Die Technische Universität Chemnitz wurde ausgewählt, im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Wettbewerb "EXIST Gründungskultur - Die Gründerhochschule" einen auf Exzellenz angelegten Beitrag zur Gründungsprofilierung der Universität einzureichen.
Ziel des Projekts ist es, das Gründungspotenzial an der TU Chemnitz nachhaltig zu erschließen und unternehmerisches Denken und Handeln unter Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern zu stärken. In der derzeit laufenden sechsmonatigen Konzeptphase soll ein hochschulweites ausführliches Strategiekonzept sowie ein darauf aufbauender Umsetzungsplan ausgearbeitet werden.
Sie zählt dort zu den 20 deutschen Hochschulen, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ausgewählt wurden, bis Oktober 2012 ein detailliertes Konzept für eine ganzheitliche Gründungsprofilierung zu erarbeiten.
"Unsere Universität unterstreicht mit ihrem guten Abschneiden in dieser Wettbewerbsphase einmal mehr ihr besonderes Engagement auf dem Gebiet der Unternehmensgründung - insbesondere in Sachsen", sagt Prof. Dr. Cornelia Zanger, kommissarische Rektorin der TU Chemnitz. Im EXIST-Wettbewerb seien aus dem Freistaat lediglich die TU Chemnitz und die Handelshochschule Leipzig weitergekommen. "
Jetzt kommt es darauf an, eine überzeugende Strategie zu erarbeiten, denn das BMWi wird ab 2013 nur bis zu zehn Hochschulen bei der praktischen Umsetzung bis zu fünf Jahre lang finanziell unterstützen", berichtet Zanger.
Stichwort: "EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft"
Mit dem Programm "EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft" werden seit 1998 Maßnahmen und Projekte gefördert, um das Gründungsthema an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu verankern. Im Rahmen des Wettbewerbs "Die Gründerhochschule" stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) dazu über sieben Jahre rund 46 Millionen Euro für anspruchsvolle Projekte an Hochschulen bereit. Das EXIST-Programm wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert. In der ersten Wettbewerbsrunde hatten sich im Juli 2011 bereits zehn Hochschulen, darunter jedoch keine aus Sachsen, mit einem überzeugenden Strategiekonzept zur Gründungsprofilierung durchgesetzt, drei Hochschulen wurden als "EXIST-Gründerhochschulen" ausgezeichnet.
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, sagt zum Programm EXIST: "Eine moderne Volkswirtschaft braucht Ideen und Innovationen, um dynamisch und wettbewerbsfähig zu bleiben. Damit Ideen, die in der Wissenschaft entstanden sind, auch erfolgreich am Markt platziert werden können, brauchen wir mutige Unternehmer. Mit dem EXIST-Programm legen wir einen bewussten Schwerpunkt auf Existenzgründungen aus Hochschulen. So können noch mehr junge Menschen im Umfeld der Hochschulen vom Unternehmergeist beflügelt werden und dazu beitragen, interessanten Forschungsergebnissen den Weg aus dem Labor in den Markt zu ebnen."