Institut für Chemie






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3. Die Ausbildung im Studiengang Chemie


 

3.1. Studienvoraussetzungen 
3.2. Abschlüsse 
3.3. Gliederung des Studienganges 
3.3.1. Bachelor-Studium 
3.3.2. Master-Studium 
3.3.3. Promotions-Studium 
3.4. Praktika 
3.5. ECTS 


    3.1. Studienvoraussetzungen
 
Voraussetzung für die Aufnahme des Bachelor-Studium Chemie ist die allgemeine Hochschulreife bzw. eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung. Gute Vorkenntnisse in den Fächern Chemie, Physik, Mathematik und in englischer Sprache begünstigen insbesondere in der Anfangsphase des Studiums den Studienerfolg.
Für das Studium der Chemie ist ein ausgeprägtes Interesse an technisch-naturwissen-schaftlichen Zusammenhängen und Fragestellungen zentrale Voraussetzung. Vergleichbar wichtig ist die Begabung zum experimentellen Arbeiten.



Die Tätigkeit im Laboratorium erfordert manuelle Geschicklichkeit,
Sorgfalt und Organisationstalent. Weiterhin sind ein überdurchschnittliches
Maß an Ausdauer und Geduld und die Fähigkeit von Vorteil, rasch
komplexe Strukturen zu erfassen sowie aus einer Fülle vorhandener Daten
die wesentlichen Aussagen abzuleiten.
 


 
 
   3.2. Abschlüsse

 

Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester (3 Jahre) bis zum Bachelor-Abschluß, vier Semester (zwei Jahre) bis zum Master-Abschluß sowie ca. drei Jahre bis zum Abschluß der Dissertation. Sowohl der Studienablaufplan als auch die institutsinternen Voraussetzungen sind so gestaltet, dass ein Studienabschluß der beiden ersten Abschnitte innerhalb dieser Regelstudienzeiten möglich ist. Der Bachelor of Science bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluss.

Mit Erfüllen aller Leistungsnachweise wird von der Technischen Universität Chemnitz der akademische Grad eines

Bachelor of Science (B.Sc.) verliehen. Absolventen können anschließend ein Master-Studium an unserer Universität (oder einer anderen) aufnehmen und einen Abschluss als Master of Science (M.Sc.) erwerben. Danach ist in einem dritten Schritt eine Doktorarbeit denkbar, durch die der Nachweis zur Befähigung zu selbständiger Arbeit in der Forschung erbracht wird. Damit werden Berufsfähigkeit und Einsatzchancen im Arbeitsfeld Forschung und Entwicklung weiter wesentlich verbessert.

Besonders befähigten Absolventen steht anschließend die Möglichkeit zur Promotion offen, an deren Ende die Fakultät für Naturwissenschaften den Dr.rer.nat. verleiht.

 



   3.3. Gliederung des Studienganges

 

Der Studiengang Chemie insgesamt gliedert sich in seinen drei Abschnitten in das Bachelor-Studium (6 Semester), das Master-Studium (4 Semester) und die Promotion (von i.d.R. drei Jahren Dauer).

Vorlesungen vermitteln die Grundlagen der Chemie und zugehöriger weiterer Lehrgebiete, sie werden zum Teil als Experimentalvorlesungen durchgeführt. Zur Vertiefung des Wissens dienen Seminare und Übungen. In den Seminaren zu den Vorlesungen wird der Lehrstoff an weiterführenden Aufgaben und Beispielen geübt und vertieft. In zahlreichen Praktika wird das erworbene Wissen praktisch eingesetzt und überprüft. Darüber hinaus ist das Selbststudium mit Hilfe von Lehrbüchern, Monographien, Fachzeitschriften und online-Datenbanken unverzichtbar.

 


   3.3.1. Bachelor-Studium

 

Im 1. – 6. Semester werden Sie die Grundlagen folgender Lehrgebiete kennenlernen:

 

►         Allgemeine Chemie             ►         Physik

►         Anorganische Chemie         ►         Mathematik

►         Organische Chemie             ►         Toxikologie und Rechtskunde für Chemiker

►         Physikalische Chemie         ►         Technische Chemie

►         Theoretische Chemie          ►         Polymerchemie

►         Biochemie

Studienbegleitend fertigen sie im 6. Semester ihre Bachelor-Arbeit an.

 

Eine Zusammenstellung der Inhalte aller Lehrveranstaltungen sowie der zugehörigen Leistungsnachweise entnehmen Sie bitte den Broschüren „Studienordnung BA“ , „Studienablaufplan BA  und „Prüfungsordnung BA“ des Bachelor-Studiengangs Chemie der Technischen Universität Chemnitz. Um einen national wie international vergleichbaren Kenntnisstand zu erreichen besteht das Studienprogramm überwiegend aus obligatorischen Lehrveranstaltungen (von denen inhaltlich verwandte zu Modulen zusammengefasst sind) sowie einigen wahlobligatorischen Veranstaltungen



 

Inhaltsangaben zu Lehrveranstaltungen, Voraussetzungen zur Teilnahme, Leistungskontrollen am Ende etc. gibt das zusammenfassende Modulhandbuch Hier.
 



   3.3.2. Master-Studium

Im Gegensatz zum Bachelor-Studium können und sollen sie im Master-Studium erstmalig in großem Umfang selbst inhaltliche Schwerpunkte setzen. Bereits während der Praktika des Bachelor-Studiums, insbesondere während der Bachelor-Arbeit haben sie die Arbeitskreise des Institutes und ihre inhaltlichen Schwerpunkte eingehen kennen gelernt und einen Überblick über die wissenschaftlichen Arbeitsrichtungen gewonnen. Zusammen mit ihren inzwischen sicher deutlicher gewordenen Neigungen, Begabungen und Interessen können sie nun aus einem reichen Angebot „ihr“ Studium zusammenstellen. Dabei sind natürlich einige Veranstaltungen (die Teilnahme an einer Industrieexkursion, regelmäßige Teilnahme an chemischen Kolloquien und die abschließende Master-Arbeit) für alle Studierenden verbindlich. Darüberhinaus haben sie weitgehende Wahlfreiheit. Bei der Auswahl der Vertiefungs- und Ergänzungsmodule müssen sie nur die jeweils zu erreichende Punktzahl beachten



 

Hier einige Beispiele thematisch orientierter Studienpläne:

Anorganische Chemie

Elektrochemie

Neue Materialien

Organische Chemie

Technische Chemie

Aus den angebotenen Modulen wird jeweils für vier Semester ein Programm zusammengestellt, dass neben der speziellen Ausbildung (theoretisch wie praktisch) sinnvoll ergänzende Vorlesungen und Praktika enthält. Hier bietet sich die Möglichkeit, aus dem Angebot auch nicht-chemische Lehrveranstaltungen zu wählen, die vor allem für eine spätere berufliche Tätigkeit zweckmäßig erscheinen.

Inhaltsangaben zu Lehrveranstaltungen, Voraussetzungen zur Teilnahme, Leistungskontrollen am Ende etc. gibt das zusammenfassende Modulhandbuch Hier. Weitere Hinweise zum Studienablauf sowie den zu erbringenden Leistungsnachweisen entnehmen Sie bitte den Broschüren „Studienordnung MA“ , „Studienablaufplan MA“  und „Prüfungsordnung MA“ des Bachelor-Studiengangs Chemie der Technischen Universität Chemnitz.
 



   3.3.3. Promotions-Studium

 

Mit einer Dissertationsschrift, die ein Doktorand während seiner Promotionszeit anfertigt und in der er als Ergebnis selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit wesentlich neue Beiträge zu seinem Arbeitsgebiet (hier: der Chemie) vorlegt, erwirbt man den Nachweis der Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit, wie sie später im Berufsleben erwartet werden wird. Traditionell ist in Deutschland – und hier bildet unsere Universität keine Ausnahme – die Promotionszeit praktisch nicht reguliert. Neben intensiver Tätigkeit im Labor, an Messgeräten und Rechnern ist Literaturstudium, Recherche und Diskussion mit anderen Forschern essentiell. Erwartet wird die Teilnahme am wissenschaftlichen Leben, an Kolloquien und weiteren Veranstaltungen. Ein breites Angebot steht hier innerhalb wie außerhalb des Institutes zur Verfügung. Mit der weitgehend Freiheit korreliert eine stark variierende Dauer der Promotionszeit. Bislang ist in der Chemie die Promotion der häufigste Abschluss, ca. 85 % erreichen dieses Ziel.

 



   3.4. Praktika

 

Eine entscheidende Rolle kommt im Chemiestudium den Praktika zu, die etwa 50 % ihrer Ausbildungs- und damit Arbeitszeit einnehmen. Hier erlernen sie an exemplarisch ausgewählten Aufgabenstellungen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad alle wichtigen Arbeits- und Messtechniken. Die Praktika dienen weiter dazu, wichtige Sicherheits- und Arbeitsschutzbestimmungen, insbesondere beim Umgang mit gefährlichen und toxischen Substanzen anwenden zu können. In den Praktika des Hauptstudiums sollen die Studierenden in zunehmendem Maße Selbständigkeit und Eigeninitiative entwickeln.

In den Praktika der Schwerpunktfächer wird an aktuelle Problemstellungen der Forschung herangeführt. Ausbildungsziel der Praktika ist letztlich die Fähigkeit zur weitgehend selbständigen Planung, Durchführung und Auswertung experimenteller Aufgabenstellungen.
 



   3.5. ECTS

ECTS (European Credit Transfer System) ist ein nahezu weltweit verbreitetes Verfahren der gegenseitigen Anerkennung von Studienzeiten und –leistungen. Dabei wird jeder Pflichtlehrveranstaltung eine Punktzahl zugeordnet. Bei erfolgreicher Teilnahme wird auf Wunsch eine Bescheinigung über den Umfang der Studienleistungen (dies ist das eigentliche ECTS-Prinzip) sowie über die erzielten Leistungen ausgestellt.

 

Diese Bescheinigung erleichtert bei einem Studienortswechsel ins Ausland die Anerkennung der Studienleistungen, dies gilt natürlich auch bei einem Studienortswechsel nach Chemnitz. Sie ermöglicht den Studierenden, auch für einige Zeit an eine ausländische Hochschule zu wechseln, und nach der Rückkehr ohne Zeitverlust das Studium an der Technischen Universität Chemnitz fortzusetzen. Das Institut für Chemie unterhält Kooperationen mit Partnern an Hochschulen in nahezu allen europäischen Ländern. Die Professoren beraten Sie gerne, wenn Sie beabsichtigen, für ein oder zwei Semester an eine ausländische Hochschule zu wechseln.

 

Die den Lehrveranstaltungen zugeordneten Leistungspunkte (LP) für die Teilnahme am ECTS finden Sie ebenfalls in den Studienablaufplänen für das Bachelor-Studium „Studienablaufplan BA“  und das Master-Studium „Studienablaufplan MA“ . Die den Lehrveranstaltungen zugeordneten ECTS-Punkte finden Sie für den

Diplomstudiengang auf der Internetseite http://www.tu-chemnitz.de/chemie/studium/p31n.php.