Professur für Mikrosystem- und Gerätetechnik
Mikrotechnologien und Systemgedanken führen zu neuen gerätetechnischen Lösungen. Die "klassischen" Quellen der Gerätetechnik - Mechanik, Optik, Elektrotechnik und Elektronik - werden durch die Mikrosystemtechnik erweitert und ergänzt.
Mikrosysteme
- integrieren verschiedene Funktionen
- sind miniaturisiert
- umfassen intelligente Signalverarbeitung
- zielen auf eine Optimierung der Gesamtfunktion
Mikrosysteme arbeiten in der Regel nicht autonom, sondern als Teile eines komplexeren, übergeordneten Systems ("Gerät"), z.B. als intelligente Sensoren und Aktoren
- im KfZ oder im Flugzeug
- in Haushaltgeräten
- in Bürogeräten
- im menschlichen Körper
- in einer Umweltmessstation
Beispiele:
- Beschleunigungssensor für Airbag- Auslösung
- Drehratesensor für Tempomat- Steuerungen im Kfz
- bewegliche Mikrospiegel für Lichtstrahlablenkungen (Scanner)
- Düsensysteme in Tintenstrahldruckern
- implantierte Insulin- Dosiereinrichtung mit Sensoren, Ventilen, Aktoren
- Implantate zur elektrischen Nervenstimulation bei Taubheit (Cochlea- Implantate)
- Durchflusssensoren für Gase und Flüssigkeiten
Die Auswirkung der Mikrosystemtechnik auf Intelligenz, Zuverlässigkeit, Energieverbrauch, Volumen, Masse und Kosten von Marktprodukten wird dramatisch sein, vergleichbar mit dem Verdrängen der Elektronik auf der Basis diskreter Bauelemente durch die Mikroelektronik zu Beginn der 70er Jahre.
Sie sind zur Mitarbeit an diesen zukunftsträchtigen Aufgaben eingeladen: Informieren Sie sich in unseren Laboren! Ein Diplom- Ingenieur für Mikrosystem- und Gerätetechnik hat zwei Standbeine: das des Mikrosystemtechnikers und das des Gerätetechnikers.
