Kurzfassungen der Beiträge
Türkisches oder deutsches Modell? Bilinguale Schulen in der Türkei und in Deutschland 

Die bilingualen Schulen in Deutschland, die auch als Schulen mit bilingualem Unterrichtsangebot bezeichnet werden, haben in der Türkei einen anderen Namen: Anadolu-Gymnasien. Auf den ersten Blick scheinen diese beiden Schulformen viele Gemeinsamkeiten aufzuweisen; doch in einem Punkt erstreckt sich der unauffällige Unterschied über die didaktischen Dimensionen hinaus. Durch das deutsche Modell, das derzeit in den bilingualen Zügen der deutschen Schulen durchgeführt wird, wird u.a. eine  europäische Identität  gefördert, während das türkische Modell eher die Spuren einer  eigenkulturellen Identität  beinhaltet. Diese bildungspolitischen Gegensätze werden vor allem im „bilingualen Sachfachunterricht“ deutlich. Die deutschen Schulen bieten sozialwissenschaftliche  Unterrichtsfächer in einer Fremdsprache an, während die ähnlichen Fächer in der Türkei nur in türkischer Sprache erteilt werden dürfen. Der folgende Beitrag stellt die Frage, welches Unterrichtsmodell sinnvoller ist, wenn die langfristige Zielsetzung der beiden Länder doch nicht unterschiedlich ist: Entwicklung von Europa-Kompetenzen. 
 
Lernbeschleunigung - Bedingungen und Schritte zur Realisierung 

Lernbeschleunigung ist kein unseriöses Versprechen auf „Turbolearning“ mit Hokuspokus, sondern ein durch entsprechende Vorgehensweise realisierbares Ziel. Die Vorgehensweise betrifft zunächst allgemeine Bedingungen, dann die Konkretisierung in sprachlernbezogene Einheiten und Ziele und darin deren Realisierung in Schritten der Themen-, Material- und Methodenauswahl und Zusammenstellung. Zum Schluss stehen einige für die Möglichkeiten der Lernbeschleunigung ermutigende Forschungsergebnisse.
 
Die Auswahl grammatischer Lernziele: Linguistische, psycholinguistische und didaktische Perspektiven

In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, auf welcher Grundlage grammatische Lernziele für den Fremdsprachenunterricht bestimmt werden können bzw. sollten. Neben den traditionell eingesetzten Verfahren "Sprachbeschreibung" und "Fehleranalyse" werden u.a. folgende Faktoren als potentiell relevant erachtet: Die über Bedarfsanalysen ermittelten Interessen und Bedürfnisse der Lernenden, die Lehrbarkeit grammatischer Phänomene im Sinne von Pienemanns "teachability"-Hypothese, die sehr unterschiedlich definierte Schwierigkeit grammatischer Phänomene, der Status grammatischer Phänomene im Rahmen der Universalgrammatiktheorie, die Auffälligkeit und die Häufigkeit, Zuverlässigkeit und Reichweite grammatischer Phänomene, die Muttersprache (L1-L2 Transfer) und die weiteren Fremdsprachenkenntnisse (L2-L3 Transfer) der Lernenden und der als "washback"-"backwash"-Effekt bekannte Einfluß von Sprachtests.
 
Der Adoleszenzroman in der türkischen Jugendliteratur und Literaturunterricht in der Türkei 

Der Forschungsgegenstand dieser Arbeit ist der Adoleszenzroman im Türkischen und dessen Berufung zur Pädagogik als ein Lese- und Literarsozialisationsmittel im Literaturunterricht an den Schulen.
 



[Zurück zur Leitseite]