Hat man sich nach dem Abitur entschlossen Chemie zu studieren, so ist man zwar ein gutes Stück weiter, allerdings gibt es noch ein paar offene Fragen. In welcher Stadt soll ich studieren? Was kann mir die Uni dort bieten? Welche Veranstaltungen gibt es neben den Vorlesungen und Praktika?
Das Institut für Chemie an der TU Chemnitz besteht zur Zeit aus 7 Professuren sowie 2 Juniorprofessuren. Die Arbeitsgebiete schließen alle zum Studium wichtigen Bereiche wie Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie usw. ein. Außerdem bietet das Chemie-Studium an der TU Chemnitz eine sehr gute Ausbildung, auch in Fachrichtungen, die nicht an jeder Universität angeboten werden, z. B. Technische Chemie oder Polymerchemie.
Die Zahl der Studienanfänger in Chemnitz ist im Vergleich zu manch anderer Uni mit hunderten von Studenten eher überschaubar. Hierin liegt auch ein großer Vorteil des Chemie-Studiums in Chemnitz. Zum einen ist es deshalb möglich, das Studium in der vorgeschriebenen Zeit zu absolvieren, da z. B. genügend Praktikumsplätze vorhanden sind. Zum anderen ist die Betreuung in den einzelnen Praktika bzw. den Seminaren sehr gut. Man kann sich bei Problemen einfach an den jeweiligen Betreuer wenden und diese sofort lösen, was bei größeren Studentenzahlen kaum möglich ist. Bei einem solchen relativ kleinen Semester kennen natürlich auch die Professoren, zumindest vom Sehen, jeden Studenten. Treten Probleme im Studienverlauf oder einzelnen Vorlesungen auf, so kann man jederzeit mit den Professoren reden. Diese sind sehr daran interessiert die Vorlesungen ständig zu verbessern und suchen das Gespräch mit den Studenten. Auch zwischen den Studenten untereinander entwickelt sich ein viel persönlicheres Verhältnis als bei Semestern mit weit über 100 Studenten. Man kennt jeden Mitstudenten und hilft sich gegenseitig, das Studium möglichst sorglos zu überleben.
Um die einzelnen Arbeitsgruppen und deren Forschungsthemen besser kennen zu lernen, haben Studenten die Möglichkeit als Hilfswissenschaftler im Labor mitzuarbeiten. Das ist auch später bei der Wahl der Diplomarbeit sehr hilfreich. Und zusätzlich zur spannenden Forschungsarbeit hat man die Möglichkeit noch etwas Geld zu verdienen, denn als Student gilt meistens das Motto: Ohne Moos nichts los! Treten im Laufe des Studiums Fragen auf, kann man sich auch an den Fachschaftsrat Chemie wenden. Hierbei handelt es sich um Studenten, die bei Probleme helfen und auch zur Unterstützung im Studium da sind. Außerdem sitzt der Fachschaftsrat in allen wichtigen Gremien der Fakultät und vertritt dort die studentischen Interessen. Neben diesen ernsthaften Dingen veranstaltet der FSR aber auch Events wie z.B. die Feuerzangenbowle oder das Chemikerwandern. Nähert sich gegen Ende eines Semesters die Prüfungszeit, so kann man von der Fachschaft noch Altklausuren oder Altfragen aus den mündlichen Prüfungen erhalten.
Etwas weniger direkt mit dem Studium sondern vielmehr mit der Zeit danach beschäftigt sich das Jungchemikerforum, die Nachwuchsorganisation der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Das JCF möchte die Interessen der jungen Chemiker, also der Studenten bzw. Doktoranden, aufgreifen. Deshalb werden pro Semester zwei Vorträge veranstaltet, z. B. „Chemie-Studium in Chemnitz – Was kommt danach?“ oder „Chemnitzer Studenten erobern die Welt“. Im Rahmen dieser Veranstaltungen finden noch diverse Dinge wie Preisrätsel, Schätzfragen bzw. Grillfeste statt.
Als Fazit kann man festhalten, dass man recht schnell viele Leute aus den unterschiedlichsten Bereichen des Instituts kennenlernt und, wenn man dies möchte, sehr schnell einen Einblick in die Forschungen der Arbeitskreise erhält. Auch wenn das Chemie-Studium bestimmt eines der zeitintensivsten Studienfächer ist, bleibt dennoch genug Zeit für entweder ehrenamtliches Engagement in der Uni, z. B. im FSR oder zur Erkundung der Stadt Chemnitz.