Gleichstellung und Frauenförderung






Gleichstellungsbeauftragte der Fakultäten und Zentralen Einrichtungen

Die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten und Zentralen Einrichtungen der TU Chemnitz sowie die Zentrale Gleichstellungsbeauftragte und die Frauenbeauftragte sind in der Gleichstellungskommission zusammengeschlossen. Arbeitsschwerpunkte der Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten sind die Begleitung von Berufungsverfahren, die Beratung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern sowie die Mitwirkung bei der Vergabe von Stipendien. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Gleichstellungskomission ist die kontinuierliche Qualifizierung der dezentralen Gleichstellungsbeauftragten, um die Professionalisierung der Gleichstellungsarbeit an der TU Chemnitz voranzutreiben. Im Fokus der Fortbildungmaßnahmen liegen Workshops und Schulungen zu den Aufgabenbereichen und Gestaltungsspielräumen von Gleichstellungsbeauftragten. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die professionelle Begleitung von Berufungsverfahren gerichtet.

 

Abkürzungen:

  • RH = Reichenhainer Straße
  • StraNa = Straße der Nationen
  • TW = Thüringer Weg
 

Fakultät/Einrichtung

GLB

Gebäude

Kontakt

Naturwissenschaften Katharina Wagner
RH 70/
Zi. P134
Tel. 0371 / 531-37772
Mathematik Anja Fischer
RH 39 /
Zi.: 715
Tel: 0371 / 531-37579
E-Mail
Homepage
Maschinenbau Dr. Brigitte Morgenstern
RH 70 /
Zi.: A 017
Tel: 0371 / 531-32156
E-Mail
Homepage
Elektrotechnik und Informationstechnik Isa Streiter
Dipl.-Chem.
RH 70 /
Zi.: H144 B
Tel: 0371/ 531-38979
E-Mail
Homepage
Informatik Sylvio Ujvari
StraNa 62 /
Zi.  1/344
Tel: 0371 / 531-38979
E-Mail
Homepage
Ulrike Luthe
(1. Stellv.)
StraNa 62 /
Zi.:  1/226e
Tel: 0371 / 531-31807
Fax: 0371 / 531-831807
E-Mail
Homepage
Wirtschaftswissenschaften
Dipl. Vw., Dipl. Kffr.
TW 7 / Zi.: 311
Tel: 0371 531-37183
Fax: 0371 531-26379
E-Mail
Philosophische Fakultät Anja Päßler
TW9 / Zi.
E-Mail
Homepage
Karla Kebsch
Dipl.-Päd.
(1. Stellv.)
TW 11 /
Zi.: 323
Tel: 0371 / 531-36382
Fax: 0371 / 531-27095
E-Mail
Homepage
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften PD Dr. Susanne Rippl
TW 9 /
Zi.: 011
Tel: 0371 / 531-32706
Zentrale Einrichtungen

 

Annett Kittner

 

StraNa 62 /
Zi.: 333A

 

Tel: 0371 / 531-32301
E-Mail

 

 

"Wir wollen Zweifel zerstreuen"

 

Die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten und Zentralen Einrichtungen sind Ansprechpartner von der Studienwahl bis zum Berufungsverfahren

 
Dr. Brigitte Morgenstern hat an der TH Karl-Marx-Stadt Werkstofftechnik studiert, zum Dr.-Ing. promoviert und anschließend 20 Jahre in der Industrie gearbeitet. Sie weiß also, wovon sie spricht, wenn sie versucht, Mädchen für ein technisches Studium zu begeistern, und wenn sie ihnen berichtet, dass es auch Spaß macht, als einzige Frau im Team den männlichen Kollegen Paroli zu bieten. Heute ist sie Ansprechpartnerin für Studienangelegenheiten an der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz und seit zwei Jahren als Gleichstellungsbeauftragte aktiv. Vor allem der Kontakt zu den jungen Menschen hat sie zurück an die Universität gezogen. Über mehr Kolleginnen und Studentinnen im Maschinen bau würde sie sich zwar freuen, aber: "An manchen Professuren liegt der Anteil der Wissenschaftlerinnen bereits bei rund 50 Prozent", berichtet Morgenstern. Größere Probleme in Sachen Gleichstellung hatte sie bislang noch nicht auf dem Tisch. "Vielleicht liegt es auch daran, dass es in Ostdeutschland schon länger Tradition ist, dass Frauen in technischen Fächern studieren und arbeiten", vermutet sie und erzählt: "Ich habe sehr viel mit unseren Studierenden zu tun und habe noch nicht gehört, dass die jungen Frauen zum Bei spiel in Lehrveranstaltungen diskriminiert würden - an Hochschulen in anderen Bundesländern soll das zum Teil bis heute noch ein Problem sein."
 
Kraft Amtes ist sie stimmberechtigtes Mitglied im Fakultätsrat. Sie begleitet Berufungsverfahren als Mitglied der jeweiligen Berufungskommission mit beratender Stimme. "Problem ist nicht nur die geringe Anzahl, sondern auch die oftmals fast gänzlich fehlende fachliche Qualifikation der Bewerberinnen", sagt Morgenstern, die vor diesem Hintergrund von Frauenquoten wenig hält. "Wichtiger als Quoten ist, dass wir den Absolventen gute Chancen in der Stadt und der Region aufzeigen können - nur so lässt sich erreichen, dass auch junge Familien hier bleiben", schätzt die Gleichstellungsbeauftragte ein. Sie fühlt sich in ihrer Arbeit von der Universitätsleitung gut unterstützt und betont den Erfolg der TU als familienfreundliche Hochschule: "Es wird immer versucht, für unsere Studierenden und Kollegen mit Kindern Lösungen zu finden, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Das kommt den jungen Müttern zugute, die Väter profitieren natürlich genauso."
 
Eigene Erfahrungen mit der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie hat Nicole Lorenz. Die TU-Absolventin ist seit dreieinhalb Jahren Gleichstellungsbeauftragte an der Fakultät für Mathematik und arbeitet zurzeit an ihrer Promotion. "Unser Kind geht in die Kita Krabbelkäfer, die fast Tür an Tür mit meinem Arbeitsplatz auf dem Campus liegt", erzählt Lorenz. Auch die Nachricht, dass sie bald wieder in Elternzeit geht, habe für keine Probleme gesorgt: "Das wird bei uns an der Fakultät sehr gut toleriert, auch bei der Vertragsverlängerung wurden mir keine Steine in den Weg gelegt", erzählt die Mathematikerin. Das Klima in Sachen Gleichstellung sei ähnlich entspannt. "Ich habe mich als Gleichstellungsbeauftragte zur Wahl gestellt, um mich in die Arbeit an unserer Fakultät einzubringen", so Lorenz. Vor allem durch ihre stimmberechtigte Mitgliedschaft im Fakultätsrat erhalte sie einen sehr guten Überblick und könne auch aktiv mitwirken. In der Strukturkommission ist sie zudem bei Personalfragen involviert. Weitere Anfragen erhielt sie bislang zum Thema Stipendien.
 
Die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten und Zentralen Einrichtungen werden für drei Jahre gewählt; wenn Studierende die Aufgaben übernehmen, findet die Wahl jährlich statt. Während ihrer Amtszeit haben sie die Möglichkeit, Fortbildungen zu besuchen, die sie noch besser für ihre Aufgaben qualifizieren. "Ich konnte schon zweimal an solchen Veranstaltungen teilnehmen. Interessant ist auch immer der Austausch mit den Vertretern aus anderen sächsischen Hochschulen", so Morgenstern.
 
Im Wintersemester 2010/2011 lag der Frauenanteil unter den Studierenden der Fakultät für Maschinenbau bei 14,3 Prozent. "Unser Wunsch ist natürlich, dass noch mehr junge Frauen den Mut finden, in die technischen Fächer zu gehen. Wir brauchen das Potenzial der Mädchen - unsere Studentinnen sind erfolgreicher als ihre männlichen Kommilitonen. Der Anteil der Frauen unter den Absolventen ist im Maschinenbau höher als unter den Studienanfängern", betont Morgenstern. Die Fakultät beteiligt sich mit einem großen Angebot am jährlichen Girls'Day. "Alle weiteren Angebote zur Studienwerbung eignen sich für Mädchen und Jungen gleichermaßen, da sind wir immer offen für alle", sagt die Gleichstellungsbeauftragte und ergänzt: "Schülerinnen sind selbst oft skeptisch, ob sie sich in einer Männerdomäne behaupten können. Da wollen wir Zweifel zerstreuen - und hierbei hilft es natürlich, wenn ich positive Erfahrungen aus meinem eigenen Berufsleben vermitteln kann."

Erfahrungsaustausch bei einem gemeinsamen Kaffee:
Dr. Brigitte Morgenstern (l.) und Nicole Lorenz sind
 als Gleichstellungsbeauftragte der Fakultäten für
Maschinenbau bzw. für Mathematik aktiv.
Foto: Christian Schenk
 
Katharina Thehos