weiterbildung sowie des Hochschulmarketings ermöglichen.
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8. Mitwirkung auf Bundes- Landes- und Kommunalebene
Die TU Chemnitz ist Mitglied der Bundeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten, die u.a. in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften zu bestimmten Themen Positionspapiere erstellt und einmal im Jahr über mehrere Tage hinweg, berät.
Auf Landesebene besteht die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten, die in Sachsen zweimal pro Jahr einberufen wird und eine Plattform für den Meinungsaustausch der Gleichstellungsbeauftragten von Universitäten und Hochschulen zu aktuellen bildungspolitischen und weiteren Themen darstellt. Die Landeskonferenz bereitet Positionspapiere für die Bundeskonferenz vor.
Eine gute Zusammenarbeit gibt es zwischen der Gleichstellungskommission der TUC und der Gleichstellungsstelle der Stadt Chemnitz. Zahlreiche gemeinsame Aktivitäten dokumentieren dies. Höhepunkt in jedem Jahr ist die Ausgestaltung des Internationalen Frauentages, der, federführend organisiert von der Gleichstellungs- und Frauenförderstelle der Stadt Chemnitz unter Mitwirkung der Gleichstellungskommission der TU Chemnitz sowie der regionalen Frauenvereine und -verbände durchgeführt wird.
Vertreterinnen der Gleichstellungskommission der TUC sind bemüht, an den regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen der Frauenvereine und -verbände der Region teilzunehmen und mit Beiträgen zu unterstützen.
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9. Fazit
Anliegen der Gleichstellungsbeauftragten der TUC im Berichtszeitraum war, die Gleichstellung von Frau und Mann nicht als einen für sich stehenden Programmpunkt, sondern als Querschnittsaufgabe begreifbar zu machen.
Ohne gezielte Maßnahmen zur Frauenförderung, wird die Situation der Frauen an der TU Chemnitz noch viele Jahre unbefriedigend bleiben. Es bedarf überzeugender Signale, dass Frauenförderung für eine wesentliche Aufgabe der TU Chemnitz gehalten wird und konkreterer Maßnahmen, wie Zielvorgaben sowie gezielter Anreize.
Um Erfolge in der Gleichstellungsarbeit zu sichern, muss die Gleichstellung von Frau und Mann in den kommenden Jahren bei allen Entscheidungsprozessen als Querschnittaufgabe behandelt werden. Erfolge in der Gleichstellungsarbeit müssen als Leistung der Struktureinheiten gelten und honoriert werden.
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